Frankreich beim Eurovision Song Contest

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Bilanz

Flagge Frankreichs
Übertragende Rundfunkanstalt
France 2
Erste Teilnahme
1956
Anzahl der Teilnahmen
61 (Stand 2018)
Höchste Platzierung
1 (1958, 1960, 1962, 1969, 1977)
Höchste Punktzahl
257 (2016)
Niedrigste Punktzahl
1 (1966)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
60,75 (Stand 2018)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
2,75 (Stand 2018)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Frankreichs als Teilnehmer im Eurovision Song Contest.

Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

André Claveau konnte 1958 Frankreichs ersten Sieg einfahren
Amir konnte 2016 die beste Platzierung Frankreichs seit 14 Jahren erreichen

Frankreich nahm bereits am ersten Eurovision Song Contest im Jahr 1956 teil. Allerdings wurden, abgesehen vom Schweizer Sieg, die restlichen Platzierungen nie bekannt gemacht. 1957 starte das Land dann sehr erfolgreich in den Wettbewerb und holte Platz 2. 1958 konnte dann schon der erste Sieg eingefahren. André Claveau mit Dors mon amour gewann den Wettbewerb in Hilversum. 1959, als Frankreich den Wettbewerb zum ersten Mal ausrichtete, konnte Jean Philippe dann Platz 3 erreichen. 1960 gewann Frankreich dann zum zweiten Mal. Jacqueline Boyer konnte mit dem Evergreen Tom Pillibi den gesamten Wettbewerb gewinnen, womit Frankreich sich vier Jahre in Folge unter den besten Drei des Jahres platzieren konnte. Auch 1961 war das Land wieder erfolgreich als Jean-Paul Mauric Platz 4 holte. 1962 gewann Isabelle Aubret dann Wettbewerb und holte somit Frankreichs dritten Sieg im Wettbewerb. Bis zu diesem Zeitpunkt war kein Land so erfolgreich im Wettbewerb wie Frankreich. Aber das Land konnte seine Erfolge in den nächsten Jahren fortsetzen.

1963 und 1964 erreichten die französischen Beiträge mit Platz 5 und Platz 4 wieder gute Ergebnisse. 1965 konnte Frankreich dann zum zweiten Mal Platz 3 im Wettbewerb erreichen. 1966 folgte dann allerdings ein kurzer Tiefpunkt. Dominique Walter konnte nur den drittletzten Platz erreichen und holte mit nur einem Punkt Frankreichs bis heute niedrigste Punktzahl im Wettbewerb. Dagegen waren die Beiträge von 1967 und 1968 wieder sehr erfolgreich und konnten jeweils Platz 3 erreichen. 1969 konnte Frankreich dann seinen vierten Sieg einfahren. Allerdings war es ein besonderer Sieg. Schließlich gewannen, abgesehen von Frankreich, auch noch die Niederlande, Spanien und das Vereinigte Königreich den Wettbewerb 1969. Grund dafür waren die fehlenden Regeln, sollte ein Land die gleiche Punktzahl erreichen. 1970, als der Wettbewerb dann in den Niederlanden stattfand, konnte Frankreich mit Platz 4 allerdings wieder ein gutes Ergebnis erreichen. Von 1971 bis 1973 war Frankreich dann eher nur mäßig erfolgreich im Wettbewerb. 1971 konnte nur Platz 10 von 18 geholt werden, was Frankreichs schlechteste Platzierung seit 1966 darstellte. Aber auch 1972 war keine Besserung in Sicht. Betty Mars holte mit Platz 11 von 18 wieder nur eine durchschnittliche Platzierung. 1973 wurde Frankreich dann zum bereits zweiten Mal Drittletzter. 1974 wollte Frankreich dann trotz der eher mäßigen Erfolge wieder teilnehmen und wählte Dani mit dem Lied La vie à 25 ans aus. Allerdings zog der französische Sender kurz vor dem Wettbewerb seine Teilnahme zurück, nachdem der Tod von Staatschef Georges Pompidou bekannt wurde. So setzte Frankreich das erste Mal beim Wettbewerb aus. 1975 kehrte Frankreich wieder zum Wettbewerb zurück und konnte ab dann wieder an alte Erfolge anknüpfen.

