Franco Foda

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Franco Foda
FC Admira Wacker vs. SK Sturm Graz 2015-27-05 (072).jpg
Franco Foda (2015)
Spielerinformationen
Geburtstag 23. April 1966
Geburtsort MainzDeutschland
Größe 183 cm
Position Verteidigung
Junioren
Jahre Station
1973–1979 SVW Mainz
1979–1981 1. FSV Mainz 05
1981–1984 1. FC Kaiserslautern
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1983–1984 1. FC Kaiserslautern 3 0(0)
1984–1985 Arminia Bielefeld 43 0(8)
1985–1987 1. FC Saarbrücken 52 0(3)
1987–1990 1. FC Kaiserslautern 87 0(5)
1990–1994 Bayer 04 Leverkusen 113 (10)
1994–1996 VfB Stuttgart 69 0(0)
1996–1997 FC Basel 13 0(0)
1997–2001 SK Sturm Graz 99 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
Deutschland U-21 7 0(0)
1987 Deutschland 2 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2001–2002 SK Sturm Graz II
2002–2003 SK Sturm Graz (Co-Trainer)
2003 SK Sturm Graz
2003–2006 SK Sturm Graz II
2006–2012 SK Sturm Graz
2012–2013 1. FC Kaiserslautern
2014– SK Sturm Graz
2017 Österreich (interim)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Franco Foda (* 23. April 1966 in Mainz) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger Fußballtrainer. Seit 2014 trainiert er den österreichischen Bundesligisten SK Sturm Graz. Ab November 2017 ist er, zunächst bis Jahresende 2017 zeitweise interimistisch, Trainer der österreichischen Nationalmannschaft.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franco Foda bestritt insgesamt 321 Bundesligaspiele und erzielte dabei 20 Tore. Er gewann zweimal den DFB-Pokal: 1990 mit dem 1. FC Kaiserslautern, 1993 mit Bayer 04 Leverkusen. In der Winterpause 1996/97 verließ er den VfB Stuttgart. Im Sommer 1997 wechselte er, nach einem kurzen Aufenthalt beim FC Basel in der Schweiz, nach Österreich zum SK Sturm Graz. Dort wurde er zweimal Meister und Supercupsieger sowie einmal Cupsieger und spielte während der sehr erfolgreichen Zeit beim SK Sturm in der Champions League, in der er in der Saison 2000/01 die Zwischenrunde der besten 16 Teams erreichte.

In der deutschen Nationalmannschaft wurde er 1987 bei den Spielen gegen Argentinien und Brasilien zweimal eingewechselt. Beim Spiel gegen Brasilien am 12. Dezember 1987 sorgte Foda unfreiwillig für Erheiterung unter den Zuschauern im Estádio Mané Garrincha in Brasília, da sein Name im Portugiesischen so viel wie „kostenloser Geschlechtsverkehr“ bedeutet.[1][2][3]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er seine aktive Karriere als Spieler beendet hatte, wurde er vom SK Sturm Graz als Nachwuchstrainer angestellt. Bereits ein Jahr später, 2002, wurde er Co-Trainer in der Kampfmannschaft. Nach dem Rücktritt von Ivica Osim wurde Foda zum neuen Cheftrainer der Mannschaft bestellt. Anfangs feierte er mit der Mannschaft einige Erfolge (Einzug in die 3. UEFA-Cup-Runde), am Jahresende landete die Mannschaft allerdings nur auf Rang 6, weswegen Foda durch Gilbert Gress ersetzt wurde. Er ging wieder ins zweite Glied zurück und arbeitete dort sehr erfolgreich als Trainer der Amateure des SK Sturm.

Am 1. Juni 2006 wurde er wiederum zum Cheftrainer des SK Sturm Graz bestellt, nachdem Michael Petrović den Verein in Richtung FC Kärnten verlassen hatte. Sein Vertrag bei den Grazern lief bis 2012.[4] Am 16. Mai 2010 gewann die von Foda trainierte Mannschaft von Sturm Graz mit einem 1:0-Sieg gegen Magna Wiener Neustadt den ÖFB-Cup. Ein Jahr später, am 25. Mai 2011, holte Foda mit Sturm den österreichischen Meistertitel der Saison 2010/11 und ist damit an allen drei Meistertiteln der Grazer entweder als Spieler oder Trainer beteiligt.

