Frankreich beim Eurovision Song Contest

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bilanz

Flagge Frankreichs
Übertragende Rundfunkanstalt
France 2
Erste Teilnahme
1956
Anzahl der Teilnahmen
61 (Stand 2018)
Höchste Platzierung
1 (1958, 1960, 1962, 1969, 1977)
Höchste Punktzahl
257 (2016)
Niedrigste Punktzahl
1 (1966)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
57,59 (Stand 2016)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
2,49 (Stand 2016)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Frankreichs als Teilnehmer im Eurovision Song Contest.

Frankreich war neben Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und Italien eines der Länder der ersten Stunde des Eurovision Song Contest im Jahr 1956. Mit bereits fünf Siegen gehört es zu einem der erfolgreichsten Länder im Wettbewerb.

Regelmäßigkeit der Teilnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich nimmt seit dem ersten Wettbewerb 1956 regelmäßig teil, setzte jedoch zweimal aus: 1974 hatte man bereits die Sängerin Dani mit dem Lied La vie à 25 ans ausgewählt, zog die Teilnahme jedoch aufgrund des Todes von Staatschef Georges Pompidou zurück. 1982 verzichtete Frankreich von vorneherein auf die Teilnahme.

Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich konnte bereits fünfmal den Titel erlangen: 1958 lag André Claveau mit Dors mon amour ganz vorne; zwei Jahre später gewann Jacqueline Boyer mit dem Evergreen Tom Pillibi; wiederum zwei Jahre später Isabelle Aubret mit dem Lied Un premier amour; 1969 teilte sich Frida Boccara den Sieg mit drei anderen Sängerinnen; zuletzt gewann mit Marie Myriam und ihrem Lied L’oiseau et l’enfant im Jahr 1977 ein französischer Beitrag den Wettbewerb. 1991 lag die Sängerin Amina punktgleich auf dem ersten Platz mit der Schwedin Carola. Dabei hatten beide die gleiche Anzahl an 12-Punktwertungen, Amina erhielt jedoch weniger Male 10 Punkte. Frankreich kam drei weitere Male auf den zweiten Platz (1957, 1976 und 1990) sowie sieben Mal auf den dritten Platz.

Frankreich erreichte 2014 erstmals den letzten Platz, wobei es bereits seit der flächendeckenden Einführung des Telefonvotings 1998 deutlich weniger erfolgreich ist: Lediglich viermal landete man unter den ersten zehn, nämlich 2001, 2002, 2009 und 2016. Auf der anderen Seite fallen in diesen Zeitraum vier vorletzte und zwei drittletzte Plätze. 2012 erreichte das Land den 22. Platz im Finale, hätte jedoch allein Televoting gegolten, so wäre Frankreich 26. und damit Letzter mit 0 Punkten geworden. Die Jury hatte das Land auf Platz 13 gesetzt.2015 übernahm wieder der quotenstärkere Sender France 2 die Übertragung des ESC vom Vorgänger France 3. Mit Amir erreichte Frankreich 2016 erstmals seit 2009 wieder die Top10 und mit Platz 6 die beste Platzierung in vierzehn Jahren.

