Franco Corelli

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Franco Corelli (* 8. April 1921 in Ancona; † 29. Oktober 2003 in Mailand) war ein italienischer Opernsänger (Tenor) des italienischen und französischen Opernrepertoires des 19. und 20. Jahrhunderts.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Corelli wurde als Sohn eines Werftarbeiters in Ancona geboren und studierte am Konservatorium von Pesaro und Mailand. Bekannt wurde er vor allem als Verdi-, Puccini- und Verismo-Sänger. 1954 sang er erstmals an der Mailänder Scala und an der Hamburger Staatsoper. 1961 wurde er von Rudolf Bind an die Metropolitan Opera verpflichtet, wo seine Weltkarriere begann, die ihn an nahezu alle großen Opernhäuser der Welt führte. Mit 55 Jahren zog sich Corelli, der viele Jahre in New York lebte, 1976 von der Bühne zurück. Er starb 2003 in Mailand nach längerer Krankheit.

Franco Corelli galt als einer der bedeutendsten Sänger seiner Zeit; seine strahlende Tenorstimme verband sich mit einer attraktiven Erscheinung. Trotzdem litt er unter starkem Lampenfieber, das ihm seine Auftritte erschwerte. Als unerreicht gelten die Durchschlagskraft seiner virilen Stimme, seine hohen C's und seine Diminuendi.

Ausbildung und künstlerische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem kurzen Studienaufenthalt am Konservatorium von Pesaro brach er 1946 das Studium aus Unzufriedenheit mit den Lehrern wieder ab. 1951 debütierte Corelli als Don José in Carmen beim 5. Festival Sperimentale junger Nachwuchsopernsänger am Teatro commmunale in Spoleto, wo er den 1. Preis erhielt. In den Jahren von 1958 bis 1962 arbeitete mit dem Tenor Giacomo Lauri-Volpi zusammen, der seine Karriere förderte.

Viele Rollen spielte er auf Schallplatten ein, die auch als CDs erschienen: Kalaf in Turandot und Cavaradossi in Tosca (jeweils an der Seite von Birgit Nilsson), Andrea Chénier, Pollione in Norma (mit Maria Callas in der Titelrolle), Don José in Carmen, Radames in Aida, Roméo in Roméo et Juliette, Faust, Manrico in Il trovatore, Rodolfo in La Bohème und Canio in Pagliacci. Als Referenzaufnahme gilt der Mitschnitt von Donizettis Poliuto in der Mailänder Scala aus dem Jahr 1960, zusammen mit Maria Callas.

Hörbeispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]