Forstern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Forstern
Forstern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Forstern hervorgehoben
Koordinaten: 48° 11′ N, 11° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 520 m ü. NHN
Fläche: 15,37 km2
Einwohner: 3709 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 241 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85659
Vorwahl: 08124
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 119
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 15
85659 Forstern
Webpräsenz: www.gmd-forstern.de
Bürgermeister: Georg Els (Alte Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Forstern im Landkreis Erding
OberdingEittingBerglernLangenpreisingMoosinningErdingBockhorn (Oberbayern)Taufkirchen (Vils)DorfenSankt Wolfgang (Oberbayern)LengdorfWartenberg (Oberbayern)Kirchberg (Oberbayern)HohenpoldingSteinkirchen (Oberbayern)Inning am HolzFraunbergIsenFinsingWalpertskirchenForsternNeuchingOttenhofenPastettenBuch am BuchrainWörth (Landkreis Erding)Landkreis Mühldorf am InnLandkreis EbersbergMünchenLandkreis MünchenLandkreis LandshutLandkreis FreisingKarte
Über dieses Bild
Kirche zu Forstern in Oberbayern

Forstern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaftlich gesehen liegt das westliche Gemeindegebiet in der auslaufenden flachen Münchner Schotterebene, die bis zur Ortschaft Forstern heranreicht, im Osten geht das Gemeindegebiet dagegen in ein landschaftlich ansprechendes, bewaldetes und welliges Hügelland über. Forstern liegt etwa 32 km östlich der Landeshauptstadt München, 15 km südlich der Kreisstadt Erding, 20 km südwestlich von Dorfen und 13 km nördlich von Ebersberg. Zum Flughafen München sind es 28 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Forstern umfasst folgende Ortsteile: Forstern, Amplötz, Bocköd, Brand, Hartbrunn, Hub, Karlsdorf, Kipfing, Kreiling, Neuharting, Oberstaudham, Preisendorf, Pullach, Siggenberg, Straßham, Tading, Unterstaudham, Wetting.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname „Forestarin“, der sich im Laufe der Zeit über manche Varianten wie Vorstarn, Vorstern, Vorstärn zum heutigen Forstern gewandelt hat, taucht zum ersten Mal im Jahr 1065 im Ebersberger Cartular (Kopialbuch) auf. Dem 1595 in ein Jesuitenkolleg umgewandelten Kloster unterstanden im 17. Jahrhundert zwei Drittel aller Anwesen in Forstern. Forstern gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern.

Die Kirchengemeinde Forstern umfasst neben den Ortsteilen der Gemeinde noch Reithofen und Harthofen; der Ortsteil Preisendorf gehört zur Kirchengemeinde Hohenlinden.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im Jahre 1894 wurde der Ort von einem schweren Wirbelsturm getroffen. Am 22. Mai 1962 kam es im Ortsteil Amplötz zu einem Flugzeugabsturz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[3]:

Stand Einwohner
1960 1392
1970 1637
1980 1878
1990 2146
1995 2328
2000 2748
Stand Einwohner
2005 3100
2006 3184
2007 3168
2008 3242
2009 3261
2010 3254
Stand Einwohner
2011 3213
2012 3345
2013 3415
2014 3491
2015 3592
2016 3662

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 1911 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 113,68 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 12,81 (11,80) Prozent zu.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Georg Els (Alte Wählergemeinschaft).

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Forstern

Das Wappen der Gemeinde Forstern wurde am 18. Mai 1953 festgelegt: „In Gold ein grüner Pfahl, beiderseits eine bewurzelte grüne Tanne, der Pfahl belegt mit einem wachsenden goldenen Abtstab, der im Fuß mit einem silbernen Zahnrad überlegt ist.“ Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge in den Farben Grün-Gelb.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen im Jahr 2016 betrugen 4.135.000 Euro, davon waren 984.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto) und 2.453.000 Euro Einkommensteuerbeteiligung.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie, Handel und Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der amtlichen Statistik gab es 2016 insgesamt 584 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Davon waren 322 Personen im produzierenden Gewerbe, 124 im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, 102 in der öffentlichen und privaten Dienstleistung, 26 bei Unternehmensdienstleistern und 10 in Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Von den Einwohnern der Gemeinde standen 1632 in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit überwog die Zahl der Auspendler die der Einpendler um 1048. Arbeitslos waren im Jahresdurchschnitt 38 Personen.

Von 1934 bis 1992 war der Traktoren- und Landmaschinenhersteller Eicher das wichtigste Unternehmen in Forstern. Von 1967 bis 1973 wurden bei Eicher auch Lastwagen in Lohnfertigung für Magirus-Deutz hergestellt.

Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 betrug die landwirtschaftlich genutzte Fläche 998 ha; davon waren 785 ha Ackerfläche. 220 ha des Gemeindegebietes sind Wald, 185 ha des Gemeindegebietes sind Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Bestanden im Jahr 1999 noch 53 landwirtschaftliche Betriebe, ging deren Zahl bis 2010 auf 35 zurück.

Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft[4]
Betriebsgröße in ha Anzahl der Betriebe
1999 2010
unter 5 8 1
5 bis unter 10 13 9
10 bis unter 20 11 7
20 bis unter 50 16 12
50 oder mehr 5 6
Gesamt 53 35

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtungen: 5 mit 224 Plätzen und 200 aufgenommenen Kindern, davon 35 unter drei Jahren
  • Volksschulen: zwei mit 20 Lehrern und 279 Schülern

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erratischer Block Forstern (Geotop-Nummer 177R002)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Forstern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Forstern in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. Dezember 2017
  3. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 6. September 2016.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2017 – Gemeinde Forstern 09 177 119 - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. PDF, online auf www.statistik.bayern.de, abgerufen am 15. April 2018.