Forschungszentrum Informatik

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FZI Forschungszentrum Informatik
FZI Forschungszentrum Informatik
Logo des FZI
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: keiner (rechtlich selbständig)
Bestehen: seit 1. Januar 1985
Rechtsform des Trägers: Stiftung des bürgerlichen Rechts
Standort der Einrichtung: Karlsruhe
Außenstelle: Berlin
Art der Forschung: Informatik-Anwendungsforschung
Fächer: Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Elektrotechnik, Maschinenbau
Fachgebiete: Automation und Robotik, Energie, Gesundheitswesen, Wissen und Informationsdienste, Produktion und Logistik, Mobilität, Software-Entwicklung
Leitung: Andreas Oberweis, Jan Wiesenberger, J. Marius Zöllner
Mitarbeiter: 209 Mitarbeiter insgesamt, davon 174 wissenschaftliche Mitarbeiter (Stand: 2017)[1]
Anmerkung: Wissenschaftliche Ergebnisse 2017: 11 Dissertationen, 2 Bücher und Buchbeiträge, 27 Zeitschriftenbeiträge, 127 Tagungsbeiträge[1]
Wirtschaftliche Ergebnisse 2017: 209 Projekte, davon 122 Industrie- und 87 öffentliche Projekte[1]
Homepage: www.fzi.de

Das unabhängige FZI Forschungszentrum Informatik ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Das FZI wurde 1985 vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und der Universität Karlsruhe (heute: Karlsruher Institut für Technologie) gegründet.

Aufgabe und Forschungsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß seiner Satzung hat die unabhängige und gemeinnützige Forschungseinrichtung die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie als praxistaugliche Lösungen in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zu bringen. Dabei qualifiziert das FZI junge Menschen für eine akademische Karriere, einen beruflichen Einstieg in die Wirtschaft oder auch den Sprung in die Selbstständigkeit. 21 Direktorinnen und Direktoren der Disziplinen Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Elektrotechnik, Maschinenbau und Rechtswissenschaften begleiten mit ihrer fachlich-wissenschaftlichen Exzellenz die Forschungsgruppen am FZI, die in insgesamt fünf Forschungsbereiche zusammengefasst sind.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des FZI widmen sich interdisziplinär denAnwendungsfeldern der Informatik:

Als gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts arbeitet das FZI für und mit Unternehmen und öffentlichen Institutionen jeder Größe: Kleinbetriebe und Konzerne, regionale Verwaltungen, Länder, Bund und EU.[1]

Zertifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Forschungsbereiche des FZI sind nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert.[2]

Netzwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das FZI ist Mitglied der Innovationsallianz innBW und der Innovationsallianz TechnologieRegion Karlsruhe sowie Innovationspartner des KIT im Bereich IT. Außerdem engagiert sich das FZI im Spitzencluster Elektromobilität Süd-West. Im Mai 2015 gaben das FZI und die Gesellschaft für Informatik außerdem ihre strategische Partnerschaft bekannt zur Förderung der Ausbildungswege im Bereich der Informatik sowie des politischen Agenda-Settings und eines positiven und zeitgemäßen Verständnisses der IKT in der Gesellschaft.[3] Das FZI ist Mitglied im Spitzencluster Elektromobilität Süd-West und war Partner im Software-Spitzencluster, das 2015 nach fünf Jahren beendet wurde[4] Gemeinsam mit dem Unternehmer-Netzwerk CyberForum e.V. koordiniert das FZI das DIZ | Digitales Innovationszentrum.[5]

Außenstelle in Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 betreibt das FZI eine Außenstelle in Berlin.[6] Sie dient als Schaufenster für die Karlsruher Aktivitäten in der Hauptstadt und soll insbesondere bei der Zusammenarbeit mit den Bundesministerien sowie mit den in Berlin ansässigen Hauptstadtvertretungen wichtiger Verbände und Organisationen unterstützen. Im Sinne des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums vertritt das FZI in Berlin die Innovationsallianz Baden-Württemberg.

