Fornach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fornach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Fornach
Fornach (Österreich)
Fornach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 17,7 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 13° 26′ OKoordinaten: 48° 1′ 25″ N, 13° 25′ 53″ O
Höhe: 565 m ü. A.
Einwohner: 969 (1. Jän. 2021)
Postleitzahl: 4892
Vorwahl: 07682
Gemeindekennziffer: 4 17 08
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Fornach 2
4892 Fornach
Website: www.fornach.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hubert Neuwirth (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(13 Mitglieder)
10
3
10 
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Fornach im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im HausruckwaldAttersee am AtterseeAttnang-PuchheimAtzbachAurach am HongarBerg im AttergauDesselbrunnFornachFrankenburg am HausruckFrankenmarktGampernInnerschwand am MondseeLenzingManningMondseeNeukirchen an der VöcklaNiederthalheimNußdorf am AtterseeOberhofen am IrrseeOberndorf bei SchwanenstadtOberwangOttnang am HausruckPfaffingPilsbachPitzenbergPöndorfPuchkirchen am TrattbergPühretRedleitenRedlhamRegauRüstorfRutzenhamSchlattSchörfling am AtterseeSchwanenstadtSeewalchen am AtterseeSt. Georgen im AttergauSt. LorenzSteinbach am AtterseeStraß im AttergauTiefgrabenTimelkamUngenachUnterach am AtterseeVöcklabruckVöcklamarktWeißenkirchen im AttergauWeyregg am AtterseeWolfsegg am HausruckZell am MoosZell am PettenfirstOberösterreichLage der Gemeinde Fornach im Bezirk Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Die Gemeinde Fornach aus Blickrichtung der Aussichtsplattform mit einer Nebelbank über dem Vöcklatal
Die Gemeinde Fornach aus Blickrichtung der Aussichtsplattform mit einer Nebelbank über dem Vöcklatal
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Fornach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 969 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fornach liegt auf 565 m Höhe im Hausruckviertel, nordwestlich von Vöcklamarkt, im südlichen Hausruck und Kobernaußerwald-Zug im Tal der Fornacher Redl.

Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 5,7 km, von West nach Ost 6,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 17,8 km², 56,7 % der Fläche sind bewaldet, 37,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Die höchste Erhebung ist die Ries’n in Norden mit ca. 730 Metern (auf Gemeindegebiet, Hauptgipfel Hobelsberg, 777 m, Gem. Frankenburg), im Westen liegt das Meisterholz (711 m, Gem. Pöndorf).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 24 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[1]):

  • Adligen (32)
  • Doppelmühle (36)
  • Emming (78)
  • Fachberg (8)
  • Feichtenberg (25)
  • Fornach (238)
  • Gferreth (29)
  • Gmeineck (41)
  • Grilln (2)
  • Grillnpoint (69)
  • Grubleiten (42)
  • Grubleitenpoint (53)
  • Pichl (17)
  • Piereth (5)
  • Ramsau (15)
  • Röth (6)
  • Sallach (49)
  • Saxigen (107)
  • Schnöllerberg (10)
  • Schwandeck (7)
  • Seppenröth (37)
  • Unterholzing (7)
  • Walligen (36)
  • Zaißen (20)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Fornach und Walligen.

Benachbarte Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lohnsburg
(Bezirk Ried im Innkreis)
Redleiten Frankenburg am Hausruck
Nachbargemeinden Pfaffing
Pöndorf Frankenmarkt

Dabei ist das Redlbachtal politisch durchaus zergliedert, flussaufwärts liegt ab der Mündung in die Vöckla Gemeindegebiet von Vöcklamarkt, Pfaffing, dann Fornach, kurz rechtsufrig Pöndorf, dann auch links Redleiten, linksufrig Frankenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Redltal wanderten die Bayern in das Gebiet von Fornach ein.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Durch die Reformen von Kaiser Joseph II. 1780 bis 1790 wurde 1787 die Pfarre Fornach geschaffen, wobei 21 Ortschaften aus dem Pfaffinger Kirchensprengel zur neuen josephinischen Pfarre Fornach gekommen sind.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche hl. Leopold

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Fornach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 51 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden zwanzig im Haupt-, dreißig im Nebenerwerb und eine von einer juristischen Person geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 35 Personen im Bereich Herstellung von Waren und elf im Baugewerbe. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche freiberufliche Dienstleistungen (81), soziale und öffentliche Dienste (17) und der Handel (11 Erwerbstätige).[2][3][4]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 51 79 50 51
Produktion 9 4 47 16
Dienstleistung 35 21 126 38

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 510 Erwerbstätige in Fornach. Davon arbeiteten 115 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 13 Mandataren:

Partei 2015[6] 2009[7] 2003[8] 1997[9]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 63,06 9 73,87 10 71,85 10 66,88 9
SPÖ 13,60 1 14,46 2 18,15 2 13,98 2
FPÖ 23,34 3 11,66 1 10,00 1 19,14 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1850 waren:[10]

  • 1850–1855 Franz Mayr
  • 1855–1861 Joseph Scheibl
  • 1861–1864 Georg Schlager
  • 1864–1870 Johann Huber
  • 1870–1873 Anton Herzog
  • 1873–1876 August Ritzinger
  • 1876–1879 Franz Huber
  • 1879–1882 Josef Scheibl
  • 1882–1885 Franz Huber
  • 1885–1894 Franz Reiter
  • 1894–1897 Johann Huber
  • 1897–1900 Josef Scheibl
  • 1900–1903 Johann Huber
  • 1903–1906 Mathias Mayr
  • 1906–1909 Johann Huber
  • 1909–1912 Josef Holzinger
  • 1912–1919 Josef Asen
  • 1919–1924 Johann Huber
  • 1924–1929 Johann Mayr
  • 1929–1937 Josef Scheibl
  • 1937–1938 Simon Reitter
  • 1938–1938 Josef Lohninger
  • 1938–1945 Johann Kaltenleitner
  • 1045–1945 Michael Tremel
  • 1945–1967 Johann Streicher
  • 1967–1990 Josef Mayr
  • 1990–2003 Franz Steiner
  • 2003–2015 Wolfgang Zieher
  • seit 2015 Hubert Neuwirth (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Grün; rechts und links je ein aufrechtes Farnblatt in gewechselten Farben.“ Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün.

Das 1975 verliehene Gemeindewappen erklärt als redendes Wappen den Ortsnamen als „Gegend, in welcher Farnkräuter wachsen“.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fornach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Fornach, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 9. April 2021.
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Fornach, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 9. April 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Fornach, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 9. April 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Fornach, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 9. April 2021.
  6. Gemeinderatswahlergebnis 2015 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 9. April 2021.
  7. Gemeinderatswahlergebnis 2009 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 9. April 2021.
  8. Gemeinderatswahlergebnis 2003 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 9. April 2021.
  9. Gemeinderatswahlergebnis 1997 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 9. April 2021.
  10. Gemeinden, Fornach. Land Oberösterreich, abgerufen am 9. April 2021.
  11. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (4. Nachtrag 1973–1976). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 1/2, 1977, S. 11 (PDF im Forum OoeGeschichte.at).