François Hanriot

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François Hanriot

François Hanriot (auch Henriot; * 3. September 1759 in Nanterre; † 28. Juli 1794 in Paris) war ein französischer Revolutionär.

Hanriot war eine Zeit lang Diener eines Rechtsanwalts (Advokaten), bis er wegen Diebstahl entlassen wurde. Anschließend arbeitete er als Steuerbeamter. Im Juli 1789 wurde er auch dort entlassen und kam wegen eines neuerlichen Diebstahls ins Gefängnis. 1792 wurde er freigelassen.

Bei den Septembermorden während der Französischen Revolution trat er als Anführer von Horden in den Gefängnissen auf. Am 31. Mai 1793 erschien er an der Spitze einer Abordnung der Nationalgarde im Konvent, um der Sache der Girondisten entgegenzutreten. Er wurde dann zum provisorischen Kommandanten der Nationalgarde ernannt. In dieser Eigenschaft schloss er sich am 2. Juni dem Konvent mit seinen Leuten an, während Marat und Robespierre die Opfer des girondistischen Staatsstreichs verzeichnen ließen.

Nach der Verhaftung der Girondisten erhielt er endgültig den Oberbefehl über die Nationalgarde und stand seitdem Robespierre immer zur Verfügung. Nach dessen Verhaftung musste Hanriot schließlich auch dessen Schicksal teilen, nachdem er ihn am 9. Thermidor (27. Juli 1794) vergebens zu retten versucht hatte.

François Hanriot starb am 28. Juli 1794 auf dem Schafott.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]