Franco Uncini

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Franco Uncini
Nation: ItalienItalien Italien
Motorrad-Weltmeisterschaft
Statistik
Starts Siege Poles SR
80 7 8 3
WM-Titel: 1
WM-Punkte: 446
Podestplätze: 21
Nach Klasse(n):
250-cm³-Klasse
Erster Start: Dutch TT 1976
Letzter Start: Großer Preis der Tschechoslowakei 1978
Konstrukteure
1976, 1978 Yamaha • 1977 Harley-Davidson
WM-Bilanz
Vizeweltmeister (1977)
Starts Siege Poles SR
14 2 4 2
WM-Punkte: 120
Podestplätze: 7
350-cm³-Klasse
Erster Start: Großer Preis der Nationen 1976
Letzter Start: Dutch TT 1978
Konstrukteure
1976—1978 Yamaha
WM-Bilanz
WM-Neunter (1976)
Starts Siege Poles SR
8 3
WM-Punkte: 57
Podestplätze: 3
500-cm³-Klasse
Erster Start: Großer Preis von Venezuela 1979
Letzter Start: Großer Preis von San Marino 1985
Konstrukteure
1979—1985 Suzuki
WM-Bilanz
Weltmeister (1982)
Starts Siege Poles SR
58 5 1 1
WM-Punkte: 269
Podestplätze: 11

Franco Uncini (* 9. März 1955 in Recanati (MC), Italien) ist ein ehemaliger italienischer Motorradrennfahrer.

Uncini bestritt zwischen 1976 und 1985 insgesamt 80 Rennen in der Motorrad-Weltmeisterschaft und gewann 1982 den Titel in der 500-cm³-Klasse.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uncini debütierte im professionellen Rennsport mit Laverda in der 750er-Klasse. Später wechselte er zu Ducati und konnte einige italienische Meisterschaften gewinnen. Erste Rennen in der Weltmeisterschaft bestritt Uncini 1976 mit Yamaha in den Klassen bis 250 und bis 350 cm³. Bei seinem Grand-Prix-Debüt im Rahmen des Großen Preises der Nationen in Mugello kam Uncini bei den 250ern nicht in die Punkte, holte aber bei den 350ern hinter Johnny Cecotto den zweiten Platz. Nach einem weiteren Podestplatz in Barcelona belegte er mit nur drei Rennen in der WM-Endwertung der 350er-Klasse den neunten Platz. Im folgenden Jahr konnte er auf Harley-Davidson in der 250er-Klasse in Imola seinen ersten Grand Prix gewinnen. Nach einem weiteren Sieg in Brünn und einigen Podestplätzen belegte er am Saisonende den zweiten WM-Rang hinter Mario Lega. Uncini wechselte für 1978 wegen Streitigkeiten mit seinem Teamkollegen Walter Villa zurück zu Yamaha und beendete diese Saison mit drei Podestplatzierungen bei den 250ern auf dem achten WM-Rang. Bei den 350ern konnte er auf dem Salzburgring einen zweiten Platz hinter Kork Ballington holen.

In der Saison 1979 gründete Uncini mit einer gebrauchte Suzuki ein Privat-Team in der Klasse bis 500 cm³. Im ersten Rennen der Saison holte er den vierten und in Rijeka hinter Kenny Roberts sr. und Virginio Ferrari den dritten Platz. Die WM beendete er als bester Privatfahrer als Fünfter. In der Saison 1980 gelang ihm mit einem zweiten Platz als bestem Ergebnis bei wegen drei Absagen nur acht ausgetragenen Rennen – wieder als bester Privatfahrer – der vierte WM-Rang.

Die Saison 1981 war durch Verletzungen beeinträchtigt, aber nach Marco Lucchinellis Wechsel von Suzuki zu Honda bekam Uncini für 1982 trotzdem einen Werksvertrag bei Suzuki angeboten. Uncini ergriff die Chance und holte mit fünf Siegen den WM-Titel vor Graeme Crosby und Freddie Spencer.

Im Jahr 1983 wurde Uncini in Assen bei einer Kollision mit Wayne Gardner schwer verletzt und lag im Koma, erholte sich jedoch vollständig und beendete seine aktive Karriere nach der Saison 1985. Heute ist Uncini als Sicherheitsbeauftragter der IRTA im Rahmen der Motorrad-WM tätig.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Motorrad-WM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Klasse Motorrad Rennen Siege Zweiter Dritter Poles Schn. Rennrunden Punkte Position
1976 250 cm³ Yamaha 2 6 21.
350 cm³ Yamaha 3 1 1 27 9.
1977 250 cm³ Harley-Davidson 7 2 1 1 3 2 72 2.
350 cm³ Yamaha 2 11 20.
1978 250 cm³ Yamaha 5 1 2 1 42 8.
350 cm³ Yamaha 3 1 3 19 12.
1979 500 cm³ Suzuki 8 1 51 5.
1980 500 cm³ Suzuki 7 1 2 50 4.
1981 500 cm³ Suzuki 8 12 13.
1982 500 cm³ Suzuki 8 5 2 1 1 103 Weltmeister
1983 500 cm³ Suzuki 8 31 9.
1984 500 cm³ Suzuki 8 14 14.
1985 500 cm³ Suzuki 11 8 15.
Gesamt 80 7 5 9 8 3 446 1 WM-Titel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]