FZI House of Living Labs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das FZI House of Living Labs vereint die acht Living Labs des FZI zu den Themen Mobilität, Service Robotik, Mobile Business, IT-Sicherheit, Energie, Gebäude- und Industrieautomation. Unternehmen können dort gemeinsam mit FZI-Wissenschaftlern ihre Forschungsansätze oder Produkte besprechen und weiterentwickeln. Das Forschungskonzept „Living Labs“ sieht vor, Anwender von Beginn an in die Produktentwicklung miteinzubeziehen sowie früh im Entwicklungsprozess die Teilergebnisse in möglichst realitätsnahen Umgebungen zu testen. Die Idee des FZI House of Living Labs erweitert dieses Konzept basierend auf dem Ansatz des „Out-of-Box-Thinking“[7][8]: Dadurch, dass unterschiedliche Anwendungsbereiche im FZI House of Living Labs nah beieinander liegen, sollen Wissenschaftler und Industriepartner leichter über den eigenen Themenbereich hinweg neue Lösungsansätze entwickeln können. Deshalb ist das FZI House of Living Labs so eingerichtet, dass ein kompletter Tagesablauf abgebildet werden kann: Man erwacht im FZI Living Lab smartHome/Ambient Assisted Living, bestreitet seinen Weg zur Arbeit im FZI Living Lab Automotive oder smartMobility, arbeitet bspw. im FZI Living Lab Service Robotics mit Industrierobotern zusammen in der Fertigung und fährt abends wieder nach Hause. Das Konzept des FZI House of Living Labs wird somit am FZI als Erweiterung des Forschungsansatzes "Living Labs" begriffen.[9]

Kompetenzzentrum IT-Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2014 gaben das Wirtschaftsministerium und das Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs bekannt, im Rahmen des Strategiekonzepts Forward IT am FZI ein Zentrum für anwendunsgnahe IKT-Sicherheit errichten zu wollen. Mit dem Kompetenzzentrum IT-Sicherheit betreibt das FZI seit 2015 mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg eine zentrale Anlaufstelle für angewandte Fragestellungen zur IT-Sicherheit und richtet sich vor allem an den baden-württembergischen Mittelstand. Der Schwerpunkt der Forschung liegt daher auf Sicherheitstechnologien, die einfach verständlich, leicht anwendbar und vermittelbar sind.

Forschungsprojekt efeuCampus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das FZI ist IT- und Rechts-Partner des Forschungsprojekts für urbane und autonome Güterlogistik, efeuCampus in Bruchsal. Das FZI entwickelt auf dem Testareal IT-Lösungen für die Interaktion zwischen den Nutzern, den autonomen Fahrzeugen und dem Zentrallager sowie für das Energiemanagement der Zustellfahrzeuge. Zudem forscht das FZI zu sämtlichen rechtlichen Fragen aus den Bereichen Straßenverkehrsrecht, Zulassungsrecht, Haftungsrecht und Datenschutzrecht. Das Gesamtprojekt efeuCampus wird von der europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg gefördert.[10][11][12]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d FZI-Jahresbericht 2017/2018. FZI, 5. Juni 2018, abgerufen am 19. Juli 2018.
  2. FZI Research Center for Information Technology: FZI Forschungszentrum Informatik: Wir über uns. Abgerufen am 19. Juli 2018.
  3. FZI und GI geben strategische Partnerschaft bekannt. Gesellschaft für Informatik, 21. Mai 2015, abgerufen am 27. Juli 2015.
  4. Software-Cluster blickt zurück auf fünf erfolgreiche Spitzencluster-Jahre. (Nicht mehr online verfügbar.) Software-Cluster Koordinierungstelle, 21. April 2015, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 27. Juli 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/software-cluster.org
  5. DIZ. Abgerufen am 19. Juli 2018.
  6. Das FZI in der Hauptstadt Berlin. FZI, 13. November 2012, abgerufen am 27. Juli 2015.
  7. Mitchell, W. J.: Me++. The cyborg self and the networked city, MIT Press, Cambridge, Mass., 2003
  8. Mats Eriksson, Veli-Pekka Niitamo und Seija Kulkki: State-of-the-art in utilizing Living Labs approach to user-centric ICT innovation - a European approach, Luleå University of Technology, Sweden, 2005.
  9. Stefan Hellfeld: FZI House of Living Labs – interdisziplinärer Technologietransfer 2.0. In: Wilhelm Hasselbring und Nils Christian Ehmke (Hrsg.): Software Engineering 2014. Fachtagung des GI-Fachbereichs Softwaretechnik., 25. Februar – 28. Februar 2014, Kiel, Deutschland. Abgerufen am 8. Juni 2015.
  10. „Vollautomatische Paketzusteller im Test“, Südwestrundfunk (SWR), 5. Juli 2019
  11. „Testfeld zum vernetzten und automatisierten Fahren in Baden-Württemberg“ Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung, 11. Dezember 2017
  12. „EFRE-Programm Baden-Württemberg“ Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, abgerufen im März 2020

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]