Frank Becker (Historiker)

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Frank Becker (* 5. Oktober 1963 in Bottrop) ist ein deutscher Historiker. Er lehrte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und ist seit 2011 Professor für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Westeuropa an der Universität Duisburg-Essen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Becker studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie und Pädagogik. Nach der ersten Staatsprüfung für das höhere Lehramt (1989) wurde er 1992 bei Hans-Ulrich Thamer an der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit der Dissertation Amerikanismus in Weimar. Sportsymbole und politische Kultur 1918–1933 zum Dr. phil. promoviert. 1998 habilitierte er sich mit der Arbeit Bilder von Krieg und Nation. Die Einigungskriege in der bürgerlichen Öffentlichkeit Deutschlands 1864–1913, wofür er 2000 und 2002 ausgezeichnet wurde.

2003 war er Gastdozent am Deutschen Historischen Institut in London und 2004 an der Universität Växjö. 2004 vertrat er die Professur für Neuere und Neueste Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte der internationalen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, wo er 2005 zum außerplanmäßigen Professor berufen wurde. Er übernahm von 2005 bis 2006 die Lehrstuhlvertretung Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung des 19. Jahrhunderts an der Universität Trier. Es folgten eine Gastprofessur für Mediengeschichte des Krieges an der Universität Wien (2006), eine Gastdozentur an der Universität Växjö (2006), eine Lehrstuhlvertretung für Neuere Geschichte an der Universität Vechta (2007) und eine Lehrstuhlvertretung für Neuere und Neueste Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen (2007/08). Ab 2008 war er Vertreter des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Münster. 2011 wurde er Professor für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Westeuropa an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen.

Becker forscht u.a. zu den Themen Amerikanismus, Nationalismus, Rassenpolitik und der Geschichte des Sports. So wurde er von 1999 bis 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu den „Ideen als gesellschaftliche Gestaltungskraft im Europa der Neuzeit – Ansätze zu einer neuen ‚Geistesgeschichte’“ gefördert. Von 2005 bis 2007 war er Stipendiat der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Er ist Autor mehrerer Bücher und publizierte in Zeitschriften wie Stadion, Militärgeschichtliche Zeitschrift, Archiv für Kulturgeschichte, KultuRRevolution und Historische Zeitschrift.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Werner-Hahlweg-Preis für Militärgeschichte und Wehrwissenschaften (2. Preis) für Habilitationsschrift
  • 2002: Nachwuchsforschungspreis der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster für Habilitationsschrift
  • 2005: Gewinner des NRW-Exzellenzwettbewerbes für Geistes- und Kulturwissenschaften „Geisteswissenschaften gestalten Zukunftsperspektiven“

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amerikanismus in Weimar. Sportsymbole und politische Kultur 1918–1933. Deutsche Universitäts-Verlag, Wiesbaden 1993, ISBN 3-8244-4144-6.
  • mit Elke Reinhardt-Becker: Systemtheorie. Eine Einführung für die Geschichts- und Kulturwissenschaften. Campus, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-593-36848-X.
  • Bilder von Krieg und Nation. Die Einigungskriege in der bürgerlichen Öffentlichkeit Deutschlands 1864–1913 (= Ordnungssysteme, Band 7). Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-56545-1.
  • Den Sport gestalten. Carl Diems Leben (1882–1962). 4 Bände, Universitätsverlag Rhein-Ruhr, Duisburg 2009–2011. (2. Auflage, 2013, ISBN 978-3-942158-58-9)

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]