Françoise Arnoul

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Francoise Arnoul in Jerusalem 1958

Françoise Arnoul (* 3. Juni 1931 in Constantine, Algerien; eigentlich Francoise Annette Marie Mathilde Gautsch[1]) ist eine französische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Françoise Arnoul ist die Tochter des Generals Charles Gautsch und einer Schauspielerin. Sie hat zwei Brüder. 1945 zog die Familie nach Paris, während der Vater seinen Dienst weiter in Marokko versah.

Sie gehörte zu den Stars des französischen Nachkriegsfilms in, für diese Zeit, typischen frivolen Rollen. Als Charakterdarstellerin ist sie aber bis heute vornehmlich im französischen Fernsehen vertreten.

Arnoul gilt weltweit als die erste Filmschauspielerin von Rang, die in einem Unterwasserfilm mitgewirkt hat. Sie spielte in dem Film „L'Épave“ von Willy Rozier in 1949 die weibliche Hauptrolle.

Dem deutschen Publikum wurde sie bekannt in der Simenon-Verfilmung Verbotene Frucht (1952, Originaltitel: Le Fruit défendu) unter Henri Verneuil mit Fernandel, French Can Can (1954, French Cancan) unter Jean Renoir mit Jean Gabin oder in den beiden Spionage- bzw. Widerstandsfilmen La Chatte und La Chatte sort ses griffes (Die Katze und Die Katze zeigt die Krallen) (1958 und 1960) Regisseur Henri Decoin. Mit deutschsprachigen Schauspielern wie Bernhard Wicki, Kurt Meisel und Horst Frank.

Anlässlich der Dreharbeiten zu French Can Can lernte sie den Publizisten Georges Cravenne kennen. 1956 heirateten sie,[1] 1960 wurde die Ehe geschieden. 1964 begegnete sie dem Regisseur Bernard Paul, mit dem sie bis zu seinem Tode 1980 zusammenlebte.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1949: Perrucha, die Tochter der Nacht (L’Épave)
  • 1950: Ja, in Mexiko (Nous irons à Paris)
  • 1950: Dein Weg ist Dir bestimmt (Quai de Grenelle)
  • 1951: Wir brauchen einen Mann (Le Désir et l’Amour)
  • 1951: Die Schönheitskönigin von Paris (La Plus belle fille du monde)
  • 1952: Verbotene Frucht (Le Fruit défendu)
  • 1953: Die Liebenden von Toledo (Les Amants de Tolède)
  • 1953: Die Mädchen der Rue D'Amour (Les Compagnes de la nuit)
  • 1953: Im Schlafsaal der großen Mädchen (Dortoir des grandes)
  • 1953: Kinder unserer Zeit (I vinti)
  • 1953: Gefährtinnen der Nacht (Les Compagnes de la nuit)
  • 1954: Zur Liebe verdammt (La Rage au corps)
  • 1954: Du mußt mich vergessen (Delirio)
  • 1954: Dürfen Frauen so sein? (Secrets d’alcôve)
  • 1954: Der Hammel mit den 5 Beinen (Le Mouton à cinq pattes)
  • 1954: French Can Can
  • 1955: Nächte in Lissabon (Les Amants du Tage)
  • 1955: Napoleon (Napoléon)
  • 1956: Zum Glück gibt es ihn doch (Le Pays, d’où je viens)
  • 1956: Der Weg ins Verderben (Des gens sans importance)
  • 1956: Paris, Palace Hôtel
  • 1957: Thérèse Étienne
  • 1957: Spuren in die Vergangenheit (Sait-on jamais...)
  • 1958: Weiße Fracht aus Paris (Cargaison blanche)
  • 1958: Die Katze (La Chatte)
  • 1959: Ich begehre Dich (Asphalte)
  • 1959: Das Weib und der Verdammte (La Bête à l’affût)
  • 1959: Die Schüler (Le Chemin des écoliers)
  • 1960: Die Katze zeigt die Krallen (La Chatte sort ses griffes)
  • 1960: Die Spur führt nach Caracas (Le Bal des espions)
  • 1961: Reigen der Liebe (La Morte saison des amours)
  • 1962: Pariserinnen (Les Parisiennes)
  • 1962: Der Teufel und die zehn Gebote (Le Diable et les Dix commandements)
  • 1963: Ferien in Portugal (Les Vacances portugaises)
  • 1964: Frank Patton ruft Küstenwache 5-8-3 (À couteaux tirés)
  • 1964: Schräger Charme und tolle Chancen (La Chance et l’Amour)
  • 1964: Lucky Jo
  • 1965: Mord im Fahrpreis inbegriffen (Compartiment tueurs)
  • 1966: Der Kongreß amüsiert sich
  • 1977: Violette und François (Violette & François)
  • 1992: Les Années campagne
  • 1996: Temps de chien
  • 1997: Am Morgen danach (Post coïtum animal triste)
  • 2000: Merci pour le geste
  • 2011: Beau rivage

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972: Van der Valk und das Mädchen
  • 1975: Lockruf des Goldes (Fernsehminiserie)
  • 1988: Die Junggesellin (La Garçonne)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Françoise Arnoul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eintrag im British Film Institute