Bei der Rückkehr 1975 konnte schließlich mit Platz 4 das beste Ergebnis seit fünf Jahren erreicht werden. 1976 erreichte Catherine Ferry dann Platz 2 und holte somit Frankreichs bereits zweiten zweiten Platz im Wettbewerb. Mit 147 Punkten holte sie zu dem Frankreichs bis dahin höchste Punktzahl im Wettbewerb. 1977 konnte Marie Myriam mit ihrem Lied L’oiseau et l’enfant dann Frankreichs fünften und bisher letzten Sieg im Wettbewerb einfahren. Aber auch 1978 und 1979 war das Land dann erfolgreich und konnte jeweils Platz 3 erreichen. 1980 wurde dann mit Platz 11 von 19 das erste Mal seit sieben Jahren keine Platzierung unter den besten Fünf eingefahren werden. 1981 hingegen wurde mit Platz 3 dann wieder ein gutes Ergebnis erreicht. Es war Frankreichs bereits siebter dritter Platz im Wettbewerb. 1982 setzte Frankreich dann zum bereits zweiten Mal beim Wettbewerb aus. Einen wirklichen Grund für das Fernbleiben gab es nicht, schließlich verzichtete Frankreich von vorneherein auf die Teilnahme. 1983 kehrte dann Frankreich aber wieder zum Wettbewerb zurück.

Allerdings war Frankreich ab 1983 nicht mehr so erfolgreich wie zuvor. 1983 und 1984 konnte jeweils Platz 8 erreicht werden, was eine noch gute Platzierung darstellte. 1985 wurde mit Platz 10 dann nur noch knapp ein Platz unter den besten Zehn erreicht. 1986 wurde mit Platz 17 von 20 dann ein schlechtes Ergebnis eingefahren. Auch 1987 wurde mit Platz 14 nur eine durchschnittliche Platzierung erreicht. 1988 konnte mit Platz 10 dann wieder knapp eine Platzierung unter den besten Zehn erreicht werden. Erst ab 1989 konnte Frankreich wieder eher an frühere Erfolge anknüpfen. 1989 konnte Nathalie Pâque mit Platz 8 wieder eine gute Platzierung erreichen. 1990 wurde mit Platz 2 dann das beste Ergebnis seit 13 Jahren erreicht. 1991 lag dann die Sängerin Amina punktgleich auf dem ersten Platz mit der Schwedin Carola. Dabei hatten beide die gleiche Anzahl an 12-Punktwertungen, Amina erhielt jedoch weniger Male 10 Punkte, so dass Schweden dann den Wettbewerb gewann und Frankreich Zweiter wurde. Trotz dieses verpassten Sieges konnte Frankreich auch 1992 gut abschneiden und holte, wie schon 1983, 1984 und 1989, Platz 8. 1993 und 1995 wurde Frankreich dann jeweils wieder Vierter. 1994 wurde mit Platz 7 ebenfalls ein gutes Ergebnis erreicht. Ab 1996 war Frankreich dann weniger erfolgreich und die Platzierung starten stark zu schwanken an.

1996 holte das Duo Dan Ar Braz & L’Héritage des Celtes die schlechteste Platzierung seit neun Jahren mit Platz 19 von 23. 1997 hingegen wurde mit Platz 7 wieder ein gutes Ergebnis erreicht. 1997 war aber trotzdem ein besonderes Jahr für Frankreich beim ESC. Schließlich wurde das Land teil der eingeführten „Großen“ – Big Four (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien), seit 2011 Big Five (mit Italien), die größten EBU-Beitragszahler – und hat damit immer einen garantierten Finalplatz. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um die langfristige Teilnahme der großen Geldgeber (Spanien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, ab 2011 auch Italien) und so das Überleben des Contests zu sichern. 1998 war das für Frankreich sofort von nutzen. Das Land wurde Vorletzter und holte damit seine bis dahin schlechteste Platzierung im Wettbewerb. Ohne die Regelung der Big 4 hätte Frankreich 1999 gar nicht teilnehmen dürfen. 1999 wurde dann aber das Ergebnis von 1996 nur wiederholt mit Platz 19. Im Jahre 2000 folgte dann wieder ein vorletzter Platz, womit das Ergebnis von 1998 ebenfalls wiederholt wurde. Erst 2001 wurde mit Platz 4 wieder das erste gute Ergebnis seit vier Jahren erreicht. Außerdem war es die erste Platzierung unter den besten Fünf seit 1995. Auch 2002 war Frankreich wieder erfolgreich und holte Platz 5. Von 2003 bis 2008 war das Land hingegen sehr erfolglos. 2003 wurde mit Platz 18 und 2004 mit Platz 15 nur durchschnittliche Ergebnisse erzielt. 2005 wurde Frankreich dann Vorletzter. 2006 und 2007 landete das Land jeweils auf Platz 22 und damit auf dem Vorletzten Platz. Auch 2008 wurde mit Platz 19 nur eine mäßige Platzierung erreicht. Erst ab 2009 ging es für Frankreich wieder bergauf.

