Formel 5000

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Trojan T101 F5000 führt ein Rennen der BRDC International Trophy beim Silverstone Classic race meeting an. Dahinter mit einem March 711 (rechts) und einem McLaren M26 (links) zwei Formel-1-Fahrzeuge
Ein Lola T-332 F5000 von 1974

Die Formel 5000 ist eine ehemalige Automobilsportklasse. Sie hatte ihren Ursprung in den USA und sollte eine kostengünstige Alternative zur Formel 1 darstellen. Ab 1968 wurde in den USA jährlich eine Meisterschaft in dieser Klasse abgehalten, wenig später folgten weitere regionale oder nationale Meisterschaften, darunter eine europäische. Die Formel 5000 konnte sich nicht langfristig etablieren. In den USA wurde aus ihr die Champ-Car-Serie entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Formel 5000 geht auf die US-amerikanische Rennklasse Formel A zurück. 1965 hatte der Sports Car Club of America (SCCA) die Formel A eingeführt, deren Reglement der damaligen Formel 1 entsprach; zugelassen waren also Fahrzeuge mit einem Hubraum von bis zu 3,0 Litern. Die Formel A konnte sich in den USA nicht etablieren. Erst 1967 fand eine reguläre Meisterschaft statt, die allerdings schwach besetzt war. Amerikanische Hersteller hatten keine passenden Motoren, sodass vielfach britische Triebwerke teuer importiert werden mussten. Um das Starterfeld zu vergrößern, ließ der SCCA ab 1968 in der Formel A Motoren mit einem Hubraum von bis zu 5,0 Litern (5000 Kubikzentimeter) zu. Die so erweiterte Klasse sollte in etwa die gleiche Motorleistung wie die Formel 1 bei verringerten Kosten bieten. Der amerikanische Automobilhersteller Chevrolet hatte einen Rennsportmotor mit 302 Kubikzollv Hubraum im Programm, der in dieses Reglement passte. Gelegentlich waren auch Motoren von Oldsmobile oder Ford am Start. Später waren auch Motoren mit geringerem Hubraum zugelassen; ihre Leistung konnte mit Turboladern auf bis zu 500 PS gesteigert werden.[1]

Bekannte Piloten dieser Serie waren Mike Hailwood und Trevor Taylor.

Als Chassishersteller waren McLaren, Lotus, Eagle, Lola, March, Chevron und Surtees in der Formel 5000 engagiert.

Meisterschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Derek Lawson: Formula 5000 Motor Racing: Back Then... And Back Now, Veloce Publishing 2010, ISBN 978-1845842161

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Derek Lawson: Formula 5000 Motor Racing: Back Then... And Back Now, Veloce Publishing 2010, ISBN 978-1845842161, S. 8 f.