Françoise Dorléac

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Françoise Dorléac (* 21. März 1942 in Paris; † 26. Juni 1967 in Villeneuve-Loubet, Département Alpes-Maritimes) war eine französische Schauspielerin und die ältere Schwester von Catherine Deneuve. Sie drehte in ihrer kurzen Filmkarriere insgesamt 16 Filme (Krimis, Abenteuerfilme, aber auch Komödien) und avancierte zu einer der beliebtesten jungen Schauspielerinnen des französischen Films. Sie animierte ihre anderthalb Jahre jüngere Schwester, ebenfalls zum Film zu gehen. Diese nahm später den Namen ihres Vaters Maurice Dorléac an, um nicht mit ihrer Schwester verwechselt zu werden.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorléac studierte klassischen Tanz, nahm später Schauspielunterricht bei René Girard und arbeitete am Pariser Theater, wo sie schon bald als Gigi einen Bühnenhit feiern konnte. Mit dem Kurzfilm Mensonges debütierte sie 1957 im Kino und in Sie hassen und sie lieben (Les loups dans la bergerie) hatte sie 1959 erstmals eine kleine Rolle in einem abendfüllenden Spielfilm. 1961 gab man ihr die erste Hauptrolle in Die tolle Masche an der Seite von Jean-Pierre Cassel, mit dem sie im gleichen Jahr noch einmal in Auch stehlen will gelernt sein zusammen spielte.

Berühmt wurde sie 1963 mit zwei Filmen, deren Hauptrollen unterschiedlicher nicht sein könnten: die sanfte, den verheirateten Liebhaber zurückweisende Stewardess Nicole in François Truffauts elegischem Drama Die süße Haut und die kapriziöse Agnès in Philippe de Brocas comic-artiger Komödie Abenteuer in Rio, in der sie Co-Star Jean-Paul Belmondo herumkommandiert. Roman Polański besetzte sie 1966 als Teresa in Wenn Katelbach kommt… Einen ihrer schönsten Erfolge hatte sie als Solange Garnier in Jacques Demys Musical Die Mädchen von Rochefort, in dem sie und Catherine Deneuve Zwillingsschwestern spielten. Dies sollte Dorléacs vorletzter Film sein. Im Alter von 25 Jahren kam sie bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Nizza ums Leben.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elle s'appelait Françoise. Fernsehdokumentation, Frankreich, 1996, 63 Min., Regie: Anne Andreu, Mathias Ledoux, Produktion: Canal+[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besprechung von Anne Boulay: «Elle s'appelait Françoise...», documentaire d'Anne Andreu et de Mathias Ledoux, avec Catherine Deneuve. Dorléac et Deneuve, la Nuit et le Jour. In: Libération, 12. Dezember 1996