Frank Lehmann (Fußballspieler, 1989)

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Frank Lehmann
Spielerinformationen
Geburtstag 29. April 1989
Geburtsort BalingenDeutschland
Größe 191 cm
Position Tor
Vereine in der Jugend
1993–2001
1999–2000
2001–2002
2002–2007
TG Schömberg
→ SV Zimmern (Kooperation)
FC 07 Albstadt
VfB Stuttgart
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2007–2010
2008–2009
2009–2010
2009–2010
2010–2013
2013–
VfB Stuttgart II
Eintracht Frankfurt II (Leihe)
Energie Cottbus II (Leihe)
Energie Cottbus (Leihe)
1. FC Heidenheim
VfL Osnabrück
1 (0)
15 (0)
14 (0)
1 (0)
53 (0)
1 (0)
Nationalmannschaft2
2006 Deutschland U 18 2 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 3. September 2013
2 Stand: 25. Juli 2010

Frank Lehmann (* 29. April 1989 in Balingen) ist ein deutscher Fußballtorwart, der beim VfL Osnabrück unter Vertrag steht. Er absolvierte 2006 zwei Spiele für die deutschen U-18-Junioren.

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Karrierebeginn in Schömberg[Bearbeiten]

Seine aktive Karriere als Fußballtorwart begann der in Balingen geborene Lehmann nicht unweit seines Heimatortes, im Nachwuchsbereich der TG Schömberg in Schömberg im Zollernalbkreis. Nachdem er dort als gerade einmal Vierjähriger im Jahre 1993 seine Karriere begonnen hatte, durchlief er bis 2001 sämtliche Jugendmannschaften des Vereins mit Ausnahme der Jahre 1999 und 2000, als in der Jugendabteilung des Kooperationsvereins SV Zimmern in der Gemeinde Zimmern ob Rottweil zum Einsatz kam. Nachdem er die TG Schömberg im Jahre 2001 verließ, wechselte er in die Jugend des FC 07 Albstadt, die er jedoch im Jahre 2002 wieder verließ, da er ein Angebot des VfB Stuttgart bekam.

Die Zeit vom VfB[Bearbeiten]

In Stuttgart durchlief er sämtliche Jugendspielklassen und spielte mit dem B-Juniorenteam des VfB in der B-Jugend-Regionalliga. Mit der Mannschaft, die von 2002 bis 2005 viermal in Folge den Meistertitel in der Staffel Süd an sich nehmen durfte, gewann auch Lehmann im Jahre 2005 die Staffel-Meisterschaft. Von einem weiteren Erfolg war die Spielzeit 2007/08 in der U-19-Bundesliga gekrönt, als Lehmann als Stammtorhüter in 24 der 26 Ligapartien zum Einsatz kam und nach dem Meistertitel in der Staffel Süd/Südwest auch in den zwei Halbfinalspielen um die deutsche Meisterschaft das Tor der A-Junioren des VfB Stuttgart hütete, jedoch aus dem Wettbewerb ausschied. Noch in derselben Saison stand er beim 4:0-Erfolg gegen den SV Sandhausen am letzten Spieltag im Tor der zweiten Mannschaft des VfB. Nach einer erfolgreichen Zeit in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs folgte für den groß gebauten Torwart ein Wechsel auf Leihbasis.

Als Leihspieler nach Frankfurt und Cottbus[Bearbeiten]

Nachdem er bereits in der Saison 2007/08 ein Testspiel für Eintracht Frankfurt absolviert hatte, aber nicht in die Mannschaft aufgenommen worden war, transferierte der 1,91 m große Tormann vor Saisonbeginn 2008/09 zur zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt. Bei den Amateuren war er hinter Jan Zimmermann mit 18 Einsätzen und vor Erman Muratagić mit einem Einsatz der zweite Torhüter der Eintracht und brachte es dabei auf 15 Meisterschaftseinsätze, in denen er in jeder einzelnen Partie über die gesamte Spieldauer im Tor stand. Mit der Mannschaft schaffte er es zum Saisonende auf Platz 3 hinter seinem späteren Arbeitgeber, dem 1. FC Heidenheim und Hessen Kassel.[1] Zusammen mit zwei weiteren Spielern des Leistungszentrums, Cenk Tosun und Jürgen Mössmer, nahm Lehmann Anfang 2009 mit dem Profiteam der Eintracht an einem Hallenfußballturnier teil, wo er sich mit Jan Zimmermann im Tor abwechselte.[2] Bei Eintracht Frankfurt trainierte er den Großteil seiner dortigen Zeit bei den Profis mit und stand zudem nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Markus Pröll und Jan Zimmermann als Ersatztorwart im Bundesligakader des Vereins.

