Forst (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Forst
Forst (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Forst hervorgehoben
Koordinaten: 49° 9′ N, 8° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 112 m ü. NHN
Fläche: 11,46 km2
Einwohner: 7980 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 696 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76694
Vorwahl: 07251
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Weiherer Straße 1
76694 Forst
Webpräsenz: www.forst-baden.de
Bürgermeister: Reinhold Gsell
Lage der Gemeinde Forst im Landkreis Karlsruhe
Karlsdorf-Neuthard Malsch (Landkreis Karlsruhe) Malsch (Landkreis Karlsruhe) Bretten Bruchsal Bruchsal Ettlingen Forst (Baden) Gondelsheim Hambrücken Kronau Kürnbach Marxzell Oberderdingen Östringen Philippsburg Sulzfeld (Baden) Ubstadt-Weiher Walzbachtal Weingarten (Baden) Zaisenhausen Karlsbad (Baden) Kraichtal Graben-Neudorf Bad Schönborn Pfinztal Eggenstein-Leopoldshafen Linkenheim-Hochstetten Waghäusel Oberhausen-Rheinhausen Rheinstetten Stutensee Waldbronn DettenheimKarte
Über dieses Bild
Das Rathaus von Forst

Forst ist eine Gemeinde im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Sie liegt rund drei Kilometer nord-westlich von Bruchsal und hat eine direkte Grenze mit dieser Stadt. Zur Gemeinde Forst gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie Funde aus der Steinzeit und Bronzezeit belegen, war das heutige Gemeindegebiet von Forst schon früh besiedelt. Auch die Römerzeit hat hier große Spuren hinterlassen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1161 in einer Urkunde des Kaisers Friedrich Barbarossa. Im Jahre 1644 wurde das Dorf infolge des Dreißigjährigen Krieges zerstört. Im Jahre 1803 wurde Forst, das bis dahin dem Hochstift Speyer angehört hatte, im Rahmen der Mediatisierung nach dem Reichsdeputationshauptschluss dem Großherzogtum Baden angegliedert. Seit 1939 gehörte Forst zum Landkreis Bruchsal, der 1973 im Landkreis Karlsruhe aufging.

Früher hieß die Gemeinde Forst bei Bruchsal, wurde allerdings 1973 zur Landkreis-Reform in Forst umbenannt und trägt oft den Beinamen Baden, also Forst/Baden.

Am 31. März 1988 stürzt ein amerikanisches Kampfflugzeug vom Typ F-16-C bei einer Tiefflugübung in der Forster Hardtstraße ab. Dabei wurden mehrere Häuser in Brand gesetzt und stark beschädigt. Der Pilot (1.Lt.Tom E. Doyle) und ein Bewohner kamen dabei ums Leben.[2] Das Unglück wurde in den Medien weitgehend bekannt und führte in der Bevölkerung zu Protesten gegen Tiefflieger, auch wegen der Gefahr, dass ein Kampfflugzeug in das wenige Flugminuten entfernte Kernkraftwerk in Phillipsburg stürzen könnte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 hatte folgendes Ergebnis:

  • FWG 38,74 % (−4,76) – 7 Sitze (−1)
  • CDU 41,66 % (+2,86) – 7 Sitze (=)
  • SPD 19,6 % (+1,9) – 4 Sitze (+1)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau auf grünem Schildfuß die nimbierte und golden gekrönte Heilige Barbara in weißem Gewand; in der rechten Hand einen roten Turm haltend, mit der linken Hand ein goldenes Schwert abwärts richtend.“

Erstmals in Erscheinung trat ein Wappen 1739 auf einem Siegel des Zins- und Gefälleverzeichnis der Johanniterkommende Bruchsal. Es bildete eine im barocken Stil gehaltene Frauengestalt mit einem Kelch und einen länglichen Gegenstand, womöglich einem Schwert ab. Als Heilige Barbara erkennbare Figur trat das Wappen allerdings erst im Jahre 1746 und ab 1775 auf überlieferten Siegeln auf, auf welchen die Frauengestalt einen Turm und ein Schwert in der Hand hielt. 1907 wurde das Wappen durch das Generalbundesarchiv neu gestaltet und seit 1911 von der Gemeinde als offizielles Siegel verwendet.[3]

