Fränzi Madörin

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Fränzi Madörin mit Chris Hunter während der Show «Let's sing Arbeiterin*» von Les Reines Prochaines und Freundinnen*, 2019

Fränzi Madörin (* 4. Oktober 1963 in Basel) ist Schweizer Musikerin und arbeitet als Künstlerin mit Performance, Installation, Audio und Video. Ihre musikalischen Darbietungen bestehen aus Songs und improvisierten Erzählungen die aus der Situation heraus und im Dialog mit dem Publikum entstehen. Ausstattung, Kostüme und Körperprothesen sind wichtige Elemente ihrer Solo-Auftritte, in den gemeinsamen Auftritten mit der Frauenmusikperformancegruppe Les Reines Prochaines und in den performativen Videos mit Muda Mathis, Sus Zwick.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fränzi Madörin wuchs in Muttenz auf. Schon vor ihrer Ausbildung 1985 bis 1988 als Damenschneiderin entwarf sie Kostüme und Ausstattungen für das Theater und sammelte Erfahrungen mit dem Medium Radio. Seit 1988 ist sie Teil der Frauenmusikperformancegruppe Les Reines Prochaines (1987) und der Atelier- und Produktionsgemeinschaft VIA Basel (AudioVideoKunst, 1988). Mit audiovisuellen Produktionen, Band, Performance und Installation ist sie in Basel und international aktiv. Sie lebt und arbeitet in Basel

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Madörin arbeitet vor allem als Live-Performerin und Moderatorin, im Ausstellungsformat mit Audioinstallationen, Audiowalks und Videopräsentationen.

1987 gründeten Muda Mathis, Teresa Alonso und Regina Florida Schmid die Performancemusikgruppe Les Reines des Couteaux, ab 1988 Les Reines Prochaines, die mit wechselnder Besetzung – Fränzi Madörin, Pipilotti Rist, Gabi Streiff, Sus Zwick, Sibylle Hauert, Michèle Fuchs und Barbara Naegelin – auftritt. Als Band aus Basel formierten sie sich während der Jugend- und Frauenbewegung der 1980er mit der Intention traditionelle Kunst- und Geschlechtergrenzen zu hinterfragen und spielen bis heute vor internationalem Publikum Dada, Fluxus und Punk.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019: Schweizer Performance Preis / Publikumspreis[1]: Manifesto Reflex Collective, mit Monika Dillier, Iris Ganz, Sibylle Hauert, Lysann König, Fränzi Madörin, Muda Mathis, Dorothea Mildenberger, Sarah Elena Müller, Barbara Naegelin, Chris Regn, Andrea Saemann, Dorothea Schürch, Sus Zwick.
  • Schweizer Musikpreis[2], Les Reines Prochaines, Michèle Fuchs/ Fränzi Madörin/ Muda Mathis/ Sus Zwick
  • 1996: Videopreis VIPER Lucerne für das Video Babette von Fränzi Madörin, Muda Mathis, Sus Zwick

Performance / Projekte / Bühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunst am Bau und Projekte im öffentlichen Raum (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Der Elefant ist da, Zehn imaginäre Skulpturen für den Helvetiaplatz Bern, ein Hörspaziergang von Muda Mathis, Sus Zwick und Fränzi Madörin
  • 2008: The road to nieu Bethesda, ein Kooperationsprojekt organisiert von Monika Dillier und Andrea Saemann mit südafrikanischen und Schweizer Künstlerinnen.
  • 2007: Purity and Danger, Aktion, Münsterplatz, Museum der Kulturen, Basel, mit Künstlerinnengruppe Tischgespräche
  • 2003: Audiotunnel, Audioinstallationen, Muda Mathis, Sus Zwick, Fränzi Madörin, Museum für Kommunikation, Bern
  • 2001: Nie gesehene Perlen, Fernsehsendung, Muda Mathis, Sus Zwick, Fränzi Madörin, u. a. Wanderlust, Point de Vue und Viper, Basel DV, 57‘
  • 2001: Glückliches Radio: Radio Felix, Hörstück in Folgen, Muda Mathis, Sus Zwick, Fränzi Madörin, Hipp Mathis u. a., Felix Platter Spital, Basel, Kunstkredit, Basel