2009 konnte Patricia Kaas mit Platz 8 das beste Ergebnis seit sieben Jahren erzielen. 2010 und 2011 wurde mit Platz 12 und Platz 15 jeweils wieder durchschnittliche Platzierungen erreicht. Ab 2012 ging es allerdings wieder bergab für Frankreich. 2012 erreichte das Land Platz 22 im Finale, hätte jedoch allein Televoting gegolten, so wäre Frankreich auf Platz 26 gelandet und damit Letzter mit 0 Punkten geworden. Die Jury hatte das Land hingegen auf Platz 13 gesetzt. Auch 2013 landete Frankreich mit Platz 23 nur auf den hinteren Rängen. 2014 folgte dann ein neuer Tiefpunkt für Frankreich beim ESC. Twin Twin erreichten mit nur zwei Punkten den letzten Platz, den Frankreich damit zum ersten Mal erreichte. Auch 2015 wurde nur der Drittletzte erreicht, was Frankreich immer weniger erfolgreich beim Wettbewerb machte. Eine so schwache Phase wie von 2012 bis 2015 hatte Frankreich noch nie zuvor im Wettbewerb gehabt. Ab 2016 konnte das Land aber wieder erste Erfolge verbuchen.

Schließlich konnte Amir 2016 Platz 6 für Frankreich erreichen und holte damit den besten Platz seit 14 Jahren für das Land im Wettbewerb. Mit 257 Punkten holte er außerdem Frankreichs neue Höchstpunktzahl im Wettbewerb. 2017 und 2018 konnte mit Platz 12 und Platz 13 jeweils zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden.

Insgesamt landeten also 37 von den 60 Beiträge in der linken Tabellenhälfte. Dazu landete das Land nur einmal auf den letzten Platz. Mit fünf Siegen (1958, 1960, 1962, 1969, 1977), vier zweiten Plätzen (1957, 1976, 1990, 1991) und sieben dritten Plätzen (1959, 1965, 1967, 1968, 1978, 1979, 1981) gehört Frankreich, trotz der eher nur mäßigen Erfolgen seit dem Jahr 2000, zu den erfolgreichsten Ländern im Wettbewerb. Mit 61 Teilnahmen gehört es zu dem zu den am längsten teilnehmenden Länder im Wettbewerb. Schließlich setzte das Land nur 1974 und 1982 freiwillig aus.