Liste der Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Titel
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Platz Punkte Platz Punkte
1956 Dany Dauberson Il est là
M/T: Simone Vallauris
Französisch Er ist da k. A. / 14 k. A. Direkte Teilnahme
Mathé Altéry Le temps perdu
M: André Lodge; T: Rachèle Thoreau
Französisch Die verlorene Zeit k. A. / 14 k. A.
1957 Paule Desjardins La belle amour
M: Guy Lafarge; T: Francis Carco
Französisch Die schöne Liebe 2 / 10 17
1958 André Claveau Dors, mon amour
M: Hubert Giraud; T: Pierre Delanoë
Französisch Schlaf, mein Schatz 1 / 10 27
1959 Jean Philippe Oui, oui, oui, oui
M: Hubert Giraud; T: Pierre Cour
Französisch Ja, ja, ja, ja 3 / 11 15
1960 Jacqueline Boyer Tom Pillibi
M: André Popp; T: Pierre Cour
Französisch 1 / 13 32
1961 Jean-Paul Mauric Printemps (Avril carillonne)
M: Francis Baxter; T: Guy Favereau
Französisch Frühling (Der April läutet) 4 / 16 13
1962 Isabelle Aubret Un premier amour
M: Claude-Henri Vic; T: Roland Stephane Valade
Französisch Eine erste Liebe 1 / 16 26
1963 Alain Barrière Elle était si jolie
M/T: Alain Barrière, A. Migiani
Französisch Sie war so hübsch 5 / 16 25
1964 Rachel Le chant de Mallory
M: André Popp; T: Pierre Cour
Französisch Mallorys Gesang 4 / 16 14
1965 Guy Mardel N’avoue jamais
M: Guy Mardel; T: Françoise Dorin
Französisch Gestehe niemals 3 / 18 22
1966 Dominique Walter Chez nous
M: Claude Carrère; T: Jacques Plante
Französisch Bei uns 16 / 18 1
1967 Noëlle Cordier Il doit faire beau là-bas
M: Hubert Giraud; T: Pierre Delanoë
Französisch Dort muss es schön sein 3 / 17 20
1968 Isabelle Aubret La source
M: Daniel Faure; T: Henri Dijan, Guy Bonnet
Französisch Die Quelle 3 / 17 20
1969 Frida Boccara Un jour, un enfant
M: Emile Stern; T: Eddy Marnay
Französisch Ein Tag, ein Kind 1 / 16 18
1970 Guy Bonnet Marie-Blanche
M: Guy Bonnet; T: André-Pierre Dousset
Französisch 4 / 12 8
1971 Serge Lama Un jardin sur la terre
M: Alice Dona; T: Henri Dijan, Jacques Demarny
Französisch Ein Garten auf der Erde 10 / 18 82
1972 Betty Mars Comé-comédie
M/T: Frédéric Botton
Französisch Komö-Komödie 11 / 18 81
1973 Martine Clémenceau Sans toi
M: Paul Koulak; T: Anne Grégory
Französisch Ohne dich 15 / 17 65
1974 Dani La vie à 25 ans
M/T: Christine Fontane
Französisch Das Leben mit 25 Teilnahme zurückgezogen
Staatstrauer nach dem Tode Pompidous
1975 Nicole Rieu Et bonjour à toi, l’artiste
M/T: Pierre Delanoë, Jaff Barnel
Französisch Und dir, Künstler, guten Tag 4 / 19 91 Direkte Teilnahme
1976 Catherine Ferry Un, deux, trois
M: Tony Rallo; T: Jean-Paul Cara
Französisch Eins, zwei, drei 2 / 18 147
1977 Marie Myriam L’oiseau et l’enfant
M: Jean-Paul Cara; T: Joe Gracy
Französisch Der Vogel und das Kind 1 / 18 136
1978 Joël Prévost Il y aura toujours des violons
M: Gérard Stern; T: Didier Barbelivien
Französisch Es wird immer Violinen geben 3 / 20 119
1979 Anne-Marie David Je suis l’enfant-soleil
M: Hubert Giraud; T: Eddy Marnay
Französisch Ich bin das Sonnenkind 3 / 19 106
1980 Profil Hé, hé m’sieurs dames
M: Sylvano Sontorio; T: Richard de Bordeaux, Richard Joffo
Französisch Hey, hey, meine Damen und Herren 11 / 19 45
1981 Jean Gabilou Humanahum
M: Jean-Paul Cara; T: Joe Gracy
Französisch Land der Menschen 3 / 20 125
1982 Auf Teilnahme verzichtet
1983 Guy Bonnet Vivre
M: Guy Bonnet; T: Fulbert Cant
Französisch Leben 8 / 20 56 Direkte Teilnahme
1984 Annick Thoumazeau Autant d’amoureux que d’étoiles
M: Vladimir Kosma; T: Charles Level
Französisch So viele Verliebte wie Sterne 8 / 19 61
1985 Roger Bens Femme, dans ses rêves aussi
M/T: Didier Pascalis
Französisch Auch in ihren Träumen (ist sie) eine Frau 10 / 19 56
1986 Cocktail Chic Européennes
M/T: Georges Cost, Michel Costa
Französisch Europäerinnen 17 / 20 13
1987 Christine Minier Les mots d’amour n’ont pas de dimanche
M: Gerard Curci; T: Marc Minier
