Frank Pagelsdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frank Pagelsdorf
Frank Pagelsdorf.png
Frank Pagelsdorf im September 2008
Personalia
Geburtstag 5. Februar 1958
Geburtsort HannoverDeutschland
Größe 179 cm
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
TSV Garbsen
1964–1976 TSV Havelse
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1976 TSV Havelse
1976–1978 Hannover 96 71 (10)
1978–1984 Arminia Bielefeld 128 (28)
1984–1988 Borussia Dortmund 102 0(9)
1989 Hannover 96 6 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1975–1976 Deutschland U-18 6 0(0)
1982–1983 Olympia-Auswahlmannschaft 2 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1991–1992 Hannover 96 Amat.
1992–1994 1. FC Union Berlin
1994–1997 Hansa Rostock
1997–2001 Hamburger SV
2003–2004 VfL Osnabrück
2004–2005 Al-Nasr Sports Club
2005–2008 Hansa Rostock
2009–2010 Al-Nasr Sports Club
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Frank Pagelsdorf (* 5. Februar 1958 in Hannover) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hannoveraner Frank Pagelsdorf war der Enkel des Rugby-Spielers Willi Pagelsdorf senior und ein Neffe des Rugby-Spielers Willi Pagelsdorf junior.[1] Er besuchte die C.-Herschel-Realschule in Garbsen[2] und spielte in seiner Jugend in Garbsen beim TSV Havelse. Als 18-Jähriger wechselte er 1976 in die 2. Liga Nord zu Hannover 96 und wurde Profi. 1978 wechselte der Mittelfeldspieler nach 71 Zweitligaspielen und 10 Toren von Hannover 96 zu Arminia Bielefeld. Er spielte bis 1984 unter Trainern wie Otto Rehhagel, Horst Köppel und Karl-Heinz Feldkamp und bestritt für die Arminia 128 Bundesligaspiele. Seine 28 Tore für Arminia Bielefeld bedeuteten einen Vereinsrekord in der Bundesliga für die Ostwestfalen, der erst am 15. Dezember 2007 von Artur Wichniarek eingestellt werden konnte, was Pagelsdorf dort eine bis heute anhaltende gewisse Popularität („Der Netzer der Underdogs“) einbrachte.

Pagelsdorf spielte 1984 bis 1988 bei Borussia Dortmund unter Trainern wie Timo Konietzka, Erich Ribbeck, Reinhard Saftig und Pál Csernai und erzielte in 102 Erstligaspielen 9 Tore. Sein Gastspiel dort dürfte unter anderem in Erinnerung bleiben, weil er während einer Pressekonferenz dem Reporter einer Boulevard-Zeitung eine Dose Cola über den Kopf schüttete. 1988/89 kehrte Pagelsdorf nach Hannover zurück. Wegen eines Bandscheibenvorfalls beendete er nach 14 Profijahren mit 307 Spielen mit insgesamt 47 Toren seine Karriere als Profifußballer.

Nach seiner Spielerkarriere war Pagelsdorf zunächst bei Hannover 96 als Amateurcoach tätig. 1992 wurde er Trainer beim 1. FC Union Berlin. 1994 wechselte Frank Pagelsdorf zu Hansa Rostock und schaffte den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Unter seiner Führung platzierte sich Hansa Rostock auf Anhieb auf Platz sechs. 1997, nachdem er als bis dahin einziger Trainer seit der Wiedervereinigung seinen Vertrag bei Hansa Rostock erfüllt hatte, folgte ein Engagement beim Hamburger SV, mit dem er seinen größten bisherigen Erfolg schaffte: dritter Platz in der Spielzeit 1999/2000. Nach 142 Spielen trennte der HSV sich von Pagelsdorf im Herbst 2001, obwohl die Laufzeit seines Vertrages bis 2004 vereinbart war. Er erhielt die vertraglich vereinbarte Abfindung von 4,1 Millionen DM. Nach einer längeren Pause setzte Pagelsdorf seine Trainertätigkeit beim VfL Osnabrück ab Sommer 2003 für kurze Zeit fort, allerdings ohne jeden Erfolg, im Frühjahr 2004 trat er wieder zurück. Im weiteren Verlauf stieg der Verein 2004 aus der 2. Liga ab. Im September 2004 ging er in die Vereinigten Arabischen Emirate und trainierte dort bis Juni 2005 Al-Nasr Sports Club.

Im August 2005 übernahm Frank Pagelsdorf erneut den Posten des Cheftrainers beim FC Hansa Rostock[3] und führte diesen in der Saison 2006/07 zum Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. In der darauffolgenden Saison 2007/08 stieg der Verein unter Pagelsdorf als Zweitletzter in die Zweite Bundesliga ab, wo er am 12. Spieltag der Saison 2008/09 nach vier sieglosen Spielen beurlaubt wurde.[4] Im Januar 2009 kehrte er daraufhin zu Al-Nasr Sports Club zurück,[5] wurde dort im Februar 2010 jedoch wieder entlassen.[6]

Frank Pagelsdorf ist Besitzer eines Fußballzentrums in Kiel-Mettenhof.[7]

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Pagelsdorf ist einer von bislang acht Prominenten, denen das Kunststück gelang, fünf Treffer an der Torwand der ZDF-Sendung das aktuelle sportstudio zu erzielen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. o.V.: Pagels Mutter in Sorge um den Ruf des Sohnes auf der Seite der Hamburger Morgenpost vom 30. Dezember 1998, zuletzt abgerufen am 14. Januar 2017
  2. Welche Schule für mein Kind?, Verlagsbeilage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 12. Januar 2011, S. 13
  3. Frank Pagelsdorf übernimmt in Rostock. In: FAZ.NET. 15. August 2005, abgerufen im 21. Februar 2009.
  4. Hansa Rostock entlässt Pagelsdorf. In: Spiegel Online. 10. November 2008, archiviert vom Original am 13. November 2008; abgerufen im 21. Februar 2009. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spiegel.de
  5. Pagelsdorf in die Emirate. In: n-tv.de. 8. Januar 2009, abgerufen im 21. Februar 2009.
  6. Frank Pagelsdorf nicht mehr Trainer in Dubai. In: FTD.de. 7. Februar 2010, archiviert vom Original am 26. Mai 2012; abgerufen im 22. Februar 2010.
  7. Fußball-Center Pagelsdorf. Abgerufen im 27. September 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]