Liste der Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Titel
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Nationaler
Vorentscheid
Platz Punkte Platz Punkte
1956 Dany Dauberson Il est là
M/T: Simone Vallauris
Französisch Er ist da k. A. / 14 k. A. Direkte Teilnahme interne Auswahl
Mathé Altéry Le temps perdu
M: André Lodge; T: Rachèle Thoreau
Französisch Die verlorene Zeit k. A. / 14 k. A.
1957 Paule Desjardins La belle amour
M: Guy Lafarge; T: Francis Carco
Französisch Die schöne Liebe 2 / 10 17 Sept villes, une chanson
1958 André Claveau Dors, mon amour
M: Hubert Giraud; T: Pierre Delanoë
Französisch Schlaf, mein Schatz 1 / 10 27 Nationaler Vorentscheid
1959 Jean Philippe Oui, oui, oui, oui
M: Hubert Giraud; T: Pierre Cour
Französisch Ja, ja, ja, ja 3 / 11 15 Nationaler Vorentscheid
1960 Jacqueline Boyer Tom Pillibi
M: André Popp; T: Pierre Cour
Französisch 1 / 13 32 interne Auswahl
1961 Jean-Paul Mauric Printemps (Avril carillonne)
M: Francis Baxter; T: Guy Favereau
Französisch Frühling (Der April läutet) 4 / 16 13 Nationaler Vorentscheid
1962 Isabelle Aubret Un premier amour
M: Claude-Henri Vic; T: Roland Stephane Valade
Französisch Eine erste Liebe 1 / 16 26 interne Auswahl
1963 Alain Barrière Elle était si jolie
M/T: Alain Barrière, A. Migiani
Französisch Sie war so hübsch 5 / 16 25 interne Auswahl
1964 Rachel Le chant de Mallory
M: André Popp; T: Pierre Cour
Französisch Mallorys Gesang 4 / 16 14 interne Auswahl
1965 Guy Mardel N’avoue jamais
M: Guy Mardel; T: Françoise Dorin
Französisch Gestehe niemals 3 / 18 22 interne Auswahl
1966 Dominique Walter Chez nous
M: Claude Carrère; T: Jacques Plante
Französisch Bei uns 16 / 18 1 interne Auswahl
1967 Noëlle Cordier Il doit faire beau là-bas
M: Hubert Giraud; T: Pierre Delanoë
Französisch Dort muss es schön sein 3 / 17 20 interne Auswahl
1968 Isabelle Aubret La source
M: Daniel Faure; T: Henri Dijan, Guy Bonnet
Französisch Die Quelle 3 / 17 20 interne Auswahl
1969 Frida Boccara Un jour, un enfant
M: Emile Stern; T: Eddy Marnay
Französisch Ein Tag, ein Kind 1 / 16 18 interne Auswahl
1970 Guy Bonnet Marie-Blanche
M: Guy Bonnet; T: André-Pierre Dousset
Französisch 4 / 12 8 Musicolor
1971 Serge Lama Un jardin sur la terre
M: Alice Dona; T: Henri Dijan, Jacques Demarny
Französisch Ein Garten auf der Erde 10 / 18 82 interne Auswahl
1972 Betty Mars Comé-comédie
M/T: Frédéric Botton
Französisch Komö-Komödie 11 / 18 81 interne Auswahl
1973 Martine Clémenceau Sans toi
M: Paul Koulak; T: Anne Grégory
Französisch Ohne dich 15 / 17 65 Nationaler Vorentscheid
1974 Dani La vie à 25 ans
M/T: Christine Fontane
Französisch Das Leben mit 25 Teilnahme zurückgezogen
Staatstrauer nach dem Tode Pompidous
interne Auswahl
1975 Nicole Rieu Et bonjour à toi, l’artiste
M/T: Pierre Delanoë, Jaff Barnel
Französisch Und dir, Künstler, guten Tag 4 / 19 91 Direkte Teilnahme interne Auswahl
1976 Catherine Ferry Un, deux, trois
M: Tony Rallo; T: Jean-Paul Cara
Französisch Eins, zwei, drei 2 / 18 147 Nationaler Vorentscheid
1977 Marie Myriam L’oiseau et l’enfant
M: Jean-Paul Cara; T: Joe Gracy
Französisch Der Vogel und das Kind 1 / 18 136 Nationaler Vorentscheid
1978 Joël Prévost Il y aura toujours des violons
M: Gérard Stern; T: Didier Barbelivien
Französisch Es wird immer Violinen geben 3 / 20 119 Nationaler Vorentscheid
1979 Anne-Marie David Je suis l’enfant-soleil
M: Hubert Giraud; T: Eddy Marnay
Französisch Ich bin das Sonnenkind 3 / 19 106 Concours de la Chanson Française pour l’Eurovision 1979
1980 Profil Hé, hé m’sieurs dames
M: Sylvano Sontorio; T: Richard de Bordeaux, Richard Joffo
Französisch Hey, hey, meine Damen und Herren 11 / 19 45 Nationaler Vorentscheid
1981 Jean Gabilou Humanahum
M: Jean-Paul Cara; T: Joe Gracy
Französisch Land der Menschen 3 / 20 125 Concours de la Chanson Française pour l’Eurovision 1981
1982 Auf Teilnahme verzichtet
1983 Guy Bonnet Vivre
M: Guy Bonnet; T: Fulbert Cant
Französisch Leben 8 / 20 56 Direkte Teilnahme Nationaler Vorentscheid
1984 Annick Thoumazeau Autant d’amoureux que d’étoiles
M: Vladimir Kosma; T: Charles Level
Französisch So viele Verliebte wie Sterne 8 / 19 61 Nationaler Vorentscheid
1985 Roger Bens Femme, dans ses rêves aussi
M/T: Didier Pascalis
Französisch Auch in ihren Träumen (ist sie) eine Frau 10 / 19 56 Nationaler Vorentscheid
1986 Cocktail Chic Européennes
M/T: Georges Cost, Michel Costa
Französisch Europäerinnen 17 / 20 13 L’Eurovision 1986
1987 Christine Minier Les mots d’amour n’ont pas de dimanche
M: Gerard Curci; T: Marc Minier