Französisch Die Worte der Liebe kennen keinen Sonntag 14 / 22 44
1988 Gérard Lenorman Chanteur de charme
M: Gérard Lénorman; T: Gérard Lénorman, Claude Lemesle
Französisch Schnulzensänger 10 / 21 64
1989 Nathalie Pâque J’ai volé la vie
M: Guy Mattéoni, G.G. Candy; T: Sylvain Lebel
Französisch Ich habe das Leben gestohlen 8 / 22 60
1990 Joëlle Ursull White and Black Blues
M: Georges Ougier de Moussac; T: Serge Gainsbourg
Französisch Der weiße und schwarze Blues 2 / 22 132
1991 Amina Le dernier qui a parlé qui a raison
M: Wasis Diop; T: Amina
Französisch Der Letzte, der gesprochen hat, hat Recht 2 / 22 146
1992 Kali Monté la riviè
M/T: Kali
Kreolisch Steig den Fluss hinauf 8 / 23 73
1993 Patrick Fiori Mama Corsica
M/T: François Valéry
Korsisch, Französisch Mama Korsika 4 / 25 121
1994 Nina Morato Je suis un vrai garçon
M: Bruno Maman; T: Nina Morato
Französisch Ich bin ein echter Junge 7 / 25 74 Direkt für das Finale qualifiziert
1995 Nathalie Santamaria Il me donne rendez-vous
M: Francois Bernheim; T: Didier Barbelivien
Französisch Er verabredet sich mit mir 4 / 23 94
1996 Dan Ar Braz &
L'Héritage des Celtes
Diwanit bugale
M/T: Dan Ar Braz
Bretonisch Lasst Kinder geboren werden 19 / 23 18 11 / 29 55
1997 Fanny Sentiments songes
M/T: Jean-Paul Dréau
Französisch Gefühle, Lügen 7 / 25 95 Direkt für das Finale qualifiziert
1998 Marie Line Où aller?
M/T: Jean-P. Dary, Marie Line, Moïse Crespy, Micaël Sene
Französisch Wohin gehen? 24 / 25 3
1999 Nayah Je veux donner ma voix
M: P. Graczyk, R. Colombies; T: G. Arcens, L. Ruttigliano
Französisch Ich will meine Stimme geben 19 / 23 14
2000 Sofia Mestari On aura le ciel
M/T: Pierre Legay, Benoît Heinrich
Französisch Uns wird der Himmel gehören 23 / 24 5
2001 Natasha Saint-Pier Je n’ai que mon âme
M/T: Jill Kapler
Französisch, Englisch Ich habe nur meine Seele 4 / 23 142
2002 Sandrine François Il faut du temps
M: Patrick Bruel, Marie-Florence Gros; T: Rick Allison, Patrick Bruel
Französisch Es braucht Zeit 5 / 24 104
2003 Louisa Baïleche Monts et merveilles
M/T: Hocine Hallaf
Französisch Glocken und Pfeifen 18 / 26 19
2004 Jonatan Cerrada À chaque pas
M: Ben Robbins, Steve Balsamo; T: Jonatan Cerrada
Französisch, Spanisch Mit jedem Schritt 15 / 24 40
2005 Ortal Chacun pense à soi
M: Ortal; T: Saad Tabainet
Französisch Jeder denkt an sich 23 / 24 11
2006 Virginie Pouchain Il était temps
M/T: Corneille
Französisch Es war Zeit 22 / 24 5
2007 Les Fatals Picards L’amour à la française
M/T: P. Léger, Y., J. Sauvagnargues, L. Honel, I. Callot
Französisch, Englisch Liebe auf Französisch 22 / 24 19
2008 Sébastien Tellier Divine
M: S. Tellier; T: S. Tellier, Amandine de La Richardière
Englisch, Französisch Göttlich 19 / 25 47
2009 Patricia Kaas Et s’il fallait le faire
M/T: Anse Lazio, Fred Blondin
Französisch Und wenn es sein müsste 8 / 25 107
2010 Jessy Matador Allez! Ola! Olé!
M/T: Hugues Ducamin, Jacques Ballue
Französisch Komm schon! Los! Olé! 12 / 25 82
2011 Amaury Vassili Sognu
M/T: Daniel Moyne, Quentin Bachelet, Jean-Pierre Marcellesi, Julie Miller
Korsisch Traum 15 / 25 82
2012 Anggun Echo (You And I)
M: William Rousseau, Jean-Pierre Pilot; T: William Rousseau, Anggun
Französisch, Englisch Echo (Du und ich) 22 / 26 21
2013 Amandine Bourgeois L’enfer et moi
M: David Salkin; T: Boris Bergman
Französisch Die Hölle und ich 23 / 26 14
2014 Twin Twin Moustache
M: Pierre Beyres, Kim N'Guyen; T: Lorent Idir, François Ardouvin
Französisch, Englisch,
Spanisch
Schnurrbart 26 / 26 2
2015 Lisa Angell N’oubliez pas
M: Michel Illouz, Robert Goldman; T: Robert Goldman, Laure Izon
Französisch Vergesst nicht 25 / 27 4
2016 Amir J’ai cherché
M/T: Amir Haddad, Nazim Khaled, Johan Erramia
Englisch, Französisch Ich suchte 6 / 26 257
2017 Alma Requiem
M/T: Nazim Khaled
Französisch, Englisch Requiem 12 / 26 135
2018 Madame Monsieur Mercy
M/T: Émilie Satt, Jean-Karl Lucas
Französisch Eigenname 13 / 26 173