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: The golden Landscape of Feminism – making of, mit Muda Mathis und Sus Zwick
  • 2008: Im Warenhaus, 2 Kanal Beamarbeit 7’ DV Ton
  • 2006: Kiev Connection, Video DV 45', mit Muda Mathis und Sus Zwick mit Les Reines Prochaines
  • 2004: Das ideale Atelier Video DV, 16' mit Muda Mathis und Sus Zwick
  • 2002: Les Reines Prochaines im Thurgau, 5 Clips, DV, 10‘, Les Reines Prochaines
  • 2002 Fernsehsendung, mit Muda Mathis und Sus Zwick, u. a. Wanderlust, Point de Vue und Viper, Basel DV, 57‘
  • 1996: Babette, Video U-Matic, 15', engl./dt. U.-Titel Fränzi Madörin, Muda Mathis, Sus Zwick mit Babette Zaugg
  • 1993: Die lustigen Weiber von Windsor, U-Matic Low, 2’20’’ Muda Mathis und Fränzi Madörin,
  • 1992: Mehr noch als schlafen und arbeiten, Sus Zwick, Fränzi Madörin, U-Matic Low, 25’
  • 1992: Anderes Leben – anderes lernen, Sus Zwick, Fränzi Madörin, U-Matic Low, 10’
  • 1989: Die Tempodrosslerin saust, in Zusammenarbeit mit Pipilotti Rist und Les Reines Prochaines

Kompositionen / Audio Editionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Vereinsglück, Video 3’ anlässlich von Zuckerbrot und Peitsche, Event von Tischgespräche im Projektraum M54 Basel
  • 2004: Hoi Maja, Filmmusik, mit Michèle Fuchs, Hipp Mathis, Les Reines Prochaines
  • 2002: Utes Ende, mit Les Reines Prochaines, Filmmusik für Nathalie Percillier und Lilly Besilly
  • 1999: Hartes Brot, Filmmusik, Les Reines Prochaines mit Sibylle Hauert
  • 1997: Sissy, mit Sus Zwick, Musik zur Choreografie von Roger Merguin
  • 1995: Hotel Vitus, Musik zur Choreografie Hotel Vitus von Roger Merguin
  • 1994: Fieberklee, Musik zur Choreografie Fieberklee von Roger Merguin
  • 2005: Starke Kränze, CD Single
  • 2003: Protest und Vasen, CD
  • 2000: Glückliches Radio, CD, Hörstück in Folgen, mit Muda Mathis, Sus Zwick u. a.
  • 1999: Alberta, CD
  • 1999: Le coeur en beurre, doublegras, CD
  • 1994: Dumme Siech, CD Single
  • 1993: Lob Ehre Ruhm Dank, LP
  • 1993: Schweiss und Tränen, CD Single

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Performancepreis Schweiz. Abgerufen am 28. September 2019 (deutsch).
  2. Gewinner :: Schweizer Musikpreis. Abgerufen am 5. September 2019.
  3. Dominique Spirgi: Hinreissende Audienz bei den unverwüstlichen Königinnen. In: Stadtschreiber. 24. Januar 2019, abgerufen am 3. März 2019 (deutsch).
  4. Les Reines Prochaines auf der Höhe ihrer Kunst. Abgerufen am 3. März 2019 (Schweizer Hochdeutsch).
  5. Sus Zwick: Let's Sing Arbeiterin*. 2. Februar 2019, abgerufen am 3. März 2019.
  6. Kristin Schmidt, Kristin Schmidt: Gottlieben wird tschechisch. Abgerufen am 3. März 2019.