Französisch Die Worte der Liebe kennen keinen Sonntag 14 / 22 44 Nationaler Vorentscheid
1988 Gérard Lenorman Chanteur de charme
M: Gérard Lénorman; T: Gérard Lénorman, Claude Lemesle
Französisch Schnulzensänger 10 / 21 64 interne Auswahl
1989 Nathalie Pâque J’ai volé la vie
M: Guy Mattéoni, G.G. Candy; T: Sylvain Lebel
Französisch Ich habe das Leben gestohlen 8 / 22 60 interne Auswahl
1990 Joëlle Ursull White and Black Blues
M: Georges Ougier de Moussac; T: Serge Gainsbourg
Französisch Der weiße und schwarze Blues 2 / 22 132 interne Auswahl
1991 Amina Le dernier qui a parlé qui a raison
M: Wasis Diop; T: Amina
Französisch Der Letzte, der gesprochen hat, hat Recht 2 / 22 146 interne Auswahl
1992 Kali Monté la riviè
M/T: Kali
Kreolisch Steig den Fluss hinauf 8 / 23 73 interne Auswahl
1993 Patrick Fiori Mama Corsica
M/T: François Valéry
Korsisch, Französisch Mama Korsika 4 / 25 121 interne Auswahl
1994 Nina Morato Je suis un vrai garçon
M: Bruno Maman; T: Nina Morato
Französisch Ich bin ein echter Junge 7 / 25 74 Direkt für das Finale qualifiziert interne Auswahl
1995 Nathalie Santamaria Il me donne rendez-vous
M: Francois Bernheim; T: Didier Barbelivien
Französisch Er verabredet sich mit mir 4 / 23 94 interne Auswahl
1996 Dan Ar Braz &
L'Héritage des Celtes
Diwanit bugale
M/T: Dan Ar Braz
Bretonisch Lasst Kinder geboren werden 19 / 23 18 11 / 29 55 interne Auswahl
1997 Fanny Sentiments songes
M/T: Jean-Paul Dréau
Französisch Gefühle, Lügen 7 / 25 95 Direkt für das Finale qualifiziert interne Auswahl
1998 Marie Line Où aller?
M/T: Jean-P. Dary, Marie Line, Moïse Crespy, Micaël Sene
Französisch Wohin gehen? 24 / 25 3 interne Auswahl
1999 Nayah Je veux donner ma voix
M: P. Graczyk, R. Colombies; T: G. Arcens, L. Ruttigliano
Französisch Ich will meine Stimme geben 19 / 23 14 Nationaler Vorentscheid
2000 Sofia Mestari On aura le ciel
M/T: Pierre Legay, Benoît Heinrich
Französisch Uns wird der Himmel gehören 23 / 24 5 Nationaler Vorentscheid
2001 Natasha Saint-Pier Je n’ai que mon âme
M/T: Jill Kapler
Französisch, Englisch Ich habe nur meine Seele 4 / 23 142 interne Auswahl
2002 Sandrine François Il faut du temps
M: Patrick Bruel, Marie-Florence Gros; T: Rick Allison, Patrick Bruel
Französisch Es braucht Zeit 5 / 24 104 interne Auswahl
2003 Louisa Baïleche Monts et merveilles
M/T: Hocine Hallaf
Französisch Glocken und Pfeifen 18 / 26 19 interne Auswahl
2004 Jonatan Cerrada À chaque pas
M: Ben Robbins, Steve Balsamo; T: Jonatan Cerrada
Französisch, Spanisch Mit jedem Schritt 15 / 24 40 interne Auswahl
2005 Ortal Chacun pense à soi
M: Ortal; T: Saad Tabainet
Französisch Jeder denkt an sich 23 / 24 11 Nationaler Vorentscheid
2006 Virginie Pouchain Il était temps
M/T: Corneille
Französisch Es war Zeit 22 / 24 5 Nationaler Vorentscheid
2007 Les Fatals Picards L’amour à la française
M/T: P. Léger, Y., J. Sauvagnargues, L. Honel, I. Callot
Französisch, Englisch Liebe auf Französisch 22 / 24 19 Nationaler Vorentscheid
2008 Sébastien Tellier Divine
M: S. Tellier; T: S. Tellier, Amandine de La Richardière
Englisch, Französisch Göttlich 19 / 25 47 interne Auswahl
2009 Patricia Kaas Et s’il fallait le faire
M/T: Anse Lazio, Fred Blondin
Französisch Und wenn es sein müsste 8 / 25 107 interne Auswahl
2010 Jessy Matador Allez! Ola! Olé!
M/T: Hugues Ducamin, Jacques Ballue
Französisch Komm schon! Los! Olé! 12 / 25 82 interne Auswahl
2011 Amaury Vassili Sognu
M/T: Daniel Moyne, Quentin Bachelet, Jean-Pierre Marcellesi, Julie Miller
Korsisch Traum 15 / 25 82 interne Auswahl
2012 Anggun Echo (You And I)
M: William Rousseau, Jean-Pierre Pilot; T: William Rousseau, Anggun
Französisch, Englisch Echo (Du und ich) 22 / 26 21 interne Auswahl
2013 Amandine Bourgeois L’enfer et moi
M: David Salkin; T: Boris Bergman
Französisch Die Hölle und ich 23 / 26 14 interne Auswahl
2014 Twin Twin Moustache
M: Pierre Beyres, Kim N'Guyen; T: Lorent Idir, François Ardouvin
Französisch, Englisch,
Spanisch
Schnurrbart 26 / 26 2 Les chansons d’abord 2014
2015 Lisa Angell N’oubliez pas
M: Michel Illouz, Robert Goldman; T: Robert Goldman, Laure Izon
Französisch Vergesst nicht 25 / 27 4 interne Auswahl
2016 Amir J’ai cherché
M/T: Amir Haddad, Nazim Khaled, Johan Erramia
Englisch, Französisch Ich suchte 6 / 26 257 interne Auswahl
2017 Alma Requiem
M/T: Nazim Khaled
Französisch, Englisch Requiem 12 / 26 135 interne Auswahl
2018 Madame Monsieur Mercy
M/T: Émilie Satt, Jean-Karl Lucas
Französisch Eigenname 13 / 26 173 Destination Eurovision 2018
2019 Destination Eurovision 2019