Ausgerichtete Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Twin Twin, 2014 in Kopenhagen
Lisa Angell, 2015 in Wien
Amir, 2016 in Stockholm

Obwohl Frankreich fünfmal den Wettbewerb gewann, fand er nur dreimal in Frankreich statt: 1959 und 1961 in Cannes sowie 1978 in Paris. 1959 und 1961 führte Jacqueline Joubert durch den Abend, neben ihr sind Katie Boyle und Petra Mede die einzigen Moderatorinnen, die mehrmals auftraten. 1978 in Paris wurde der Eurovision Song Contest zum ersten Mal von einem Paar moderiert, eine Tradition die sich seit 1996 endgültig eingebürgert hat.

Jahr Stadt Austragungsort Moderation
1959 Cannes Palais des Festivals Jacqueline Joubert
1961
1978 Paris Palais des Congrès Denise Fabre & Léon Zitrone

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich ist seiner Landessprache im Wettbewerb sehr treu, bisher wurden alle Beiträge zumindest teilweise in einer Landessprache vorgestellt, wobei dies nicht immer Französisch war: 1992 wurde der Beitrag Monté la riviè teilweise auf Kreolisch gesungen, im Folgejahr Mama Corsica teils auf Korsisch. 1996 wurde der ganze Beitrag Diwanit bugale auf Bretonisch vorgestellt. 2001 wurde der letzte Refrain von Je n’ai que mon âme auf Englisch gesungen, 2004 die letzten Zeilen des Beitrags A chaque pas auf Spanisch. 2007 präsentierten Les Fatals Picards ihr Lied L’amour à la française auf „franglais“, einer bunten Mischung aus Französisch und Englisch. Der Beitrag von 2008 war bis auf zwei Zeilen komplett auf Englisch. 2011 wurde der Beitrag Sognu komplett auf Korsisch gesungen. 2014 enthält Moustache zudem ein paar Zeilen auf Englisch und Spanisch.

Vorausscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Frankreichs Vorentscheide der 50er Jahre ist wenig bekannt. In den Jahren 1959 bis 1961 fand eine Vorentscheidung statt. Zwischen 1962 und 1975 wurden die meisten Beiträge intern ausgewählt, lediglich 1970 und 1973 fand eine entsprechende Sendung statt. Ab 1967 setzte sich der Vorentscheid endgültig durch, bis 1987 wurde jedes Jahr einer abgehalten – nur 1979 wurde die Sendung wegen eines Streiks nie im Fernsehen ausgestrahlt, obwohl sie stattfand.[1] Ab 1988 bis einschließlich 2004 wurde wieder überwiegend intern der jeweilige Vertreter bestimmt, 1999 und 2000 fanden jedoch klassische Vorentscheide statt, ebenso wie auch 2005 und 2007.

2006 fand das aufwändigste nationale Auswahlverfahren statt; es enthielt unter anderem drei unterschiedlich Castingshows auf drei verschiedenen Sendern. Der Titel hingegen wurde vorher intern ausgesucht: das von Corneille geschriebene Lied Nous, c’est vous. Da aber die siegreiche Sängerin Virginie Pouchain nicht mit dem Lied zufrieden war, wurde es durch den endgültigen Beitrag Il était temps ersetzt.

2014 fand erstmals seit 2007 wieder ein öffentlicher Vorentscheid statt, bei dem drei Interpreten am 26. Januar ihre Beiträge präsentierten und am 2. März der Sieger im Rahmen der Sendung Les chansons d’abord bekanntgegeben wurde.

2015 und 2016 wurden die Beiträge sowie die Interpreten intern ausgewählt.

