Franz Baumann (Beamter)

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Franz Bauman

Franz Baumann (* 23. September 1953 in Schramberg) ist ein deutscher ehemaliger UNO-Beamter, der bis Ende 2015 als Beigeordneter Generalsekretär sowie Sonderberater für Umweltfragen und Friedensmissionen der Vereinten Nationen tätig war.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baumann besuchte die Grundschule in Schramberg und legte 1973 am Gymnasium Schramberg die Reifeprüfung ab. Anschließend studierte er an der Universität Konstanz Verwaltungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationales und 1975 an der University of Bristol (Großbritannien) Kunstgeschichte. Sein Abschlussdiplom in Verwaltungswissenschaften legte er 1979 in Konstanz ab und promovierte 1992 in Politikwissenschaften an der Carleton University in Ottawa (Kanada).
Seine Ehefrau Barbara Gibson ist kanadische Diplomatin. Sie war von 2004 bis 2008 Botschafterin bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Wien und ist seit 2015 stellvertretende Generalsekretärin der unabhängigen Kommission zum Multilateralismus (ICM). [1]
Ihre Tochter wurde im Jahre 2000 geboren.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1976 war Baumann für das Europäische Parlament in Luxemburg tätig, 1979 wechselte er zur Europäischen Kommission in Brüssel und arbeitete 1980 für den Elektronikkonzern Siemens in München.

Seine Laufbahn bei den Vereinten Nationen begann Baumann 1980 bis 1982 als Associate Expert in Nigeria für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) / Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Danach arbeitete er in verschiedenen Abteilungen im Sekretariat der Vereinten Nationen, darunter Management, Friedenserhaltende Maßnahmen und dem Büro des Generalsekretärs. 1993 war er Verwaltungsleiter der gemeinsamen Menschenrechtsbeobachtermission der Vereinten Nationen und der Organisation Amerikanischer Staaten in Haiti (MICIVIH).

2002 wurde er zum Verwaltungsdirektor des Wiener Büros der Vereinten Nationen (UNOV) ernannt, 2004 zum stellvertretenden Generaldirektor von UNOV, 2006 zum stellvertretenden Exekutivdirektor des Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und 2007 zum kommissarischen Leiter des Büros für Weltraumfragen (OOSA).
Von 2009 bis 2015 war er Beigeordneter Generalsekretär im Sekretariat der Vereinten Nationen in New York [2], zunächst für die Generalversammlung und Konferenz-Organisation, dann Koordinator für die Einführung von "Umoja," [3] dem neuen Software Systems der Vereinten Nationen und letztlich Sonderberater für Umweltfragen und Friedensmissionen der Vereinten Nationen.
Seit 2013 ist er Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance in Berlin.[4].
Seit 2015 ist Baumann Mitglied des Vorstands der German International School New York [5]

Veröffentlichungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wie weit half der Marshall-Plan? Das europäische Wiederaufbauprogramm in kritischer Beleuchtung. In: Damals. 8. Jahrgang, Mai 1976.
  • Plädoyer gegen eine Verweigerung. In: Forum Europa. Dezember 1978/Januar 1979.
  • mit Jan Ulrich Clauss: Die Regionalisierung Belgiens: Arithmetik eines Sprachenstreites. In: Aufstand in der Provinz. Campus Verlag, Frankfurt/ New York 1980, ISBN 3-593-32803-8.
  •  The bureaucratic State and economic Development in Nigeria. In: Doctoral Dissertation. Carleton University, Ottawa 1992.
  • Kollektive Psychopathologie. In: Sprach-Nachrichten 1/2000.
  • Globalisierung und nationale Identität. In: Kontext. 8/2001.
  • Ein pragmatischer Idealist: Würdigung des Nobelpreisträgers Kofi Annan. In: Aufbau. 25. Oktober 2001.
  • Die Generalsanierung des UN-Amtssitzes (Capital Master Plan). In: Vereinte Nationen, Dezember 2004, S. 206f. online(PDF; 2,4 MB)
  • Warum ist Afrika unterentwickelt? Das Beispiel Nigeria. In: Mut. April 2012.
  • Coexistence of Languages at the United Nations. In: Le jour.Université de Saint Joseph, Beirut. April 2012, S. 5-10. online (PDF; 23,1 MB)
  • Die kurze Renaissance der VN-Friedensmissionen nach der Eiszeit des Kalten Krieges. In: Ekkehard Griep (Hrsg.): Des Friedens General. Herder Verlag, Freiburg/ Basel/ Wien 2013, ISBN 978-3-451-30743-0.
  • Die Vereinten Nationen. Eine Innenansicht der Schwierigkeiten, Frieden zu schaffen. In: Mut. Nr. 554, März 2014.
  • The Principle of Hope. Rezension des Aufsatzes von Thomas G. Weiss: Governing the World? Addressing ‘Problems without Passports’, In: Academic Council on the United Nations System, 21.10.2014 online
  • Die Vereinten Nationen: Wertvoll aber schwierig. In: Ekkehard Griep (Hrsg.): Wir sind UNO - Deutsche bei den Vereinten Nationen. Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 2016 ISBN 978-3-495-31138-7

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe Weblinks (1)
  2. siehe Weblinks (2)
  3. siehe Weblinks (3)
  4. siehe Weblinks (4)
  5. siehe Weblinks (5)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]