Am 19. März 2012 kündigte Sturm Graz an, den Vertrag mit Foda nicht zu verlängern.[5] Dieser Ankündigung waren mehrwöchige medial ausgetragene Auseinandersetzungen zwischen Trainer und Vereinsvorstand vorausgegangen. Am 12. April 2012 wurde Foda vorzeitig beurlaubt.[6]

Vor der Saison 2012/13 wurde Foda Cheftrainer beim Absteiger aus der Bundesliga 1. FC Kaiserslautern als Nachfolger von Krassimir Balakow. Er unterzeichnete einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2014.[7] Der Verein stellte Foda am 29. August 2013 von seinen Aufgaben als Trainer frei. Zu diesem Zeitpunkt stand der FCK auf dem vierten Tabellenplatz der zweiten Liga.[8][9]

Ende September 2014 kehrte Foda als Cheftrainer zum SK Sturm Graz zurück.[10]

Am 30. Oktober 2017 wurde vom ÖFB angekündigt, dass Foda mit 1. Jänner 2018 die Nachfolge von Marcel Koller als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft antreten wird. Gemeinsam mit ihm werden auch seine beiden Co-Trainer Thomas Kristl und Imre Szabics zum ÖFB wechseln. Der SK Sturm Graz hat einer vorzeitigen Vertragsauflösung zugestimmt.[11][12] Dank des Entgegenkommens der Grazer wurde Foda zwischen 6. bis 14. November 2017 vom Verein freigestellt, um die Nationalmannschaft im Rahmen eines Trainingslehrgangs und eines Testspiels gegen Uruguay interimistisch zu betreuen.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foda ist Sohn einer deutschen Mutter aus Mainz und eines italienischen Vaters aus Venedig. Er besaß bis zu seinem siebten Lebensjahr die italienische Staatsbürgerschaft.[13] Er ist verheiratet und hat zwei Söhne, von denen einer, Sandro, unter ihm in der Profimannschaft des SK Sturm Graz spielte und seit Januar 2014 beim SV Wildon in der steirischen Oberliga engagiert ist. Sein zweiter Sohn Marco spielt seit Juli 2017 als Verteidiger beim SV Pachern in Hart bei Graz.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ÖFB-Länderspiele unter Teamchef Franco Foda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende
  • H = Heimspiel
  • A = Auswärtsspiel
  • * = Spiel auf neutralem Platz
  • grüne Hintergrundfarbe = Sieg Österreichs
  • gelbe Hintergrundfarbe = Unentschieden
  • rote Hintergrundfarbe = Niederlage
Spiele Siege Remis Niederlagen Tore TD
1 1 0 0 2:1 +1
Nr. Datum Ergebnis Gegner Austragungsort Anlass Bemerkung
762 14.11.2017 2:1 UruguayUruguay Uruguay H Wien Erstes Länderspiel unter Franco Foda, gleichzeitig Cheftrainer des SK Sturm Graz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Franco Foda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franco Foda. Mitteldeutsche Zeitung; abgerufen am 12. August 2014.
  2. Spielbericht Freundschaftsspiel Brasilien-Deutschland am 12. Dezember 1987. weltfussball.de; abgerufen am 3. Juli 2015.
  3. Franco Foda. Berliner Zeitung; abgerufen am 3. Juli 2015.
  4. steiermark.ORF.at: Foda verlängert Vertrag bei Sturm bis 2012, abgerufen am 21. Juli 2009
  5. sport.orf.at: Ende der Sturm-Ära Foda im Juni, abgerufen am 19. März 2012
  6. Sturm beurlaubt Franco Foda. wienerzeitung.at, ; abgerufen am .
  7. Franco Foda neuer FCK-Cheftrainer (Memento vom 30. Juli 2012 im Webarchiv archive.is)
  8. Franco Foda freigestellt (Memento vom 30. August 2013 im Webarchiv archive.is)
  9. Foda in Lautern entlassen kicker.de vom 29. August 2013
  10. Franco Foda wird neuer Cheftrainer. (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive) Mitteilung auf der Homepage des SK Sturm Graz vom 30. September 2014 (abgerufen am 30. September 2014).
  11. ÖFB - Österreichischer Fußballbund: ÖFB. Abgerufen am 30. Oktober 2017.
  12. Franco Foda wird österreichischer Teamchef sksturm.at, am 30. Oktober 2017, abgerufen am 30. Oktober 2017
  13. 50 Dinge über Franco Foda. sturmnetz.at, ; abgerufen am .