Kommerzielle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960 war Jacqueline Boyers Tom Pillibi der erste Siegertitel des Wettbewerbes, der sich europaweit in den Charts platzieren konnte. Die Siegertitel aus den Jahren 1958, 1962 und 1969 waren kommerziell keine großen Erfolge, weder national noch international. Marie Myriams L’oiseau et l’enfant war in Frankreich sehr erfolgreich und avancierte mittlerweile zu einer Art Volkslied.[2] 2006 wurde eine Kinderliedfassung des Titels veröffentlicht, die sich ebenfalls in den Charts platzierte. Unter den Beiträgen der letzten Jahre hatte nur Natasha St.-Pier größeren Erfolg mit ihrem Beitrag, der 2001 Platz zwei der Singlecharts erreichte und sich neun Wochen unter den Top 10 hielt.[3]

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an Frankreich:

Die meisten im Finale vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 IsraelIsrael Israel 152
2 TurkeiTürkei Türkei 151
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 146
4 PortugalPortugal Portugal 136
5 SpanienSpanien Spanien 134
Die meisten insgesamt vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 PortugalPortugal Portugal 198
2 TurkeiTürkei Türkei 190
3 IsraelIsrael Israel 177
4 BelgienBelgien Belgien 148
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 148
Die meisten erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 SchweizSchweiz Schweiz 145
2 NorwegenNorwegen Norwegen 134
3 GriechenlandGriechenland Griechenland 126
4 IrlandIrland Irland 123
5 NiederlandeNiederlande Niederlande 119

Stand: 2016

Vergaben der Höchstwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Einführung des „douze points“-Systems im Jahr 1975 vergab Frankreich die Höchstpunktzahl an 18 verschiedene Länder, davon viermal an Israel, fünfmal an Belgien, Portugal und das Vereinigte Königreich und siebenmal an die Türkei. Seit 2016 verteilt jedes Land zwei Mal 12 Punkte. Dabei stammen die ersten zwölf Punkte von der Jury („(J)“ in Tabelle unten), die zweiten vom Televoting der Zuschauer („(T)“ in Tabelle unten).

Erhaltendes Land
Jahr Land Platz
1975 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1976 PortugalPortugal Portugal 12
1977 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1978 BelgienBelgien Belgien 2
1979 DeutschlandDeutschland Deutschland 4
1980 NiederlandeNiederlande Niederlande 5
1981 SchwedenSchweden Schweden 10
1982 Auf Teilnahme verzichtet
1983 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 1
1984 BelgienBelgien Belgien 5
1985 IsraelIsrael Israel 5
1986 BelgienBelgien Belgien 1
1987 NiederlandeNiederlande Niederlande 5
1988 DanemarkDänemark Dänemark 3
1989 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1990 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 13
1991 Zypern RepublikZypern Zypern 9
1992 ItalienItalien Italien 4
1993 SchweizSchweiz Schweiz 3
1994 PolenPolen Polen 2
1995 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 10
1996 OsterreichÖsterreich Österreich 10
1997 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1
1998 IsraelIsrael Israel 1
1999 PortugalPortugal Portugal 21
2000 TurkeiTürkei Türkei 10
2001 PortugalPortugal Portugal 18
2002 SpanienSpanien Spanien 7
2003 BelgienBelgien Belgien 2
2004 TurkeiTürkei Türkei 4
2005 13
2006 11
2007 4
2008 ArmenienArmenien Armenien 4
2009 TurkeiTürkei Türkei 4
2010 2
2011 SpanienSpanien Spanien 23
2012 SchwedenSchweden Schweden 1
2013 DanemarkDänemark Dänemark 1
2014 ArmenienArmenien Armenien 4
2015 BelgienBelgien Belgien 4
2016 ItalienItalien Italien (J) 16
ArmenienArmenien Armenien (T) 7
2017 PortugalPortugal Portugal (J & T) 1
2018 IsraelIsrael Israel (J & T) 1

ab 2016: (J) = Jury (T) = Televoting

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die bekannte französische Sängerin France Gall gewann 1965 mit Poupée de cire, poupée de son nicht für Frankreich, sondern für Luxemburg.
  • Marie Myriam verkündete in den letzten Jahren häufig die französischen Länderpunkte.
  • Ein symbolischer Moment im Wettbewerb fand 1991 statt, als die aus Tunesien stammende und für Frankreich antretende Amina zwölf Punkte aus Israel erhielt. Sie bedankte sich persönlich bei den israelischen Vertretern.
  • Der Beitrag von Anggun rief 2012 sehr unterschiedliche Reaktionen bei Fernsehpublikum und Jurys hervor: Während die Fernsehzuschauer den Beitrag bei einem reinen Televoting, wie es vor 2009 üblich war, mit null Punkten auf den letzten Platz gewählt hätten, erreichte Anggun in den Wertungen der nationalen Jurys einen dreizehnten Platz und damit sogar noch knapp die obere Tabellenhälfte. In der Endabrechnung aus je 50 % Jury- und Zuschauerstimmen stand schließlich ein 22. Platz zu Buche.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. natfinals.50webs.com
  2. esctoday.com
  3. charts-surfer.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.charts-surfer.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.