Frühreife

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Frühreif wird eine Person genannt, die ein wesentliches Entwicklungsstadium, bedingt durch besondere Unterstützung bei der Entwicklung von Fähigkeiten oder anlagebedingt, besonders rasch durchläuft bzw. durchlaufen hat.

Einerseits kann sich das in Form besonderer Begabung auswirken, etwa bei „Wunderkindern“ in den Bereichen Musik und Kunst, Mathematik oder Sprachbegabung, andererseits als Auffälligkeit im Sozialverhalten – z. B. bei sexueller Frühreife oder einer abgeklärt wirkenden, den Erwachsenen nachgebildeten altklugen Sprechweise und Ähnlichem.

In der Kunst gibt es vereinzelt Sonderpreise für ungewöhnlich früh entwickelte Talente, beispielsweise beim Kabarett-Wettbewerb des Prix Pantheon die Kategorien „Frühreif und Verdorben“.

Die krankhafte Frühreife der äußeren Geschlechtsmerkmale (Pubertas praecox) beruht auf organischen Ursachen, etwa Störungen im Hormonhaushalt.

In der Natur gibt es frühreife Phänomene etwa bei der Fruchtbildung (z. B. von Bäumen, wenn sich die Umweltbedingungen verschlechtern und der Baum verfrühte Samen bildet) oder bei speziellen Kreuzungen, die auch bei manchen Züchtungen herbeigeführt werden – z. B. bei besonderen Geschmacksbildungen von Weinreben oder bei der Zucht von Haustieren.

Als frühreifend wird hingegen der natürliche Vorgang insbesondere in der Botanik bezeichnet, der etwa bei Frühkirschen oder einigen anderen Nutzhölzern bekannt ist, bei früh im Jahr reifenden Himbeeren oder bei manchen Tierarten, wenn sich die Zirbeldrüse ungewöhnlich schnell entwickelt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]