François-Emmanuel Fodéré

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François-Emmanuel Fodéré (* 8. Januar 1764 in Saint-Jean-de-Maurienne; † 4. Februar 1835 in Straßburg) war ein französischer Arzt und Gerichtsmediziner.

Fodéré studierte in Turin Medizin und promovierte 1787. Bevor er 1814 die Professur in Gerichtsmedizin in Straßburg erhielt, lehrte er in Nizza Physik, Chemie und Philosophie.[1]

Konfrontiert mit den Auswirkungen der Industrialisierung, wurde Fodéré zum Kritiker der „mechanischen Gewerke und Manufakturen, die nicht nur für die unmittelbar Beschäftigten, sondern auch für die Anwohner gesundheitsschädlich sind“.[2]

Werke
  • Essai sur le goitre et le cretinage (Turin, 1792) - Beschreibung der Skelettveränderungen beim Kretinusmus, für die Fodéré ursächlich jodarme Luft verantwortlich sah
  • Les lois eclairees par les scientes physiques, ou Traite de medicine legale et d'hygiene publique (Paris, 1798; Bourges, 1812; Paris, 1815) – durch dieses Werk gilt Fodéré als Begründer der Gerichtsmedizin

Quellen[Bearbeiten]

  1. Werner E., e. a.: Enzyklopädie Medizingeschichte, S. 407, Walter de Gruyter, 2004, ISBN 3110157144
  2. Jarrige, F: Der 200. Jahrestag der Ludditen, In: Archipel 199 (12/2011), Basel