Nationale Vorentscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Frankreichs Vorentscheide der 50er Jahre ist wenig bekannt. In den Jahren 1959 bis 1961 fand eine Vorentscheidung statt. Zwischen 1962 und 1975 wurden die meisten Beiträge intern ausgewählt, lediglich 1970 und 1973 fand eine entsprechende Sendung statt. Ab 1967 setzte sich der Vorentscheid endgültig durch, bis 1987 wurde jedes Jahr einer abgehalten – nur 1979 wurde die Sendung wegen eines Streiks nie im Fernsehen ausgestrahlt, obwohl sie stattfand.[1] Ab 1988 bis einschließlich 2004 wurde wieder überwiegend intern der jeweilige Vertreter bestimmt, 1999 und 2000 fanden jedoch klassische Vorentscheide statt, ebenso wie auch 2005 und 2007.

2006 fand das aufwändigste nationale Auswahlverfahren statt; es enthielt unter anderem drei unterschiedlich Castingshows auf drei verschiedenen Sendern. Der Titel hingegen wurde vorher intern ausgesucht: das von Corneille geschriebene Lied Nous, c’est vous. Da aber die siegreiche Sängerin Virginie Pouchain nicht mit dem Lied zufrieden war, wurde es durch den endgültigen Beitrag Il était temps ersetzt.

2014 fand erstmals seit 2007 wieder ein öffentlicher Vorentscheid statt, bei dem drei Interpreten am 26. Januar ihre Beiträge präsentierten und am 2. März der Sieger im Rahmen der Sendung Les chansons d’abord bekanntgegeben wurde.

