Françoise Nyssen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Françoise Nyssen (2017)

Françoise Anne Gabrielle Nyssen (geboren 9. Juni 1951 in Etterbeek) ist die belgisch-französische Verlegerin des Verlags Actes Sud. Vom 15. Mai 2017 bis Oktober 2018 war sie französische Kulturministerin im Kabinett Philippe II.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Françoise Nyssen ist die Tochter des belgisch-französischen Schriftstellers und Verlegers Hubert Nyssen und der Christine Le Bœuf. Sie studierte Chemie an der Université libre de Bruxelles und von 1975 bis 1978 Stadtplanung am Institut Saint-Luc. Sie arbeitete als Angestellte im belgischen Umweltministerium. Ihr Vater holte sie 1980 nach Arles in den von ihm gegründeten Verlag Actes Sud, den sie seit 1987 leitet, später gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann Jean-Paul Capitan und einem weiteren Partner.

Nyssen engagierte sich öffentlich in der französischen Politik und unterstützte 2007 die Präsidentschaftskandidatur von Ségolène Royal, der Kandidatin der Parti socialiste. Bei der Präsidentschaftswahl 2017 unterstützte sie den späteren Wahlsieger Emmanuel Macron. Im Mai 2017 wurde sie im Kabinett von Édouard Philippe zur Kulturministerin berufen.

Nyssen hat fünf Kinder, ein Sohn verübte Suizid. 2014 gründete sie in der Nähe von Arles eine Schule für Kinder mit Lernproblemen, der Unterricht orientiert sich am Modell der Waldorfschule.

Nyssen wurde 2008 zum Commandeur des Ordre des Arts et des Lettres, 2010 zum Offizier der Ehrenlegion und 2017 zum Commandeur des Ordre national du Mérite ernannt.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Hanimann: Mutig und kollegial. Wer ist Frankreichs neue Kulturministerin? in: Süddeutsche Zeitung, 20. Mai 2017, S. 17

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Olivier Faye: Franck Riester, un « constructif » au ministère de la culture, Le Monde, 16. Oktober 2018
  2. Décret du 2 mai 2017 portant promotion et nomination, bei legifrance, 3. Mai 2017