Das Wappen ziert auch den Eingangsbereich des Rathauses. St. Barbara ist außerdem die Schutzpatronin der Pfarrgemeinde St. Barbara Forst. In der katholischen Pfarrkirche steht im rechten Seitenschiff eine Statue der Heiligen Barbara.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Turnverein TV Forst umfasst diverse Sportarten wie Turnen, Triathlon, Leichtathletik, Handball, Volleyball, Indiaca und Bogensportarten. Die Triathleten des TV Forst richten jedes Jahr den bundesweit bekannten Heidesee-Triathlon BW aus. Der TV Forst ist Betreiber der sogenannten "Jahnhalle", welche sich im Kern der Gemeinde befindet.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fußballverein FC Germania ist in Forst beheimatet. Er wurde 07.04.1909 gegründet.[4] Die Vereinsfarben sind rot und weiß. Die 1. Mannschaft spielt in der Kreisliga Bruchsal und die Perspektivmannschaft in der Kreisklasse C. Der Sportplatz, auf dem die Mannschaft Heimspiele austrägt und trainiert, umfasst 3 Spielfelder und ein Trainingsfeld. Eines der Felder bietet eine Tribüne und eine Rundbahn (Waldseestadion) sowie eine Kabine für einen Stadionsprecher. Außerdem verfügt das Gelände über ein Clubhaus, welches 2013 renoviert wurde.

Gewichtheben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gewichtheber des AC Forst waren in der 1. Bundesliga vertreten.

Seen und Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeitpark Heidesee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Freizeitpark Heidesee ist ein Badesee, welcher von der Gemeinde betrieben wird. Er hat über die Badesaison geöffnet und bietet neben der Badeanlage auch eine Rutschanlage, Volleyballfelder, Kinderbecken und einen Kinderspielplatz. In unmittelbarer Nähe befindet sich außerdem eine Sauna und ein Restaurant, welche ganzjährig geöffnet haben. Der für Besucher zugängliche Badebereich am westlichen Ufer verfügt über einen 3,5 Hektar großen Sandstrand, 12,5 Hektar große Liegewiesen[5] und ist mit sanitären Anlagen ausgestattet. Im See befinden sich außerdem 6 schwimmend gelagerte Inseln, auf denen Besucher eine Ruhepause einlegen können. Auch eine Nichtschwimmerzone, die eine Tiefe von rund einem Meter hat, ist vorhanden. Der Badebereich wird während der Öffnungszeiten durch Mitarbeiter der Gemeinde Forst und durch ehrenamtliche Helfer des DLRG Ortsgruppe Forst überwacht.

Der See wurde bei einer Morgenshow auf Radio Regenbogen zum Lieblings-Badesee der Hörer gewählt. Zusammen mit Radio Regenbogen wurden am Heidesee sogenannte „Beach-Parties“ veranstaltet, bei welchen auch Künstler wie Nena[6] aufgetreten sind. Im Juli 2016 fand am Heidesee die Open-Air-Party House am See statt.

Waldsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich von der Gemeinde liegt der Waldsee. Die rund einen Kilometer lange Uferpromenade ist ein beliebter Weg für Spaziergänger und Sporttreibende. Im angrenzenden Waldgebiet befinden sich außerdem weitere Wanderwege, welche direkt am See vorbeilaufen. Im Norden des Sees liegt eine großzügige Spielanlage, die über Rutschen, Tischtennisplatten und einer Halfpipe verfügt.

Weindelsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Nordwesten liegende Weindelsee ist für Besucher nicht direkt zugänglich. Er grenzt an das Industriegebiet der Gemeinde Forst an und ist unter anderem für das am Ufer gelegene Seehotel Forst bekannt.

Walthersee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Süden liegende Walthersee gehört geografisch zwar zur Gemeinde, befindet sich aber am Gewerbegebiet Stegwiesen der benachbarten Stadt Bruchsal. Viele Anwohner ordnen den See daher auch nicht der Gemeinde Forst zu. Er wird unter anderem als privater Bade- und Angelsee verwendet und ist nicht öffentlich zugänglich. Ein nahegelegenes Fitnesscenter bietet über einen eigenen Zugang den Mitgliedern eine Bademöglichkeit in dem See.