Von 2015 und 2017 wurden die Beiträge sowie die Interpreten intern ausgewählt.

2018 fand zum ersten Mal seit vier Jahren mit Destination Eurovision 2018 wieder ein nationaler Vorentscheid statt.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich ist seiner Landessprache im Wettbewerb sehr treu, bisher wurden alle Beiträge zumindest teilweise in einer Landessprache vorgestellt, wobei dies nicht immer Französisch war: 1992 wurde der Beitrag Monté la riviè teilweise auf Kreolisch gesungen, im Folgejahr Mama Corsica teils auf Korsisch. 1996 wurde der ganze Beitrag Diwanit bugale auf Bretonisch vorgestellt. 2001 wurde der letzte Refrain von Je n’ai que mon âme auf Englisch gesungen, 2004 die letzten Zeilen des Beitrags A chaque pas auf Spanisch. 2007 präsentierten Les Fatals Picards ihr Lied L’amour à la française auf „franglais“, einer bunten Mischung aus Französisch und Englisch. Der Beitrag von 2008 war bis auf zwei Zeilen komplett auf Englisch. 2011 wurde der Beitrag Sognu komplett auf Korsisch gesungen. 2014 enthält Moustache zudem ein paar Zeilen auf Englisch und Spanisch.

Kommerzielle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960 war Jacqueline Boyers Tom Pillibi der erste Siegertitel des Wettbewerbes, der sich europaweit in den Charts platzieren konnte. Die Siegertitel aus den Jahren 1958, 1962 und 1969 waren kommerziell keine großen Erfolge, weder national noch international. Marie Myriams L’oiseau et l’enfant war in Frankreich sehr erfolgreich und avancierte mittlerweile zu einer Art Volkslied.[2] 2006 wurde eine Kinderliedfassung des Titels veröffentlicht, die sich ebenfalls in den Charts platzierte. Unter den Beiträgen der letzten Jahre hatte nur Natasha St.-Pier größeren Erfolg mit ihrem Beitrag, der 2001 Platz zwei der Singlecharts erreichte und sich neun Wochen unter den Top 10 hielt.[3]

Ausgerichtete Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Frankreich fünfmal den Wettbewerb gewann, fand er nur dreimal in Frankreich statt: 1959 und 1961 in Cannes sowie 1978 in Paris. 1959 und 1961 führte Jacqueline Joubert durch den Abend, neben ihr sind Katie Boyle und Petra Mede die einzigen Moderatorinnen, die mehrmals auftraten. 1978 in Paris wurde der Eurovision Song Contest zum ersten Mal von einem Paar moderiert, eine Tradition die sich seit 1996 endgültig eingebürgert hat.

Jahr Stadt Austragungsort Moderation
1959 Cannes Palais des Festivals Jacqueline Joubert
1961
1978 Paris Palais des Congrès Denise Fabre und Léon Zitrone

Liste der Dirigenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Dirigent[4]
1956 Franck Pourcel
1957 Paul Durand
1958 – 1967 Franck Pourcel1
1968 Alain Goraguer
1969 – 1972 Franck Pourcel
1973 Jean Claudric
1974 Teilnahme zurückgezogen
1975 Jean Musy
1976 Tony Rallo
1977 Raymond Donnez
1978 Alain Goraguer2
1979 Guy Matteoni
1980 Sylvano Santorio
1981 David Sprinfield
1982 Auf Teilnahme verzichtet
1983 / 1984 François Rauber
1985 Michel Bernholc
1986 / 1987 Jean-Claude Petit
1988 / 1989 Guy Matteoni
1990 Régis Dupré
1991 Jérôme Pillement
1992 Magdi Vasco Noverraz
1993 Christian Cravero
1994 Alain Goraguer
1995 Michel Bernholc
1996 Fiachra Trench
1997 Régis Dupré
1998 Martin Koch3[5]
1 Zugleich auch Musikdirektor in den Jahren 1951 und 1961
2 François Rauber war Musikdirektor im selben Jahr
3 Entgegen der üblichen Gepflogenheiten wurde der Dirigent nicht vor dem Song vorgestellt

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an Frankreich (Stand: 2018):

