Frank Eckardt

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Frank Eckardt (* 15. Januar 1967 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Stadtforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er absolvierte von 1986 bis 1988 eine Berufsausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann bei der Eisen und Metall AG in Gelsenkirchen und von 1990 bis 1994 als Fachkraft Psychiatrie am Psychiatrischen Krankenhaus Delft in den Niederlanden. In der Zeit von 1989 bis 1994 lebte er in den Niederlanden, wo er auch seinen Zivildienst beim Flüchtlingswerk Rotterdam absolvierte. Von 1994 bis 1999 studierte er Politikwissenschaften, Neuere und Mittlere Geschichte und Deutsche Philologie an der Universität Kassel und promovierte im Jahr 2002 in Politikwissenschaften.

Seit 1999 ist er an der Bauhaus-Universität Weimar tätig, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 2002 als Juniorprofessor und seit seiner Habilitation 2009 als Professor für Sozialwissenschaftliche Stadtforschung. Außerdem hatte er im Jahr 2007 den Alfred Grosser-Lehrstuhl für Politikwissenschaften am Institut d’études politiques de Paris inne und war in den Jahren 2008 und 2009 Vertretungsprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt (Lehrstuhl Stadtsoziologie). Seit seinem 15. Lebensjahr hat Frank Eckardt für unterschiedlichste Medien Beiträge im journalistischen Bereich produziert. Von 1995 bis 2012 schrieb er für die Zeitschrift „Forum Kommune“ monatliche bzw. zweimonatliche Artikel.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgangspunkt seines Werkes sind frühere journalistische Recherchen zu unterschiedlichen städtischen Problemlagen. Dazu gehörten in den neunziger Jahren Artikel zu Fragen der multikulturellen Gesellschaft, insbesondere der Flüchtlingsproblematik und Entwicklungspolitik, zu Themen der Vergangenheitsbewältigung (Kolonialismus, Zweiter Weltkrieg). Während des Studiums und durch Forschungsaufenthalte in Afrika (Mosambik) und Asien (China, Indonesien) entstand eine verstärkte Beschäftigung mit Fragen der Stadtgesellschaft.

In seiner akademischen Laufbahn rückte die theoretische Auseinandersetzung über die Auswirkungen der Globalisierung auf Städte in den Vordergrund. Als Gründungsmitglied des Instituts für Europäische Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar bemüht er sich seitdem, gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen in die Ausbildung von Stadtplaner und Architekten einzubringen. Hierzu gehört insbesondere die Problematik der Bürgerbeteiligung und der Exklusions- und Armutsproblematik von Städten.

Ausgewählte Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtforschung. Gegenstand und Methoden. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2014.
  • (Hrsg.): Handbuch Stadtsoziologie. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2012.
  • Die Komplexe Stadt. Orientierungen im urbanen Labyrinth. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009.
  • Soziologie der Stadt. Transcript, Bielefeld 2004.
  • Pim Fortuyn und die Niederlande, Marburg : Tectum-Verlag, 2003
  • Eine periphere Gesellschaft, Marburg : Tectum-Verlag, 2002

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]