Tier- und Vogelpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tier- und Vogelpark bietet seit 1966 ein umfangreiches Angebot unterschiedlicher Tierarten.[7] Neben vielen Vogelarten, darunter auch Flamingos, Kraniche und diversen Eulenarten, bietet der Tierpark auch exotischere Tiere, wie beispielsweise Affen und Lamas. Mehrere großzügige Wildgehege, eine Gaststätte und eine Minigolfanlage ergänzen den Park in nördlicher Richtung. Betrieben wird der Park vom im gleichen Jahr gegründeten Tier- und Vogelpark Forst e.V.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zählen u. a.

  • das barocke Pfarrhaus aus dem Jahre 1751
  • die Kirche aus dem Jahre 1887
  • das Jägerhaus aus dem Jahre 1747
Pfarrkirche St. Barbara Forst

Pfarrkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Barbara Forst steht im Herzen der Gemeinde. Sie löste die alte Pfarrkirche ab, die seit 1749 bis zur Errichtung der neuen Kirche genutzt wurde. Die Grundsteinlegung der heutigen Pfarrkirche war am 22. Oktober 1882, die Fertigstellung und Einweihung erfolgte am 12. Oktober 1887. Bei der Einweihung betrat der damalige Erzbischof Johann Christian Roos mit den Worten „Das ist ja eine Kathedrale!“[8] Das dreischiffige Gebäude im Neurenaissancestil verfügt über einen Kirchturm mit 56 Meter Höhe. Die Kirche verfügte bis zur Renovation 1960 über einen Hochaltar. Damit der Pfarrer die Heilige Messe zur Pfarrgemeinde hin zelebrieren kann wurde der Chorraum am Ende des Mittelschiffes umfunktioniert und mit einem Altar aus Edelrot-Jura-Marmor versehen.

Neben der heiligen Messe und anderen regelmäßigen Gottesdiensten der katholischen Pfarrgemeinde wird die Kirche auch für größere Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde, wie beispielsweise Konfirmationen, verwendet.

Jägerhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jägerhaus, welches westlich des Ortskernes liegt, wurde bereits 1747 als herrschaftliches Oberjägerhaus erbaut. Es umfasste zwei Stockwerke und eine Stallung, die heute als „Jägerscheuer“ bezeichnet wird. Das Gebäude wurde 1895 von einem Zigarrenfabrikanten gekauft und am Ende des Zweiten Weltkriegs an eine Polstermöbelfabrik verkauft. Erst 1983 wurde das Gebäude von der Gemeinde erworben und renoviert.[9] Seither kann es als Räumlichkeit für Veranstaltungen gemietet werden, unter anderem auch für standesamtliche Trauungen, welche dort regelmäßig gehalten werden.

Vor dem Gebäude befindet sich ein Brunnen, der sogenannte „Hasenbrunnen“. Auf ihm sind mehrere Figuren von Hasen, die an den Ortsnecknamen der Gemeinde angelehnt ist, den „Sandhasen“. Einer der Figuren deutet das Rauchen einer Zigarre an, was an die Geschichte des Gebäudes erinnern soll.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldseefest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Waldseefest ging aus dem ehemaligen Straßenfest in Forst hervor, das nun von der Ortsmitte auf die Parkplatzanlage der Waldseehalle verlegt wurde. Dort veranstalten Vereine und ortsansässige Gastwirte jährlich ein dreitägiges Fest.

Oktoberfest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das traditionelle Oktoberfest des FC Germania Forst findet seit 2005 jährlich an einem Septemberwochenende statt. In Partnerschaft mit dem Hofbräuhaus Traunstein werden den Besuchern an vier aufeinanderfolgenden Tagen bayrische Spezialitäten und Musik geboten. Das Fest findet auf der Parkplatzanlage der Waldseehalle statt.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrgemeinde Forst bildet eine Seelsorgeeinheit mit dem Nord-Östlich gelegenen Nachbarort Weiher. Seit 2015 wurde die Seelsorgeeinheit mit der Seelsorgeeinheit Ubstadt, die 3 Ortschaften umfasst, zusammengeschlossen. Neben der Kirche und dem Pfarrhaus gehören zur Pfarrgemeinde andere Bauwerke, wie das Pfarrbüro und das Pfarrzentrum. Außerdem betreibt die Pfarrgemeinde zwei Kindergärten und stellt die Räumlichkeiten für einen Weltladen. Jugendliche können beispielsweise bei den Ministranten mitwirken, welche regelmäßig eine Ferienfreizeit anbieten.

Ferienstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forst liegt an zwei touristischen Straßen:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher Erdölförderung und Kiesabbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 1920er Jahren bis zum Jahre 1960 wurde im Gebiet der Gemeinde Erdöl gefördert. Mit einem Vorkommen unter 100.000 Tonnen war der Abbau allerdings nur begrenzt wirtschaftlich.[10]

Die meisten Seen auf dem Gemeindegebiet sind durch den Abbau von Kies entstanden, z. B. der Heidesee (früher Bühler) und der Waldsee (früher Pfander).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forst liegt an der Bundesautobahn 5. Die Gemeinde ist mit der Buslinie 125 mit Bruchsal und an Schultagen über die Linie 130 mit Ubstadt-Weiher verbunden und gehört dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) an. Eine direkte Zuganbindung an Karlsruhe ist über die in Bruchsal liegende Haltestelle „Stegwiesen“ möglich, sowie in Richtung Germersheim über die ebenfalls in Bruchsal liegende Haltestelle „Am Mantel“.

Etwas nördlich der Bebauung verläuft der Tunnel Forst der Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart. Dieser wurde nur zum Schutz der Gemeinde vor Lärm angelegt und erhielt eine spezielle Ausstattung gegen die Weiterleitung von Erschütterungen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Ronal Group wurde 1969 von Karl Wirth gegründet[11] und hat in der Gemeinde eine ihrer beiden deutschen Niederlassungen. Das Unternehmen Ronal produziert Leichtmetallräder für PKW und Nutzfahrzeuge. Die Tochterfirma SanSwiss GmbH produziert am selben Standort Produkte für den Sanitärbereich, unter anderem Duschkabinen.

Klaiber Markisen, einer der führenden Markisen-Hersteller, hat in der Gemeinde die Hauptniederlassung. Bekannt wurde Klaiber Markisen unter Anderem auch seit 2010 als Hauptsponsor des Karlsruher SC.

Die in Lidingö (Schweden) ansässige Interspiro GmbH, einer der bedeutenden Hersteller von Atemschutzgeräten, produziert in Forst.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Forst erscheint jeden Donnerstag das Mitteilungsblatt, das der Verlag Hörner druckt und vertreibt. Es enthält Mitteilungen der Gemeinde, der Kirchen und der Vereine.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rathaus Forst ist die Gemeindeverwaltung und das Bürgerbüro untergebracht. Es befindet sich im Ortskern der Gemeinde und ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln, als auch mit dem PKW gut erreichbar.

Jugendhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jugendhaus wurde mit Unterstützung der Gemeinde eingerichtet und im Dezember 2008 unter dem namen "forju" (Abkürzung für Forster Jugendhaus) eröffnet. Durch seine Lage am nördlichen Ortsrand der Gemeinde können hier auch Veranstaltungen stattfinden. Das Jugendhaus wurde aus mehreren Wohncontainern zusammengesetzt, welche die Gemeinde zur Verfügung gestellt hat. Eine überdachter Bereich und eine Wiese ermöglichen auch Veranstaltungen und Konzerte im Außenbereich.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Forst bietet viele Möglichkeiten der Bildung und Weiterbildung an.

Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besitzt eine Bücherei mit ca. 30.000 Medieneinheiten[12] auf zwei Stockwerken. Neben Büchern werden auch Zeitschriften, Zeitungen, Spiele, CDs und DVDs verliehen. Die Bücherei bietet auch Platz für regelmäßige Veranstaltungen, Theaterauftritte und Autorenlesungen, darunter auch eine Autorenlesung durch Harald Hurst. Sie befindet sich seit dem 16. Juni 1991 in dem Gebäude einer ehemaligen Bank hinter dem Rathaus in der Ortsmitte von Forst.[13] Zuvor wurde seit 1970 ein Raum in der „Lußhardt-Schule“ verwendet, welcher aber auf Dauer den Anforderungen einer Bücherei nicht gerecht wurde.

