Frankfurter Societät

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Das Verlagshaus der Frankfurter Societät in der Frankenallee.
Verlagshaus 1909 an der Großen Eschenheimer Straße

Die Frankfurter Societät GmbH ist ein Verwaltungsunternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main in Hessen. Die Firma entstand Ende 2010 durch Namensänderung aus der Societätsdruckerei GmbH, während gleichzeitig das operative Geschäft auf zwei Tochterunternehmen übertragen wurde, von denen die mit dem Druckereigeschäft den bisherigen Namen der Firma bekam.

95 Prozent des Kapitals der GmbH gehören der gemeinnützigen FAZIT-STIFTUNG, die restlichen 5 % der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH.

Geschichte[Bearbeiten]

Wurzeln im 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die Bankiers Leopold Sonnemann und Heinrich Bernhard Rosenthal gründeten am 21. Juli 1856 in Frankfurt am Main das Börsenblatt Frankfurter Geschäftsbericht. Ihr Unternehmen erhielt 1860 den Namen Frankfurter Societäts-Druckerei, Anteilseigner waren neben Rosenthal und Sonnemann die Unternehmer Ludwig Braunfels, Bernhard Docter und Johann Albrecht Vogtherr, der Direktor der Rhein-Main-Schiffahrts-AG. 1866 schieden die Gesellschafter aus und Sonnemann wurde Alleineigentümer. Dort erschien bis 1943 die Frankfurter Zeitung. „Künstlerischer Leiter“ des Societät-Verlags und der Zeitung war Albert Fuss.

Umbau Ende 2010[Bearbeiten]

Die Gesellschafterversammlung der Societätsdruckerei GmbH vom 30. Dezember 2010 (oder 30.11.??) beschloß, den Namen der Gesellschaft in Frankfurter Societät GmbH zu ändern und gleichzeitig „als übertragender Rechtsträger nach Maßgabe des Ausgliederungs- und Übernahmevertrages vom 30. November 2010 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag Teile ihres Vermögens als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung auf die Taunus Presse-Vertriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 89159) übertragen.“ (Zitat aus Mitteilung an das Registergerichtm VÖ vom 3. Januar 2011) sowie am „selben Tag Teile ihres Vermögens als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Ausgliederung auf die Medien-Vertriebsgesellschaft Neu-Isenburg mbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 52613)“ übertragen.

Die Taunus Presse-Vertriebsgesellschaft mbH, die ursprünglich mit Sitz in Bad Homburg mit dem Vertrieb von Presseartikeln jeder Art und Provinienz befaßt war, nahm am 30. November 2010 den Namen Frankfurter Societätsdruckerei GmbH an und änderte ihren Geschäftsgegenstand auf „Betrieb von Druckerei-Geschäften und die Durchführung aller Geschäfte, die mit Druckerei-Geschäften zusammenhängen“.

Gleichzeitig erhielt die Medien-Vertriebsgesellschaft Neu-Isenburg mbH ihren neuen Namen Frankfurter Societäts-Medien GmbH und ihren neuen Geschäftsgegenstand, „Betrieb von Verlags-Geschäften, die Herausgabe und der Vertrieb von Zeitungen, Zeitschriften, Büchern und sonstigen Veröffentlichungen – einschließlich elektronischer Medien – ferner der Betrieb von Corporate Publishing-Dienstleistungen sowie die Durchführung aller Geschäfte, die mit Verlags-Geschäften zusammenhängen.“ Als Geschäftsgegenstand wurde ferner proklamiert:

"Das Unternehmen ist aus der von Leopold Sonnemann 1856 gegründeten „Frankfurter Handels-Zeitung“ – der späteren „Frankfurter Zeitung“ hervorgegangen. Es hat den Geist und die Tradition der in seinem Verlag erschienenen „Frankfurter Zeitung“ zu wahren, die vorbehaltlos dem verfassungsgemäßen Grundsatz einer freiheitlichen rechtsstaatlichen Haltung entsprochen hat. Demgemäß sind die vom Unternehmen verlegten und/oder herausgegebenen Publikationen in voller Unabhängigkeit von Regierungen, Parteien, Konfessionen und Interessengruppen zu gestalten."(alle Zitate aus www.handelsregister.de).

Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Frankfurter Societäts-Druckerei[Bearbeiten]

Die Frankfurter Societäts-Druckerei (FSD) ist eine Großdruckerei mit Sitz in Mörfelden-Walldorf, wo die Zeitungen des Societäts-Gruppe und gedruckt werden, aber auch die regionale Ausgaber der BILD-Zeitung, der WELT und andere Drucksachen. 2001 wurde eine Süddeutsche Societätsdruckerei im bayerischen Maisach gegründet. Die FSD gehört mehrheitlich wie auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH der FAZIT-Stiftung

Frankfurter Societäts-Medien GmbH[Bearbeiten]

Ein Tochterunternehmen der Frankfurter Societät ist die Frankfurter Societäts-Medien GmbH. Kerngeschäftsfelder des Tochterunternehmens sind Zeitung, Corporate Publishing, Buch und Internet. Zum Medienunternehmen gehören die Frankfurter Neue Presse (FNP) und deren Regionalausgaben Höchster Kreisblatt (HK), Nassauische Neue Presse (NNP) und Taunus-Zeitung, die Societäts-Medien, der 1921 gegründete Societäts-Verlag

RheinMainMedia GmbH[Bearbeiten]

Die RheinMainMedia GmbH vermarktet die Anzeigen der FNP und der Frankfurter Rundschau sowie die regionalen Anzeigen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Gesellschafter sind zu gleichen Teilen die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und die Frankfurter Societäts-Medien GmbH. Ursprünglich hieß die RMM „Zeitungsanzeigengesellschaft RheinMainMedia“; der aktuelle Name gilt seit Ende Main 2013.

Rhein-Main.Net[Bearbeiten]

Rhein-Main.net war von 1995 bis 21. Dezember 2015 ein Online-Veranstaltungsportal. Diese Aufgabe wird von den Onlineangeboten der FNP (www.fnp.de) und der FR (www.fr-online.de) weitergeführt. Rhein-Main.net verbleibt als Internet-Dienstleistungs-Agentur für Webdesign, Webentwicklung, Online-Marketing sowie „Search engine optimization (SEO)“ und „SEA“.

Frankfurter Rundschau[Bearbeiten]

Seit 1. März 2013 wird die Frankfurter Rundschau von der Frankfurter Rundschau GmbH herausgegeben. Deren Gesellschafter sind neben der Frankfurter Societät mit 55 % die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit 35 % und die Karl Gerold Stiftung mit 10 %.[1]

Mix am Mittwoch[Bearbeiten]

… ist ein wöchentlich erscheinendes Anzeigenblatt für das Rhein-Main-Gebiet.

Verbundene Unternehmen[Bearbeiten]

Frankfurter Allgemeine Zeitung[Bearbeiten]

Die FAZ ist unabhängig vom Verlag der FNP und ist zu 93 % im Besitz der FAZIT-Stiftung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Unabhängige Redaktionsgesellschaft: Die „Frankfurter Rundschau“ bleibt erhalten, FAZ.NET, 27. Februar 2013.