Frank Decker

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Frank Decker, 2014

Frank Decker (* 1964 in Montabaur) ist ein deutscher Politologe.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Decker stammt aus Montabaur im Westerwald. Er studierte Politische Wissenschaft, Volkswirtschaftslehre, Publizistik und Öffentliches Recht an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Hamburg. 1989 schloss er sein Studium als Diplom-Politologe ab und war im Anschluss daran bis 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistent und Oberassistent an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg tätig. Während dieser Zeit erfolgte 1993 die Promotion (Dr. rer. pol.) und 1999 schließlich die Habilitation, begleitet von Jürgen Hartmann am Fachbereich für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften.[1] Er wurde Privatdozent für Politikwissenschaft ebendort.

Seit 2001 ist Decker Professor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 2002 bis 2011 war er geschäftsführender Direktor des Instituts. Bereits 2007 wurde er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Progressiven Zentrums und 2011 zusammen mit Volker Kronenberg wissenschaftlicher Leiter der von Bodo Hombach geführten Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik.

Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind westliche Regierungssysteme, Parteien, Populismus, Föderalismus und die Demokratiereform. Decker wird häufig als Gesprächsteilnehmer zu Fernseh- und Rundfunksendungen zu aktuellen politischen Themen eingeladen.

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Decker ist langjähriges Mitglied der SPD und Mitglied der Grundwertekommission der Partei.[2] Im Rahmen der Europawahl 2014 zum Europäischen Parlament warb er als Erstunterzeichner eines Unterstützeraufrufes im Internet sowie in Zeitungsanzeigen für den damaligen Spitzenkandidaten Martin Schulz.[3][4]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Parteiendemokratie im Wandel. Beiträge zur Theorie und Empirie, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-2500-7.
  • Der Irrweg der Volksgesetzgebung. Eine Streitschrift, Verlag J. H.W. Dietz Nachf., Bonn 2015, ISBN 978-3-8012-0469-3.
  • Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Europa, als Hrsg. mit Bernd Henningsen u. Kjetil A. Jakobsen, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-1206-9.
  • Rekrutierungswege moderner Volksparteien, mit Volker Best u. David Knorr, Berlin 2014, ISBN 978-3-86498-820-2.
  • Demokratiereform, Bonn 2014, ohne ISBN (online)
  • Handbuch der deutschen Parteien, als Hrsg. mit Viola Neu, 2. Aufl., Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-00962-5.
  • Demokratie ohne Wähler? Neue Herausforderungen der politischen Partizipation, mit Marcel Lewandowsky u. Marcel Solar, Bonn 2013, ISBN 978-3-8012-0439-6.
  • Die deutsche Koalitionsdemokratie vor der Bundestagswahl 2013, als Hrsg. mit Eckhard Jesse, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-7728-3.
  • Wenn die Populisten kommen. Beiträge zum Zustand der Demokratie und des Parteiensystems, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-00801-7.
  • Parteien und Parteiensysteme in Deutschland, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-17-021493-4.
  • Lost in the New Five-Party System?, mit Volker Best, Berlin 2011, ISBN 978-3-86872-742-5. (engl.)
  • Regieren im „Parteienbundesstaat“. Zur Architektur der deutschen Politik, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17681-9.
  • Die Verfassung Europas. Perspektiven der Europäischen Integration, mit Marcus Höreth, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15969-0.
  • The Direct Election of the Commission President, mit Jared Sonnicksen, Bonn 2009, ISBN 978-3-936183-92-4 (engl.).
  • Populismus. Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv?, als Hrsg., Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14537-1.
  • Föderalismus an der Wegscheide? Optionen und Perspektiven einer Reform der bundesstaatlichen Ordnung, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14378-6.
  • Der neue Rechtspopulismus, Opladen 2003, ISBN 3-8100-3936-5.
  • Parteien unter Druck. Der neue Rechtspopulismus in den westlichen Demokratien, Opladen 2000, ISBN 3-8100-2860-6.
  • Umweltschutz und Staatsversagen. Eine materielle Regierbarkeitsanalyse, Opladen 1994, ISBN 3-8100-1267-X.
  • Die USA und Demokratie in der Dritten Welt. Stellenwert und Wirksamkeit einer demokratieorientierten Außenpolitik, Mainz 1987, ohne ISBN.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Decker: Parteien unter Druck. Wiesbaden 2000, S. 11.
  2. Mitglieder der SPD-Grundwertekommission In: Spd.de, abgerufen am 3. Juni 2015
  3. Wahlanzeige der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 25. Mai 2014, S. 6.
  4. Sozialdemokratische Partei Deutschlands „Unterstützerwahlaufruf zur Europawahl 2014“, http://www.spd.de/aktuelles/europawahl2014/119062/unterstuetzer_wahlaufruf_ewk2014.html (zuletzt abgerufen am 25. Mai 2014)