Frankeneck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Frankeneck
Frankeneck
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Frankeneck hervorgehoben
Koordinaten: 49° 23′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Lambrecht (Pfalz)
Höhe: 173 m ü. NHN
Fläche: 4,76 km2
Einwohner: 817 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67468
Vorwahl: 06325
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 018
Adresse der Verbandsverwaltung: Sommerbergstraße 3
67466 Lambrecht (Pfalz)
Website: www.frankeneck.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Schlupp (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Frankeneck im Landkreis Bad Dürkheim
Bad DürkheimGrünstadtGrünstadtHaßlochMeckenheim (Pfalz)Niederkirchen bei DeidesheimRuppertsbergForst an der WeinstraßeDeidesheimWattenheimHettenleidelheimTiefenthal (Pfalz)Carlsberg (Pfalz)AltleiningenEllerstadtGönnheimFriedelsheimWachenheim an der WeinstraßeElmsteinWeidenthalNeidenfelsLindenberg (Pfalz)Lambrecht (Pfalz)FrankeneckEsthalKindenheimBockenheim an der WeinstraßeQuirnheimMertesheimEbertsheimObrigheim (Pfalz)ObersülzenDirmsteinGerolsheimLaumersheimGroßkarlbachBissersheimKirchheim an der WeinstraßeKleinkarlbachNeuleiningenBattenberg (Pfalz)NeuleiningenKirchheim an der WeinstraßeWeisenheim am SandWeisenheim am SandWeisenheim am SandErpolzheimBobenheim am BergBobenheim am BergDackenheimDackenheimFreinsheimFreinsheimHerxheim am BergHerxheim am BergHerxheim am BergKallstadtKallstadtWeisenheim am BergWeisenheim am BergLandkreis Alzey-WormsWormsLudwigshafen am RheinFrankenthal (Pfalz)Rhein-Pfalz-KreisLandkreis GermersheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKaiserslauternLandkreis KaiserslauternDonnersbergkreisKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild

Frankeneck ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz) an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die zweitkleinste Ortsgemeinde darstellt.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Pfälzerwald am Zusammenfluss von Speyerbach und Hochspeyerbach. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Neidenfels, Deidesheim, Lambrecht (Pfalz), Esthal und Weidenthal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde im Jahr 1785 gegründet. Zunächst gehörte sie zu Leiningen-Dagsburg. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Neufrankeneck – so der damalige Name – in den Kanton Neustadt (Donnersberg) eingegliedertund unterstand der Mairie Esthal. 1815 wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde, dem Landkommissariat Neustadt an; aus diesem ging das Bezirksamt Neustadt hervor.

Ab 1939 war Frankeneck Bestandteil des Landkreises Neustadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Bad Dürkheim. Drei Jahre später wurde Frankeneck Bestandteil der ebenfalls neu entstandenen Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz).

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 waren 41,0 Prozent der Einwohner evangelisch und 29,6 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Frankeneck besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU Gesamt
2014 8 4 12 Sitze
2009 8 4 12 Sitze
2004 8 4 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Frankeneck
Blasonierung: „Durch eine blaue Wellendeichsel, oben rechts in Rot ein schwebendes blaues Beil mit goldenem Stiel, oben links in Rot ein schwebender blauer Forstsichelhaken mit goldenem Stiel, unten in Silber eine blaubereifte rote Bütte mit silbernem Inhalt, davor stehend ein rotes Rührsieb.“[4]
Wappenbegründung: Es wurde 1951 vom Mainzer Innenministerium genehmigt. Die Figuren erinnern an die Gründung der Gemeinde als Holzhauerdorf.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Tenbury Wells in Großbritannien und Les Thuits (Le Thuit-Signol, Le Thuit-Anger, Le Thuit-Sîmer) in Frankreich werden Partnerschaften gepflegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TV Frankeneck bietet Fußball und Turnen an, außerdem gibt es seit dem Jahr 1892 den Club Freundschaft bei dem nur Männer Mitglieder werden können, den Gesangverein und zahlreiche andere Vereine. Es gibt ferner ein Papiermacher- und Heimatmuseum mit Einzelheiten über die Ortsgeschichte und über die Entwicklung der örtlichen Papierindustrie.

Siehe auch:

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Frankeneck

1909 wurde Frankeneck durch das Kuckucksbähnel, das von Lambrecht nach Elmstein verkehrt, an das Eisenbahnnetz angebunden; der Streckenabschnitt bis zur Sattelmühle entstand bereits 1902 als reine Güterbahn. 1960 wurde der Personenverkehr eingestellt, der Güterverkehr folgte 1977. Inzwischen dient die Strecke ausschließlich als Museumsbahn. Der Haltepunkt und frühere Bahnhof Frankeneck befindet sich auf der Gemarkung von Lambrecht unweit des nordöstlichen Siedlungsrands der Ortsgemeinde. Während der Zeit der Bayerischen Staatseisenbahnen war er als Stationstyp 2 geführt. Da die Platzverhältnisse im Lambrechter Bahnhof beengt waren und dieser an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angelangt war, fungierte er jahrzehntelang ebenfalls als Güterbahnhof Lambrecht. Einige Jahre nach der Stilllegung der Nebenbahn wurde er zum „Bahnhofsteil Frankeneck des Bf Lambrecht (Pfalz)“ umfunktioniert. Bis 2004 und erneut seit 2009 besitzt die Julius Glatz GmbH ein Anschlussgleis.

Mit der regulären Eröffnung der Bahnlinie von 1909 erhielt der Bahnhof als einzige Zwischenstation entlang der Strecke ein Empfangsgebäude, das wegen der eher untergeordneten Bedeutung vergleichsweise klein war. Mitte der 1970er Jahre wurde es abgebrochen und 200 Meter entfernt unweit der örtlichen Talstraße wieder errichtet. Bereits um die Jahrtausendwende war es indessen nicht mehr bewohnt und heruntergekommen.

Die Bundesstraße 39 streift den nordöstlichen Siedlungsrand. Durch den Ort selbst verläuft die Landesstraße 499.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Erhard Scheufelen, Unternehmer

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frankeneck – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Gräber, Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.