Frank Brabant

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Frank Brabant (* 1938 in Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern) ist ein deutscher Kunstsammler und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Brabant wuchs in Schwerin auf und siedelte 1958 aus der DDR nach Wiesbaden in den westlichen Teil Deutschlands.[1] Er arbeitete als Angestellter in einer Versicherung, gründete und betrieb später die Diskothek Big Apple und war mit dieser und weiteren Diskotheken wirtschaftlich sehr erfolgreich. 1962 besuchte er eher zufällig die Galerie von Hanna Bekker vom Rath, in der er auf einer Vernissage mit Werken von Max Pechstein einen Holzstich des Künstlers erwarb.[2][1]

Mit diesem Kauf wurde er zum engagierten Sammler, u. a. von Werken von Alexej von Jawlensky, Franz Marc, August Macke und Emil Nolde bis zur Kunst der Gegenwart. Ein Schwerpunkt seiner Sammeltätigkeit sind Maler der sogenannten verschollenen Generation, Künstler, die in der Zeit des Nationalsozialismus emigrierten oder im Zweiten Weltkrieg starben, wie Johannes Wüsten, Erich Borchert, Rudolf Bauer und Paul Kleinschmidt.[3] Werke der Sammlung Brabants wurden in vielen Museen ausgestellt, u. a. in Montreal oder Paris.[2]

Ende des Jahres 2017 gab Brabant die Regelung seines Nachlasses bekannt: Nach seinem Tod erhalten das Staatliche Museum Schwerin und das Museum Wiesbaden in seiner Wahlheimatstadt jeweils dreihundert Gemälde.[4]

Brabant lebt in Wiesbaden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Landesmuseum Wiesbaden - Der Sammler kommt nach Hause, Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 14. Oktober 2010, abgerufen am 13. Februar 2018
  2. a b Sammler, Förderer, Museumsfreund - Interview mit Frank Brabant auf der Webseite der Freunde des Museums Wiesbaden e. V. vom 2. März 2017, abgerufen am 15. Februar 2018
  3. Schenkung: Sammler Brabant gibt Vorgeschmack in Schwerin, Artikel auf sueddeutsche.de vom 22. November 2017, abgerufen am 13. Februar 2018
  4. Nachlassregelung - Sammlung von Frank Brabant geht endgültig nicht nach Opherdicke, Artikel in den Ruhrnachrichten vom 1. Dezember 2017, abgerufen am 13. Februar 2018