Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft

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Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) ist eine überparteiliche und unabhängige Denkfabrik zur Förderung und Weiterentwicklung von Umweltsteuern, des Abbaus von umweltschädlichen Subventionen und des Emissionsrechtehandels. Langfristiges Ziel ist eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft, in der mit Ernst Ulrich von Weizsäcker gesprochen, „Preise nicht nur die ökonomische, sondern auch die ökologische Wahrheit sagen“. Der 1994 unter dem Namen „Förderverein Ökologische Steuerreform“ gegründete eingetragene Verein wird von 300 Mitgliedern unterstützt und hat seinen Sitz in Berlin.[1] Am 1. Juni 2008 wurde im Rahmen einer Mitgliederversammlung eine Namensänderung beschlossen, um „den Vereinszweck und seine Ziele deutlicher im Vereinsnamen abzubilden“.[2] Zum 1. Januar 2013 wurde eine Fusion mit dem Ökosozialen Forum Deutschland vollzogen.[3]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das FÖS versteht sich als Sammelbewegung unabhängiger Vordenker und ist gegenüber Entscheidungsträgern und Multiplikatoren Anstoßgeber wie Konsensstifter in der Debatte um eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft. Das FÖS setzt sich dafür ein, die soziale Marktwirtschaft zu einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft weiter zu entwickeln. Die Marktwirtschaft hat sich nach Auffassung des FÖS bisher als effizienteste Wirtschaftsform erwiesen. Um dem Menschen optimal zu dienen und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, muss sie jedoch einen starken staatlichen Rahmen mit entsprechenden ökologischen und sozialen Leitplanken bekommen. Das FÖS unterstützt Bestrebungen, neben verlässlichen sozialen Sicherheitssystemen auch den Einsatz marktwirtschaftlicher Instrumente in der Umweltpolitik zu stärken.

Es entwickelt Vorschläge und Gutachten zur ökologischen Ausrichtung des deutschen Steuer- und Finanzsystems und marktwirtschaftlicher Steuerungsinstrumente für eine ökologische und ökonomische Nutzung von Energieträgern. Er fördert dabei Wissenschaft und Forschung auf dem Energiesektor.

Das FÖS versucht seine Vorstellungen auch weltweit zu verbreiten und mit den Ideen anderer Länder abzustimmen. Das in diesem Zusammenhang vom FÖS entwickelte Projekt "Green Budget Europe" versucht die verschiedenen nationalen Ansätze in Europa zu bündeln.

Forderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeit des FÖS wird durch einen zehnköpfigen ehrenamtlichen Vorstand geleitet.

Beirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit März 1999 unterstützt ein Beirat mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Ziele der Organisation. Mitglieder des Beirats sind u.a. Hans Christoph Binswanger, Felix Ekardt, Maximilian Gege, Sven Giegold, Josef Göppel, Hartmut Graßl, Ulrich Kelber, Rüdiger Kruse, Wolfgang Methling, Bernd Meyer, Lisa Paus, Franz Josef Radermacher, Carsten Schneider, Max Schön, Stephan Schulmeister, Ulrich Thielemann, Ernst Ulrich von Weizsäcker und Angelika Zahrnt.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das FÖS ist Mitglied des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland und des Tax Justice Networks[7].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FÖS-Webseite: Über uns
  2. FÖS verleiht Adam-Smith-Preis an Barbara Hendricks und Reinhard Loske und wird zum Forum Ökologische-Soziale Marktwirtschaft (PDF; 41 kB)
  3. 16. März 2013: Erste gemeinsame Mitgliederversammlung nach der Fusion von FÖS und ÖSF
  4. FÖS-Studie im Auftrag von greenpeace-energy und Bundesverband Windenergie: Was Strom wirklich kostet(Kurzfassung), 27. August 2012. (PDF; 434 kB)
  5. Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) / Green Budget Germany: Sozial ausgestaltete Ökologische Finanzreform, Eckpunktepapier, 7. November 2008. ((PDF; 197 kB))
  6. FÖS: Steigende Belastung der Stromverbraucher durch Industrieprivilegien, 17. Oktober 2012 (PDF; 259 kB)
  7. Tax Justice Network Deutschland, Blog, Liste der Mitglieder rechts am Rand