Frank Turner

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Frank Turner live auf dem Highfield Festival (2014)

Francis Edward "Frank" Turner (* 28. Dezember 1981 in Muharraq, Bahrain) ist ein britischer Musiker.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen in Winchester, England, besuchte Turner das Eton College und stieß 2001 als Sänger zur Punkband Million Dead, mit der er zwei Studioalben und mehrere Singles/EPs veröffentlichte. Parallel studierte er an der London School of Economics, an der er einen Bachelor-Abschluss in Europäischer Geschichte machte.

Seit dem Ende der Band im Jahr 2005 ist Turner solo als Singer-Songwriter tätig, dessen Musik deutliche Einflüsse aus Folk-Rock und Punk besitzt. Sein erstes Album Sleep Is for the Week erschien im Januar 2007 im Vereinigten Königreich und wurde in der dortigen Musikpresse überwiegend positiv wahrgenommen. Dessen Nachfolger Love Ire & Song wurde im März 2008 veröffentlicht und erschien im Sommer 2009 als Re-release auch im deutschen Sprachraum. Ersten größeren kommerziellen Erfolg erzielte er mit dem im Dezember 2008 veröffentlichten Album The First Three Years, einer Zusammenstellung der Songs von Singles und EPs aus Turners ersten Solojahren, das Platz 72 in den britischen Albumcharts erreichte. Auch sein drittes Studioalbum Poetry of the Deed, das im September 2009 veröffentlicht wurde, erreichte die britische Hitparade und konnte dort bis auf Platz 36 vorstoßen. Ende 2010 erschien eine EP mit dem Titel Rock & Roll; im Juni 2011 das Album England Keep My Bones, das Rang 12 der britischen Charts erreichte. Später im Jahr wurde eine zweite Sammlung von Singles und B-Seiten namens The Second Three Years veröffentlicht. Am 27. Juli 2012 trat Turner mit seiner Band bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 im Olympiastadion London vor circa 80.000 Zuschauern und einem weltweiten TV-Publikum auf. Im April 2013 erschien sein fünftes Studio-Album Tape Deck Heart, welches von Rich Costey produziert und erstmal außerhalb des Vereinigten Königreichs (nämlich in Kalifornien) eingespielt wurde. Das Album stellt bis dato seinen größten kommerziellen Erfolg dar und erreichte neben Platz 2 in Großbritannien auch die Charts in weiteren europäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten.

In der Regel spielt Turner seine Konzerte mit seiner Band The Sleeping Souls, die bereits seit einigen Jahren unverändert aus Ben Lloyd (Gitarre), Matt Nasir (Keyboard), Tarrant Anderson (Bass) und Nigel Powell (Schlagzeug) besteht. Vereinzelt tritt er auch solo auf.

Ein Nebenprojekt von Frank Turner nennt sich "Möngöl Hörde" – eine Hardcore-Punk-Band bestehend aus Matt Nasir (Gitarre) und Ben Dawson (Schlagzeug). Seit dem Erscheinen des gleichnamigen Studioalbums 2014 tritt die Formation hin und wieder live auf. Auf Wunsch Turners wird das Projekt und das Album nicht werbewirksam vermarktet.[1]

Die 13 Songs seines Albums No Man’s Land (2019) widmete Turner außergewöhnlichen Frauenpersönlichkeiten wie Rosetta Tharpe, Hudā Schaʿrāwī, Mata Hari und Christa McAuliffe.[2] Das Album wurde von der Australierin Catherine Marks produziert.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[4][5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2009 Poetry of the Deed UK36
(1 Wo.)UK
2011 England Keep My Bones UK12
Gold
Gold

(10 Wo.)UK
US143
(1 Wo.)US
2013 Tape Deck Heart DE21
(3 Wo.)DE
AT34
(1 Wo.)AT
CH79
(1 Wo.)CH
UK2
Gold
Gold

(17 Wo.)UK
US52
(1 Wo.)US
2015 Positive Songs for Negative People DE7
(4 Wo.)DE
AT21
(1 Wo.)AT
CH11
(3 Wo.)CH
UK2
Silber
Silber

