Formel E (Volkswagen)

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Formel-E-Schriftzug an einem VW Polo II

Die von Volkswagen ab den frühen 1980er Jahren angebotenen Formel-E-Modelle sollten durch verschiedene Maßnahmen weniger Kraftstoff verbrauchen. Das „Formel-E“-Paket wurde sowohl für Fahrzeuge mit Vergaser- als auch Dieselmotoren angeboten.

Vor allem bei den kleinen VW-Modellen Polo und Golf wurde neben Veränderungen in der Verdichtung der Benzinmotoren mit geringfügigen aerodynamischen Verbesserungen (Polo-Steilheck mit Spoiler an der Dachkante, Golf mit Spoilern an den A-Säulen und größerem Frontspoiler aus Kunststoff analog Golf GTI) und speziellen Getrieben gearbeitet. Diese Getriebe hatten die Bezeichnung „3+E“ oder „4+E“. Hierbei war dann der vierte oder fünfte Gang besonders lang übersetzt und ermöglichte durch Hochschalten in den so genannten Energiespar-Gang ein niedertouriges und somit sparsames Fahren auch bei höheren Geschwindigkeiten. Daneben war zwischen Tachometer und Drehzahlmesser oder Uhr eine analoge Verbrauchsanzeige (nur Vergasermotoren) eingebaut, die mittels gelber LED den Zeitpunkt zum Schalten in den nächsthöheren Gang anzeigte (LED-Anzeige sowohl Vergaser-Motoren als auch 1,6-l-Diesel, zumindest Golf). Am Heck war eine Plakette mit der Aufschrift „Formel E“ angebracht.

Die größeren VW-Modelle Passat und Santana wurden auf Wunsch mit einer speziellen Start-und-Stopp-Anlage bestückt. Diese schaltete den Motor auf Knopfdruck ab und startete ihn bei nochmaligem Drücken oder bei Einlegen des ersten Ganges wieder – ohne Betätigung des Zündschlüssels.[1] Ein ähnliches System dieser Art gab es im VW Golf III Ecomatic.

Ab 1999 erlebten diese Systeme eine Renaissance und sind im Jahr 2015 in vielen Automodellen Serienausstattung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Der neue VW-Santana“ – Volkswagen-Verkaufsbroschüre, erschienen 09/1982, 8 Seiten, 4-Farb Druck

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Private Seite zum VW Santana GX5. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 27. Oktober 2016; abgerufen am 23. April 2007.