Francotyp-Postalia

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Francotyp-Postalia Holding AG
FP Logo M 100mm RGB
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000FPH9000
Gründung 1923
Sitz Berlin, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 1.047 (2013)[1]
Umsatz 168,9 Mio. (2013)[1]
Branche Industriemaschinen
Website http://www.fp-francotyp.com

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP) mit Sitz in Berlin ist ein international tätiger Hersteller von Frankiermaschinen für den Postausgangsmarkt.

Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Frankiermaschinen, Falzmaschinen, Kuvertiermaschinen und bietet dazugehörige Dienstleistungen an. Seit 2006 werden zudem reine Postdienstleistungen angeboten.

Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von derzeit 42 Prozent Marktführer in Deutschland, weltweit ist FP drittgrößter Anbieter.

Im November 2006 folgte der Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Zuge dessen wurden zwei Unternehmen akquiriert. Bei den Unternehmen handelt es sich um das bundesweit agierende Postkonsolidierungsunternehmen „freesort GmbH“ (Düsseldorf) sowie die auf Hybridpost bzw. Outsourcing spezialisierte „iab internet access GmbH“ (Berlin). 2011 konnte das Unternehmen 51 % an der Mentana-Claimsoft GmbH erwerben. Bis zum Sommer 2014 wurde dieser Anteil auf 100 % erhöht. Die Mentana-Claimsoft GmbH ist Spezialist für digitale Kommunikation. 2012 erhielt die FP-Tochtergesellschaft als erstes Unternehmen die Akkreditierung zum De-Mail-Anbieter durch das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Nach über 20 Jahren am Standort Birkenwerder in Brandenburg ist die Francotyp-Postalia wieder zurück nach Berlin gezogen.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 11. Juli 1923 erfolgte die Gründung der Vertriebsgesellschaft Postfreistempler GmbH, Bielefeld durch die Anker-Werke in Bielefeld, Bafra in Berlin und die Uhrenfabrik Furtwängler in Furtwangen. 1925 wurde die Postfreistempler GmbH, Bielefeld, umbenannt in Francotyp GmbH, Sitz Berlin. Die Firma Telefonbau und Normalzeit gründete 1938 die Freistempler GmbH, Frankfurt, die spätere Postalia GmbH. 1969 erwarben die Anker-Werke, Bielefeld, von T&N die Anteile der Freistempler GmbH. Die Francotyp GmbH, Berlin, und die Postalia GmbH, Offenbach, wurden 1977 von der zur Siemens-Gruppe gehörenden Bergmann AG übernommen. Die Gründung der Dachgesellschaft „Francotyp-Postalia GmbH“ folgte 1983. Sechs Jahre später übernahm die „Gebr. Röchling KG“, Mannheim die Bergmann-Gruppe und damit auch Francotyp-Postalia. 1990 kam die erste vollelektronische Frankiermaschine mit Thermotransferdruck auf den Markt. Francotyp-Postalia zentralisierte 1994 Fabrik, Technik und Administration in Deutschland in den neuen Hauptsitz in Birkenwerder bei Berlin. 1997 wurde FP-Direkt (Telemarketing) gegründet.

Im Jahr 2002 wurde die neue Frankiermaschinengeneration mymail, optimail und ultimail entwickelt und eingeführt. Mit der Erstzulassung einer Frankit-fähigen Frankiermaschine 2004 erfüllte das Unternehmen höchste Sicherheitsstandards. 2005 akquirierten Quadriga Capital und das Management die FP-Gruppe. Ein Jahr später wurde die Francotyp-Postalia Holding AG gegründet. Die Akquise von „freesort GmbH“ und „iab internet access GmbH“ und der Börsengang der Francotyp-Postalia Holding AG am 30. November 2006 folgten. 2007 konnte die Produkteinführung der High-Tech-Frankiermaschine centormail vermeldet werden. Das Produktportfolio wurde 2008 um Falzmaschinen erweitert. 2010 gewann die FP-Gruppe Web.de als Partner für den Online-Brief. Die Francotyp-Postalia Holding AG erwarb 2011 die Mentana-Claimsoft AG. In 2012 erfolgte die Produkteinführung des Frankiersystems PostBase. Die FP Tochter Mentana-Claimsoft ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als erster De-Mail Diensteanbieter mit der Nummer 0001 akkreditiert worden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Francotyp-Postalia Holding AG: Geschäftsbericht 2013. Abgerufen am 1. Mai 2014.