Frank Goosen

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Frank Goosen beim Kölner Treff, 2012

Frank Goosen (* 31. Mai 1966 in Bochum) ist ein deutscher Kabarettist und Romanautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Goosen wuchs als Einzelkind in der Alleestraße[1] in Bochum auf. Sein Vater war selbständiger Elektriker mit einer kleinen Firma. 1976 kam er auf das Gymnasium am Ostring.[2] Während der C-, B- und A-Jugend spielte er Handball beim VfL Bochum.[3] Nach dem Abitur am Gymnasium am Ostring im Jahre 1986 studierte er Geschichte, Germanistik und Politik bis 1992 an der Ruhr-Universität Bochum.

Von 1992 bis 2000 trat er zusammen mit Jochen Malmsheimer als Duo Tresenlesen mit großem Erfolg insbesondere in Nordrhein-Westfalen auf. Das Duo war Gewinner des Publikumspreises Beklatscht & Ausgebuht beim Prix Pantheon 1997 und des Salzburger Stiers 1998. Nach Differenzen kam es zur Auflösung der Tresenleser.

Seitdem ist Goosen erfolgreich als Romanautor und Solokabarettist tätig. Seine Themen sind vor allem die Befindlichkeiten seiner Generation, aber auch das Ruhrgebiet, seine Menschen und Eigenheiten sowie das Thema Fußball. Er veröffentlicht seit 2007 humoristische Kolumnen und Essays, u. a. im Kicker-Sportmagazin und in der Stadionzeitung des VfL Bochum, die zu jedem Heimspiel erscheint.

Sein Roman Liegen lernen wurde im Jahre 2003 verfilmt. Die Kurzgeschichtensammlung Radio Heimat wurde mit Anleihen bei seinem Roman Mein Ich und sein Leben verfilmt und kam 2016 in die deutschen Kinos.[4] Sein Roman So viel Zeit wurde 2018 von Philipp Kadelbach mit Jan Josef Liefers, Matthias Bundschuh, Jürgen Vogel, Richy Müller und Armin Rohde verfilmt.

Goosen war als Vorstand des Trägervereins des Prinzregenttheaters tätig.

Im Oktober 2010 wurde Goosen in den Aufsichtsrat des VfL Bochum gewählt. Im Dezember 2017 legte er sein Mandat nieder,[5] wegen „grundlegend unterschiedlicher Vorstellungen über die [...] Zusammenarbeit“.[6]

Seit 2012 stellt Goosen in „Goosens Neue Bücher“ am Schauspielhaus Bochum in einer „Literatur-Late-Night-Show“ gemeinsam mit Markus Henrik regelmäßig neue Bucherscheinungen vor.[7]

Mit Förster, mein Förster (2016) schrieb Goosen, so Burkhard Müller, "einen etwas langsamen, aber charmanten Roman über Männer beim Bier".[8] 2019 erschien mit Kein Wunder die Vorgeschichte der Figuren aus Förster, mein Förster über deren Jugendjahre während der Wendezeit. 2020 erschien sein Buch Frank Goosen über The Beatles, in dem er sich mit seiner Lieblingsband auf die Spurensuche begibt in seiner eigenen Kindheit, Jugend und in Liverpool.[9]

Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.[10]

Goosen lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Bochum.

Sein Zitat zum Ruhrgebiet

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CD-Veröffentlichungen mit Tresenlesen

  • Günther (1995)
  • Rohes Fest (1996)
  • Das Auge liest mit (2CD) (1997)
  • Kloidt Ze Di Penussen! (1998)
  • Würdevoll & Preiswert (1999)
  • Werkschau 1993-2000 (2000) (Boxset, limitiert auf 300 Exemplare)

Romane und Erzählungen

Soloprogramme auf CD

  • Always kill your Darlings oder alles nur Spaß (1999) (live)
  • Krippenblues (2000) (live)
  • Indiskret - Komische Geschichten (2001)
  • A40 - Geschichten von hier (2007) (live)
  • Echtes Leder (2008)
  • Woanders is auch Weihnachten - Krippenblues Reloaded (2010) (live)
  • Was ist da los? - Storys live (2018) (live)

Hörbücher (gelesen von Frank Goosen)

  • Liegen lernen (3CDs) (2000)
  • Pokorny lacht (4CDs) (2003)
  • Mein Ich und sein Leben (2CDs) (2004)
  • Fritz Walter, Kaiser Franz und wir (1CD) (2004)
  • Pink Moon (4CDs) (2005)
  • So viel Zeit (4 CDs) (2007)
  • Radio Heimat (2 CDs) (2010)
  • Sommerfest (6 CDs) (2012)
  • Raketenmänner (4 CDs) (2014)
  • Förster, mein Förster (5 CDs) (2016)
  • Kein Wunder (6 CDs) (Verlag: Tacheles!, 2019 tacheles! / ROOF Music GmbH)

Sonstiges

  • Das literarische Kartenspiel, 32 Karten, auf denen 32 Werke der Weltliteratur in wenigen Sätzen zusammengefasst werden, (2006), ISBN 3-8218-5788-9.
  • Unser Land in den 80er Jahren - Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt 1983 Video

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Timo Rieg, Tobias Haucke: Bochumer Bekannte. Teil 1: Frank Goosen, Dietrich Grönemeyer, Dariusz Wosz und elf weitere Bochumer im Porträt. Biblioviel-Verlag, Bochum 2002, ISBN 3-928781-81-2 (Revier Bochum 1).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Frank Goosen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. F. Goosen: The Beatles. Köln 2020. S. 9.
  2. F. Goosen: The Beatles. Köln 2020. S. 12.
  3. F. Goosen: The Beatles. Köln 2020. S. 99.
  4. Radio Heimat auf dem Weg ins Kino. Abgerufen am 17. November 2016.
  5. Es kracht beim VfL Bochum: Engelbracht und Aufsichtsräte weg. Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 22. Dezember 2017
  6. https://www.eurosport.de/fussball/vfl-bochum-personelle-veranderungen-im-aufsichtsrat-und-vorstand_sto6452967/story.shtml
  7. Archivierte Kopie (Memento vom 6. Februar 2016 im Internet Archive) Literatur-Reihe Goosens Neue Bücher
  8. https://www.zeit.de/2016/13/foerster-mein-foerster-frank-goosen-roman
  9. SWR1 BW, SWR1 BW: Frank Goosen | Kabarettist und Schriftsteller. Abgerufen am 10. Mai 2020.
  10. Frank Goosen - Person. Abgerufen am 17. Mai 2020 (deutsch).