(5 Wo.)UK
US69
(1 Wo.)US
2018 Be More Kind DE12
(3 Wo.)DE
AT19
(1 Wo.)AT
CH25
(1 Wo.)CH
UK3
(2 Wo.)UK
US95
(1 Wo.)US
2019 No Man’s Land DE22
(1 Wo.)DE
AT49
(1 Wo.)AT
CH61
(1 Wo.)CH
UK3
(1 Wo.)UK
2020 West Coast vs. Wessex DE42
(1 Wo.)DE
CH38
(1 Wo.)CH
mit NOFX

Studioalben

  • 2007: Sleep Is for the Week
  • 2008: Love Ire & Song

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Live at iTunes Festival London 2010
  • 2020: Live in Newcastle 2020

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2008 Love Ire & Song – The First Three Years UK72
Gold
Gold

(1 Wo.)UK
2014 The Third Three Years UK67
(1 Wo.)UK
2017 Songbook UK36
(1 Wo.)UK

Weitere Kompilationen

  • 2011: The Second Three Years
  • 2012: Last Minutes and Lost Evenings
  • 2015: Ten for Ten

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Campfire Punkrock
  • 2007: The Real Damage
  • 2010: Buddies (mit Jon Snodgrass)
  • 2010: Rock & Roll
  • 2013: Losing Days
  • 2014: Polaroid Picture
  • 2016: Mittens
  • 2019: Don’t Worry

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK
2008 Long Live the Queen
Love Ire & Song
UK65
(2 Wo.)UK
2009 The Road
Poetry of the Deed
UK62
(1 Wo.)UK
2010 I Still Believe
England Keep My Bones
UK40
(3 Wo.)UK
2013 Recovery
Tape Deck Heart
UK75
(2 Wo.)UK
The Way I Tend to Be
Tape Deck Heart
UK57
(3 Wo.)UK

Weitere Singles

  • 2006: Vital Signs
  • 2008: Photosynthesis
  • 2008: Reasons Not to Be an Idiot
  • 2009: Poetry of the Deed
  • 2010: Isabel
  • 2010: Try This at Home
  • 2011: Peggy Sang the Blues
  • 2011: If Ever I Stray
  • 2011: Wessex Boy
  • 2013: Losing Days
  • 2013: Oh Brother
  • 2014: Polaroid Picture
  • 2015: Get Better
  • 2015: The Next Storm
  • 2016: Mittens
  • 2017: There She Is
  • 2018: 1933
  • 2018: Blackout
  • 2018: Brave Face

Gastbeiträge

  • 2007: Steve McQueen (The Automatic feat. Frank Turner)
  • 2007: Deadly Lethal Ninja Assassin (Reuben feat. Frank Turner)
  • 2009: Larkin About (Amongst the Pigeons feat. Frank Turner)
  • 2010: You Stay, I Go, No Following (Look Mexico feat. Frank Turner)
  • 2010: Carnivalesque (The Dawn Chorus feat. Frank Turner)
  • 2012: Fields of June (Emily Barker & The Red Clay Halo feat. Frank Turner)
  • 2012: So Long (Donots feat. Frank Turner)
  • 2014: Home (John Allen feat. Frank Turner)
  • 2016: Greedy Bones (Ducking Punches feat. Frank Turner)

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: All About the Destination
  • 2010: Take to the Road
  • 2012: Live From Wembley
  • 2016: Get Better
  • 2019: Show 2000

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hörtest: Möngöl Hörde - Möngöl Hörde. In: Tinnitus Attacks. 26. November 2014, abgerufen am 27. März 2018. Album Review "Möngöl Hörde"
  2. https://www.radiobremen.de/bremeneins/musik/wochenalbum/album-woche-frank-turner-no-mans-land100.html
  3. https://www.radiobremen.de/bremeneins/musik/wochenalbum/album-woche-frank-turner-no-mans-land100.html
  4. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  5. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Frank Turner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien