François-Etienne Kellermann

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Kavalleriegeneral François-Etienne Kellermann. Zum Marschall von Frankreich François-Étienne-Christophe Kellermann siehe François-Christophe Kellermann.
François-Etienne Kellermann
François-Etienne Kellermann wird in der Schlacht bei Quatre-Bras nach Verlust seines Pferdes von zwei Kürassieren in Sicherheit gebracht.

François-Etienne Kellermann (* 4. August 1770 in Metz; † 2. Juni 1835 in Paris), Pair von Frankreich, war ein französischer Kavalleriegeneral, der mit einer Kavallerieattacke entscheidenden Anteil an Napoleons Sieg bei Marengo hatte. 1808 erhielt er wie zuvor sein Vater den Titel Herzog von Valmy.

Leben[Bearbeiten]

François-Etienne Kellermann, Sohn von François-Christophe Kellermann, des späteren Marschalls von Frankreich, nahm unter seinem Vater an den ersten Feldzügen des Ersten Koalitionskrieges teil und war 1796 Generaladjutant in der Armee Bonapartes, wo er sich beim Überschreiten des Tagliamento durch seinen entschlossenen Angriff auf die österreichische Kavallerie auszeichnete.

Als Brigadegeneral (fr:Géneral de brigade) entschied er 1800 die Schlacht bei Marengo, indem er mit seiner schweren Kavalleriebrigade der auf der Straße von Alessandria vorrückenden österreichischen Grenadierkolonne plötzlich in die Flanke fiel, so dass diese gesprengt wurde; er wurde hierfür zum Generalmajor (fr:Général de division) befördert.

Danach kämpfte er in der Schlacht bei Austerlitz und in Spanien. 1813 wurde er nach Sachsen beordert und nahm an der Schlacht bei Bautzen teil. In der Völkerschlacht bei Leipzig kommandierte er das IV. Kavalleriekorps.

Ludwig XVIII. ernannte ihn 1814 zum Generalinspekteur der in Lunéville und Nancy stationierten Kavallerie.

Bei Napoleons Rückkehr von Elba wurde Kellermann Pair von Frankreich, kämpfte bei Ligny und Belle-Alliance (Waterloo), verlor aber nach der zweiten Restauration die Pairswürde und wurde zur Disposition gestellt.

Nach Karls X. Thronbesteigung als Pair rehabilitiert, stimmte er nach der Julirevolution, die er mit Enthusiasmus begrüßte, im Prozess der gestürzten Minister für deren Tod. Kellermann starb am 2. Juni 1835. Sein Sohn war der Diplomat François-Christophe-Edouard Kellermann.

Ehrungen[Bearbeiten]

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 21. Spalte (KELLERMANN, F) eingetragen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean Baptiste Pierre Jullien de Courcelles, Histoire généalogique et héraldique des pairs de France, Band 7, S.166f
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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