Frankweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Frankweiler
Frankweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Frankweiler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 14′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Landau-Land
Höhe: 243 m ü. NHN
Fläche: 6,86 km2
Einwohner: 843 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76833
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 026
Adresse der Verbandsverwaltung: An 44 Nr. 31
76829 Landau in der Pfalz
Webpräsenz: www.frankweiler.de
Ortsbürgermeister: Bernd Nerding
Lage der Ortsgemeinde Frankweiler im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Blick vom Orensberg aus
Ortszentrum mit Weinstraße

Frankweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landau-Land an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Landau in der Pfalz hat und innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die sechstgrößte Ortsgemeinde darstellt. Die Gemeinde ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2] Frankweiler hat die niedrigsten Grundsteuer-Sätze in Rheinland-Pfalz und ist schuldenfrei.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinort liegt in der Region Weinstraße; dort treffen Rheinebene und Haardt, wie der Ostrand des Pfälzerwaldes genannt wird, aufeinander. Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Gleisweiler, Böchingen, Landau in der Pfalz, Siebeldingen, Albersweiler, Dernbach (Pfalz) und eine zu Böchingen gehörende Exklave. Im Mittleren Pfälzerwald existiert mit dem Frankweiler Wald zudem eine Exklave der Gemeinde, die an solche von Landau in der Pfalz, Siebeldingen und Albersweiler grenzt.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Südhang samt Gipfel des 581,2 Meter hohen Orensberg gehört zu Frankweiler. Weiter südöstlich in der Nähe des Siedlungsgebiets erstreckt sich der 450 Meter hohe Ringelsberg. Im Westen der Gemarkung entspringt der Sandbach, der nach rund 250 Metern auf diejenige von Dernbach wechselt. Der nördlich der Bebauung verlaufende Hainbach bildet die Grenze zu Gleisweiler. Am Ostrand der Waldexklave verläuft der Dörenbach; westlich von ihm befindet sich der 554 Meter hohe Hahnenkopf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Etymologie des Ortsnamens lässt auf frühe Siedlungsschichten des 5. bis 8. Jahrhunderts schließen. Als fränkische Landnahme erfolgte die Kolonisierung durch Ortsgründungen (vorwiegend im Rhein-Main-Donau-Raum).

1249 wurde Frankweiler erstmals urkundlich erwähnt, da die Bewohner des Dorfes zu dieser Zeit Wein an das Kloster Eußerthal entrichteten. 1330 kam das Dorf von der Herrschaft Scharfeneck an die Pfalz, 1410 durch Erbteilung an das pfälzische Nebenland Pfalz-Zweibrücken (ab 1693 Oberamt Bergzabern), und 1768 wieder an das Kurpfalz, innerhalb derer die dem Oberamt Germersheim unterstand.

Im Zuge der Koalitionskriege wurde der linksrheinische Teil der Pfalz infolge der Besetzung vom rechtsrheinischen Teil abgetrennt. Von 1798 bis 1814 waren die linksrheinischen Gebiete Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs. Während dieser Zeit war Franckweiler - so die damalige Schreibweise - Teil des Département du Mont-Tonnerre (Departement Donnersberg), des Kanton Edenkoben und unterstand der Mairie Gleisweiler. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 742 Einwohner. Mit dem Wiener Kongress im selben Jahr kam das linksrheinische Kernland der Pfalz zunächst an Österreich und 1816 aufgrund eines Tauschvertrages an das Königreich Bayern. Ein Jahr später wechselte die Gemeinde in den Kanton Landau. Von 1818 bis 1862 gehörte Leinsweiler dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Landau hervor.

Von Dezember 1918 bis Juni 1930 war die Rheinpfalz von französischen Truppen besetzt. Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz und gehörte bis 1968 zum Regierungsbezirk Pfalz. 1968 wurde sie in den Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz eingegliedert. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Frankweiler am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Landau-Land zugeordnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Frankweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FDP FWG EFWG Gesamt
2014 2 2 1 4 3 12 Sitze
2009 3 1 6 2 12 Sitze
2004 2 1 7 2 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Frankweiler
Blasonierung: „In gespaltenem Schild rechts in Schwarz ein linksgewendeter, rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, links von Silber und Blau gerautet.“

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1987 besteht die Partnerschaft mit der Stadt Cullman (Alabama), U.S.A. Diese Stadt wurde von einem Auswanderer aus Frankweiler in Alabama gegründet. Sein Elternhaus ist in der Zwischenzeit abgebrochen und zu einem Dorfplatz mit Brunnen und Gedenktafel umgewandelt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringelsberghütte

Der Ortskern und der Friedhof sind als Denkmalzonen ausgewiesen; hinzu kommen insgesamt 32 Einzeldenkmäler.[5] Auf Gemarkung der Gemeinde befinden sich zudem die Ringelsberghütte sowie die Ruine der Burg Alt-Scharfeneck.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankweiler ist ein Winzerort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befinden sich die Einzellage Biengarten und Kalkgrube. Der hellgelbe, örtliche Sandstein wurde früher in einem Steinbruch abgebaut.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankweiler liegt an der Deutschen Weinstraße. Der Ort ist über die Buslinie 521, die ihn mit Landau in der Pfalz, Albersweiler, Eußerthal, Dernbach und Ramberg verbindet, an das Nahverkehrsnetz angeschlossen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die im Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Eifler (* 1949), Werkstoffwissenschaftler, wohnt in Frankweiler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frankweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017 - Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Die Rheinpfalz vom 20. Juli 2006
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2018, S. 36 ff. (PDF; 10 MB).
  6. http://www.cullmancity.org/History.htm@1@2Vorlage:Toter Link/www.cullmancity.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.