Frédéric Chaslin

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Frédéric Chaslin

Frédéric Chaslin (* 1963 in Paris) ist ein französischer Komponist, Dirigent und Pianist. Er war von Oktober 2010 bis September 2013 Chefdirigent der Santa Fe Opera (USA) und seit September 2011 Musikdirektor des Jerusalem Symphony Orchestra.

Chaslin erhielt seine Ausbildung am Conservatoire de Paris sowie am Salzburger Mozarteum. 1989 begann er seine Karriere als Assistent von Daniel Barenboim in Paris von 1987 bis 1989, und bei den Bayreuther Festspielen. 1991 wurde er Assistent von Pierre Boulez beim Ensemble intercontemporainvon 1989 bis 1991. Sein internationales Debüt als Dirigent gab Chaslin 1991 beim Festspiel Wien Modern, als Boulez kurzfristig absagen sollte, und später 1993 bei den Bregenzer Festspielen. Er war drei Jahre lang Musikdirektor der Opéra de Rouen. Von 1999 bis 2002 war er Chefdirigent des Jerusalem Symphony Orchestra, und von 2004 bis 2006 Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Mannheims. 2002 debütierte er an der New Yorker Metropolitan Opera. Gastauftritte führten ihn unter anderem nach Berlin, München, Leipzig, Madrid, Barcelona, Rom, Venedig, Paris, London, Los Angeles und Tokio. Als Pianist spielte Chaslin zahlreiche Konzerte un Liederabende, u.a. das 5. Klavierkonzert von Beethoven in der Wiener Staatsoper im Oktober 2001.

An der Wiener Staatsoper debütierte er 1997. Dort leitete er in der Folge viele Aufführungen vor allem des italienischen Repertoires, etwa Il barbiere di Siviglia, La Bohème, L’elisir d’amore, Guillaume Tell, Lucia di Lammermoor, Macbeth, Tosca, La traviata, I puritani, Roberto Devereux, Stiffelio und Mefistofele sowie Les Contes d’Hoffmann und La Juive.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frederic Chaslin komponierte drei Opern, darunter Wuthering Heights nach Emily Brontës Roman zu einem Libretto von P. H. Fisher. Er schrieb auch zahlreiche Lieder und Orchesterstücke.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf der Suche nach dem neuen Klang. Zeitgenössische Musik seit Johann Sebastian Bach. Aus dem Französischen übersetzt von Ulrike Kolb. (Originaltitel: La musique dans tous les sens). Böhlau, Wien u. a. 2011, ISBN 978-3-205-78614-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]