Forstern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Forstern (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Forstern
Forstern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Forstern hervorgehoben
Koordinaten: 48° 11′ N, 11° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 520 m ü. NHN
Fläche: 15,37 km²
Einwohner: 3592 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 234 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85659
Vorwahl: 08124
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 119
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Forstern
Hauptstr. 15
85659 Forstern
Webpräsenz: www.gmd-forstern.de
Bürgermeister: Georg Els (Alte Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Forstern im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild
Kirche zu Forstern in Oberbayern

Forstern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaftlich gesehen liegt das westliche Gemeindegebiet in der auslaufenden flachen Münchner Schotterebene, die bis zur Ortschaft Forstern heranreicht, im Osten geht das Gemeindegebiet dagegen in ein landschaftlich ansprechendes, bewaldetes und welliges Hügelland über. Forstern liegt etwa 32 km östlich der Landeshauptstadt München, 15 km südlich der Kreisstadt Erding, 20 km südwestlich von Dorfen und 13 km nördlich von Ebersberg. Zum Flughafen München sind es 28 km.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erratischer Block Forstern (Geotop-Nummer 177R002)

Geschichte und Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Forstern

Der Ortsname Forestarin, der sich im Laufe der Zeit über manche Varianten wie Vorstarn, Vorstern, Vorstärn zum heutigen Forstern gewandelt hat, taucht zum ersten Mal im Jahr 1065 im Ebersberger Cartular (Kopialbuch) auf.

Forstern gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Seitdem umfasst die Gemeinde Forstern folgende Ortsteile: Forstern, Amplötz, Bocköd, Brand, Hartbrunn, Hub, Karlsdorf, Kipfing, Kreiling, Neuharting, Oberstaudham, Preisendorf, Pullach, Siggenberg, Straßham, Tading, Unterstaudham, Wetting. Die Kirchengemeinde Forstern umfasst zusätzlich noch Reithofen und Harthofen; der Ortsteil Preisendorf gehört zur Kirchengemeinde Hohenlinden.

Im Jahre 1894 wurde der Ort von einem schweren Wirbelsturm getroffen.

Am 22. Mai 1962 kam es im Ortsteil Amplötz zu einem Flugzeugabsturz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  Jahr   Einwohner
  1970       1591
  1987       2063
  2000       2652
  2005       3096
  2013       3415
  2014       3491

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Forstern

Das Wappen der Gemeinde Forstern wurde am 18. Mai 1953 festgelegt: „In Gold ein grüner Pfahl, beiderseits eine bewurzelte grüne Tanne, der Pfahl belegt mit einem wachsenden goldenen Abtstab, der im Fuß mit einem silbernen Zahnrad überlegt ist.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge in den Farben Grün-Gelb.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Georg Els (Alte Wählergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1,626 Mio. €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 464.000 €.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1934 bis 1992 war der Traktoren- und Landmaschinenhersteller Eicher das wichtigste Unternehmen in Forstern. Von 1967 bis 1973 wurden bei Eicher auch Lastwagen in Lohnfertigung für Magirus-Deutz hergestellt.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 267 und im Bereich Handel und Verkehr 24 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 78 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 956. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 53 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1051 ha, davon waren 768 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 111 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 15 Lehrern und 258 Schülern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Forstern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).