Lußhardt-Gemeinschaftsschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem befindet sich in Forst eine Grund- und Hauptschule, die am 1. August 2014 mit der Schule des Nachbarorts Hambrücken zur „Lußhardt-Gemeinschaftsschule“ zusammengeschlossen wurde.[14] Im Schuljahr 2013/2014 besuchten rund 400 Schüler die ehemalige „Lußhardt-Schule“. Das Schulgebäude in Forst verfügt über eine Schulsporthalle und ein Schwimmbad, welche auch von lokalen Ortsvereinen verwendet werden. Das Gebäude wurde außerdem um eine Cafeteria erweitert, um eine Versorgung bei Ganztagesunterricht zu gewährleisten. Auf dem großzügigen Schulgelände befindet sich außerdem eine Sandbahn zum Weitsprung, eine Laufbahn mit 100 Meter Länge und ein kleiner Fußballplatz. Die Schule ist über die rund 350 Meter entfernte Bushaltestelle „Löwen“ mit der Linie 125 erreichbar.

Astrid-Lindgren-Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der „Astrid-Lindgren-Schule“ befindet sich in Forst auch eine Ganztagesschule, welche sich mit dem Förderschwerpunkt Sprache beschäftigt. Sie wird von rund 140 Schülern in 12 Klassen besucht.[15] Die Schule ist über die 200 Meter entfernte Bushaltestelle „Löwen“ erreichbar.

Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Forst befinden sich 4 Kindergärten, die von der Pfarrgemeinde oder der Gemeinde getragen werden.

Im Herzen der Gemeinde befindet sich der Kindergarten Ulrika. Er grenzt an das Pfarrbüro und die Astrid-Lindgren-Schule an. Täger ist die Kath. Pfarrgemeinde St. Barbara Forst. Der Kindergarten umfasst 5 Gruppen,[16] darunter eine Frühgruppe.

Nördlich der Ortsmitte befindet sich der Kindergarten St Franziskus. Das Gebäude umfasst 6 Gruppen, darunter eine Frühgruppe. Täger des Kindergartens ist ebenfalls die Kath. Pfarrgemeinde St. Barbara Forst.

Im Südwesten der Gemeinde befindet sich die Kindertagesstätte Spatzennest. Träger der Kindertagesstätte ist die Gemeinde Forst.

Am südlichen Ortsrand zu Bruchsal befindet sich die Kindertagesstätte Buntstift. Er wurde mit der Erschließung des Wohngebiet Zeilich gebaut und wird von der Gemeinde getragen.

Musik- und Kunstschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur frühen Förderung in den Bereichen Musik und Kunst gibt es in Forst auch eine Musik- und Kunstschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad Dussel: Forster Familien. 2. Auflage. Lahr: Interessengemeinschaft Badischer Ortssippenbücher 1994 (= Badische Ortssippenbücher 70). Bearbeiteter Zeitraum 1700–1900

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Forst (Baden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Rolf Schmitt: Eine Schneise der Verwüstung. Bruchsal.org, 31. März 2013, abgerufen am 23. September 2016.
  3. Gemeinde Forst – Wappen. In: forst-baden.de. Abgerufen am 28. September 2016.
  4. Historie. Abgerufen am 23. September 2016.
  5. Liegewiesen. In: heidesee-forst.de. Abgerufen am 27. September 2016.
  6. Beach Party – Radio Regenbogen. In: Nena.de. Abgerufen am 25. Oktober 2016.
  7. Chronik. In: tier-und-vogelpark-forst-ev.de. Abgerufen am 23. September 2016.
  8. Pfarrkirche St. Barbara Forst. In: kath-forst-weiher.de. Abgerufen am 30. September 2016.
  9. Gemeinde Forst – Jägerhaus. In: forst-baden.de. Abgerufen am 28. September 2016.
  10. Erkundungsbohrung „Hofwiese 1“. In: Erdöl und Erdgas in Deutschland. 31. Juli 2016, abgerufen am 27. September 2016.
  11. Norbert Oberschmidt: Das Rad – Eine bewegte Geschichte. ifu – verlag regionalkultur, ISBN 978-3-89735-869-0.
  12. Bücher. Gemeindebücherei Forst, abgerufen am 23. September 2016.
  13. Geschichte – Gemeindebücherei Forst. In: gemeindebuecherei-forst.de. Abgerufen am 28. September 2016.
  14. Gemeinschaftsschule aktuell. Lußhardtschule, abgerufen am 23. Oktober 2014.
  15. Astrid-Lindgren-Schule: Schule. In: astrid-lindgren-schule-forst.ka.schule-bw.de. Abgerufen am 23. September 2016.
  16. Kindergarten St.Ulrika Forst: Team/Gruppen. In: kigaulrika.de. Abgerufen am 28. September 2016.