Unmittelbar nach seiner Zeit in Hessen und der Rückkehr nach Stuttgart in der Sommerpause vor der Spielzeit 2009/10 folgte eine weitere Ausleihe des Torwarttalents. Diesmal zog es ihn in den Osten Deutschlands nach Cottbus, wo er einen Leihvertrag für ein Jahr bei den Amateuren von Energie Cottbus unterzeichnete.[3][4] Für die Cottbuser Amateure bestritt Lehmann in der Saison 2009/10 der Oberliga Nordost 14 Partien und wechselte sich mit Marvin Gladrow im Tor ab. Am Ende der Saison wurde Energie Cottbus II mit acht Punkten Vorsprung auf den BFC Dynamo Meister der Oberliga Nordost und stieg in die viertklassigen Regionalliga Nord auf.[5]

Zum Saisonabschluss und zum Abschied aus Cottbus wurde Lehmann dann noch mit seinem ersten Profieinsatz belohnt. Am 9. Mai 2010 kam er am letzten Spieltag der 2. Bundesliga beim 4:1-Heimsieg der ersten Mannschaft über den Absteiger Rot Weiss Ahlen zu seinem ersten Profiligaspiel. Er wurde in der 54. Spielminute für den Routinier Gerhard Tremmel eingewechselt, der sein letztes Spiel für Cottbus absolvierte und danach nach Österreich zum FC Red Bull Salzburg wechselte. In der 61. Spielminute musste er einen Gegentreffer durch Marcel Busch hinnehmen, konnte aber auch zwei Schüsse des Gegners sicher parieren.[6] Schon Tage vor seinem Profidebüt meinte der Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz sich vorstellen zu können, Lehmann in der letzten Meisterschaftsrunde einzusetzen, um Tremmel zu verabschieden.[7] Nachdem sein Leihvertrag bei den Brandenburgern ausgelaufen war, kehrte Lehmann wieder zu seinem Stammverein nach Stuttgart zurück, nur um kurz darauf dort seinen Vertrag zu kündigen und einen weiteren Wechsel anzutreten.

Wechsel in die 3. Liga[Bearbeiten]

Im Mai 2010 unterzeichnete Lehmann einen Zweijahresvertrag beim Drittligisten 1. FC Heidenheim.[8][9] In seinem ersten Jahr war er bei den Schwaben noch die Nummer zwei hinter Erol Sabanov und kam nur gegen Ende der Hin- und der Rückrunde zu insgesamt fünf Einsätzen. Seinen ersten Einsatz für die Heidenheimer in einem Ligaspiel hatte Lehmann am 20. November 2010 beim 4:1-Erfolg gegen Wacker Burghausen. In der Saison 2011/12 verdrängte er Sabanov und war Stammtorhüter der Heidenheimer. Beim Spiel am 21. Januar 2012 sah er nach 50 Sekunden gegen den Chemnitzer FC die Rote Karte[10], dies war die schnellste Rote Karte der Saison 2011/12. Die folgenden beiden Spiele Sperre waren die einzigen Partien, die er in dieser Saison verpasste. Heidenheim hatte in dieser Spielzeit die Abwehr mit den zweitwenigsten Gegentoren und erreichte mit Platz vier die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte im Profifußball. Am 17. Dezember 2012 löste Lehmann seinen Vertrag mit dem 1. FC Heidenheim auf und verlässt den Verein zum 31. Dezember.[11] Fortan spielte er in der Zweiten Mannschaft der Heidenheimer.

Am 31. August 2013 löste Lehmann seinen Vertrag in Heidenheim auf und wechselte kurz vor Ende der Transferphase zum Ligakonkurrenten VfL Osnabrück, bei dem er einen Einjahresvertrag unterschrieb,[12] welcher später bis 2016 verlängert wurde.[13]

Nationalmannschaftskarriere[Bearbeiten]

Für die U-18-Junioren absolvierte Lehmann am 14. sowie 16. November 2006 zwei Länderspiele gegen die Türkei, wobei er im ersten Spiel durch eine Einwechslung für Mohamed Amsif zu seinem Mannschaftsdebüt kam und die zweite Partie von Beginn an spielte.

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Germany 2008/09 auf rsssf.com (englisch), abgerufen am 25. Juli 2010
  2. Drei Talente halfen bei Profis aus, abgerufen am 25. Juli 2010
  3. Frank Lehmann wechselt zum FC Energie, abgerufen am 25. Juli 2010
  4. Cottbus holt Frank Lehmann vom VfB, abgerufen am 25. Juli 2010
  5. LFC Berlin – Energie Cottbus II (0:2) ||| Aufstieg! U 23 ist Meister, abgerufen am 25. Juli 2010
  6. Energie Cottbus – Rot Weiss Ahlen (4:1), abgerufen am 25. Juli 2010
  7. 7. Mai 2010: Die Frage des Tages, abgerufen am 25. Juli 2010
  8. Sandro Sirigu und Frank Lehmann verstärken den FCH, abgerufen am 25. Juli 2010
  9. Ein Duo für Heidenheim, abgerufen am 25. Juli 2010
  10. Heidenheim: Aus zwei mach eins Rot für Lehmann: FCH protestiert und bekommt Recht
  11. Zum Abschluss der Hinrunde der Saison 2012/13 gibt der 1. FC Heidenheim 1846 e. V. personelle Änderungen bekannt.
  12. http://www.vfl.de/news/news/article/vfl-verpflichtet-frank-lehmann.html
  13. VfL verlängert mit Frank Lehmann vfl.de vom 6. Mai 2014