Die meisten im Finale vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 195
2 IsraelIsrael Israel 193
3 PortugalPortugal Portugal 188
4 SpanienSpanien Spanien 175
5 ItalienItalien Italien 166
Die meisten insgesamt vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 PortugalPortugal Portugal 250
2 IsraelIsrael Israel 240
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 195
4 TurkeiTürkei Türkei 190
5 NiederlandeNiederlande Niederlande 178
Die meisten erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 SchweizSchweiz Schweiz 181
2 BelgienBelgien Belgien 168
3 NorwegenNorwegen Norwegen 167
4 NiederlandeNiederlande Niederlande 162
5 DeutschlandDeutschland Deutschland 155
IrlandIrland Irland 155

Vergaben der Höchstwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Einführung des „douze points“-Systems im Jahr 1975 vergab Frankreich die Höchstpunktzahl an 18 verschiedene Länder, davon viermal an Israel, fünfmal an Belgien, Portugal und das Vereinigte Königreich und siebenmal an die Türkei. Seit 2016 verteilt jedes Land zwei Mal 12 Punkte. Dabei stammen die ersten zwölf Punkte von der Jury („(J)“ in Tabelle unten), die zweiten vom Televoting der Zuschauer („(T)“ in Tabelle unten).

Erhaltendes Land
Jahr Land Platz
1975 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1976 PortugalPortugal Portugal 12
1977 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1978 BelgienBelgien Belgien 2
1979 DeutschlandDeutschland Deutschland 4
1980 NiederlandeNiederlande Niederlande 5
1981 SchwedenSchweden Schweden 10
1982 Auf Teilnahme verzichtet
1983 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 1
1984 BelgienBelgien Belgien 5
1985 IsraelIsrael Israel 5
1986 BelgienBelgien Belgien 1
1987 NiederlandeNiederlande Niederlande 5
1988 DanemarkDänemark Dänemark 3
1989 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 2
1990 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 13
1991 Zypern RepublikZypern Zypern 9
1992 ItalienItalien Italien 4
1993 SchweizSchweiz Schweiz 3
1994 PolenPolen Polen 2
1995 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 10
1996 OsterreichÖsterreich Österreich 10
1997 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1
1998 IsraelIsrael Israel 1
1999 PortugalPortugal Portugal 21
2000 TurkeiTürkei Türkei 10
2001 PortugalPortugal Portugal 18
2002 SpanienSpanien Spanien 7
2003 BelgienBelgien Belgien 2
2004 TurkeiTürkei Türkei 4
2005 13
2006 11
2007 4
2008 ArmenienArmenien Armenien 4
2009 TurkeiTürkei Türkei 4
2010 2
2011 SpanienSpanien Spanien 23
2012 SchwedenSchweden Schweden 1
2013 DanemarkDänemark Dänemark 1
2014 ArmenienArmenien Armenien 4
2015 BelgienBelgien Belgien 4
2016 ItalienItalien Italien (J) 16
ArmenienArmenien Armenien (T) 7
2017 PortugalPortugal Portugal (J & T) 1
2018 IsraelIsrael Israel (J & T) 1

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die bekannte französische Sängerin France Gall gewann 1965 mit Poupée de cire, poupée de son nicht für Frankreich, sondern für Luxemburg.
  • Marie Myriam verkündete in den letzten Jahren häufig die französischen Länderpunkte.
  • Ein symbolischer Moment im Wettbewerb fand 1991 statt, als die aus Tunesien stammende und für Frankreich antretende Amina zwölf Punkte aus Israel erhielt. Sie bedankte sich persönlich bei den israelischen Vertretern.
  • Der Beitrag von Anggun rief 2012 sehr unterschiedliche Reaktionen bei Fernsehpublikum und Jurys hervor: Während die Fernsehzuschauer den Beitrag bei einem reinen Televoting, wie es vor 2009 üblich war, mit null Punkten auf den letzten Platz gewählt hätten, erreichte Anggun in den Wertungen der nationalen Jurys einen dreizehnten Platz und damit sogar noch knapp die obere Tabellenhälfte. In der Endabrechnung aus je 50 % Jury- und Zuschauerstimmen stand schließlich ein 22. Platz zu Buche.

Impressionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. natfinals.50webs.com
  2. esctoday.com
  3. charts-surfer.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.charts-surfer.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Detailed overview: conductors for France. Abgerufen am 21. September 2018.
  5. Eurovision 1998 France - Marie Line - Où aller. Abgerufen am 21. September 2018.