Frankenheim/Rhön

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Frankenheim/Rhön
Frankenheim/Rhön
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Frankenheim/Rhön hervorgehoben
Koordinaten: 50° 33′ N, 10° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs­gemeinschaft: Hohe Rhön
Höhe: 750 m ü. NHN
Fläche: 9,16 km²
Einwohner: 1121 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98634
Vorwahl: 036946
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 024
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Friedhof 5
98634 Frankenheim/Rhön
Webpräsenz: http://www.frankenheim-aktuell.de/
Bürgermeister: Alexander Schmitt (parteilos)
Lage der Gemeinde Frankenheim/Rhön im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
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Frankenheim (auch Frankenheim auf der Rhön) ist eine Gemeinde zwischen Meiningen und Fulda in der Rhön, sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Kaltensundheim hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Hohen Rhön, im Drei-Länder-Eck Hessen, Thüringen und Bayern, im Biosphärenreservat Rhön und ist mit einer Höhenlage von 750-780 m ü. NN das höchstgelegene Dorf der Rhön. Oberhalb des Ortes befindet sich der Aussichtsberg Ellenbogen (Rhön). Nachbarorte sind Hilders, Leubach, Reichenhausen und Birx.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde in einer Urkunde vom 13. April 1228 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Über Jahrhunderte stritten sich die angrenzenden Landesherrschaften Kloster Fulda, Bistum Würzburg, Grafschaft Henneberg und die Reichsritter von der Tann um Frankenheim und Birx. 1569 ging ein Vergleich zugunsten Hennebergs aus. Der Ort gehörte seitdem zum Amt Kaltennordheim, das später zu Sachsen-Weimar-Eisenach (Eisenacher Oberland) gehörte. Bis 1900 lag die einzige Verdienstmöglichkeit in der Peitschenherstellung, der Weberei, der Bürstenerzeugung und im Holzwarensektor; das Dorf war lange das ärmste der Rhön.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus dem Bürgermeister sowie 12 weiteren gewählten Gemeinderatsmitgliedern.[3]

(Stand: Kommunalwahl vom 7. Juni 2009)[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Schmitt wurde mit 83,3 % der Stimmen am 6. Juni 2010 erstmals zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von Süden

Eine Besonderheit stellte die im Mittelalter dort vorherrschende Realteilung dar (im Gegensatz zum in Thüringen sonst üblichen Anerbenrecht). Zu DDR-Zeiten führte man die Besitztümer in LPGs über. Heute existiert dort eine Agrargenossenschaft neuen Rechts mit nur noch fünf Mitarbeitern. Aufgrund seines speziellen Klimas war der Ort früher Höhenluftkurort. Erwähnenswert ist an dieser Stelle das ehemalige Kurhaus "Sophienhöhe", das im Rahmen der Sicherung der innerdeutschen Grenze "geschliffen", in diesem Falle gesprengt, wurde.

Durch den Ort führt die L1123 über Birx (ca. 2 km entfernt) nach Seiferts (ca. 5 km entfernt) und nach Reichenhausen (ca. 7 km entfernt). In Seiferts besteht Anschluss an die B 278 (Bischofsheim a.d. Rhön - Buttlar), in Reichenhausen besteht Anschluss an die B 285 (Bad Salzungen - Mellrichstadt). Weiterhin führt die L1125 durch den Ort, die Frankenheim mit Hilders (ca. 5 km entfernt) und Fladungen (ca. 6 km entfernt) verbindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neugotische Kirche

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche "St. Paul und Peter" ist ein einfach ausgestatteter neugotischer Bau von 1885/86, der anstelle einer Holzkirche errichtet wurde. Architekt war der weimarische Landesbaumeister Carl Weise.

Das Karolinenheim steht als Gemeindehaus der evangelischen Kirchgemeinde in der Mitte des Ortes. Gebaut wurde es mit der Unterstützung durch Karoline Luise von Sachsen-Weimar-Eisenach und erhielt somit den Namen der Stifterin.

Das Pfarrhaus der Kirchengemeinde Frankenheim liegt in der Reichenhäuser Straße, der Hauptstraße im oberen Teil des Dorfes von Reichenhausen kommend, und besteht bereits seit über 100 Jahren. Über die Jahre war es dem Verfall preisgegeben, so dass der aktuelle Pfarrer von Frankenheim und Oberweid, Alfred Spekker, mit Unterstützung der weltlichen Gemeinde das Pfarrhaus sanierte und renovierte. Heute ist eine Gedenktafel zu Ehren Adolf Wuttigs, der als Pfarrer sich als "Notwender Frankenheims" für die Armen im Dorf einsetzte, angebracht. Im Pfarrhaus befindet sich das Archiv der Pfarrgemeinde, das teilweise bis in die Zeit nach dem 30-jährigem Krieg zurück geht.

Die Hochrhönhalle, am Dorfeingang von Reichenhausen kommend rechter Hand gelegen, ist eine Mehrzweckhalle, die über eine gut ausgestattete Theke sowie entsprechende Bestuhlungsmöglichkeiten verfügt. Sie wird regelmäßig sowohl für Veranstaltungen (siehe hierfür die Internetseite des Bürgermeisters) und sportlichen Aktivitäten, möglich durch den entsprechend markierten Boden, benutzt. Eine Bühne sowie moderne Bühnentechnik ist vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Otto Dobenecker: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae. Band 3: (1128–1266). Gustav Fischer, Jena 1925, S. 2 f., Nr. 11.
  3. Artikel zu Frankenheim auf der Seite der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön, abgerufen am 1. Mai 2015
  4. wahlen.thueringen.de, abgerufen am 25. August 2013
  5. Thüringer Landesamt für Statistik (.pdf-Dokument, S. 54; 1,6 MB), abgerufen am 25. August 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frankenheim/Rhön – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien