Franz Bernauer

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Franz Bernauer
Prinzregentenbrunnen in Augsburg
Statue von Prinzregent Luitpold auf dem Prinzregentenbrunnen in Augsburg

Franz Xaver Bernauer (* 25.[1] oder 26. März[2] 1861 in München; † 25. Juli 1916 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Bernauer absolvierte seine Ausbildung ab 1880 an der Kunstakademie in München bei Syrius Eberle und Anton Hess.[3]

Um die Jahrhundertwende lehrte Franz Bernauer an der Städtischen Modellier- bzw. Bildhauerschule in München und führte den Professorentitel. Zu seinen Schülern gehörten Karl Knappe, Ottmar Zeiller[4] und Karl May.[5]

Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Bernauer schuf vor allem Monumentalplastiken, Grabdenkmäler, Brunnen, Porträtbüsten und Plaketten.

Sein Entwurf für ein Max-Schneckenburger-Denkmal in Tuttlingen wurde in einem Wettbewerb 1888 mit dem zweiten Platz bedacht und der Entwurf wurde angekauft. Die Figur eines Germanen, der sich auf sein Steinbeil stützte, war nach dem Urteil der Kunstchronik vom künstlerischen Standpunkt her dem siegreichen Entwurf von Adolf Jahn entschieden vorzuziehen; dennoch wurde Jahns Entwurf einer Germaniafigur realisiert.[6]

Als sein Hauptwerk gilt der Prinzregentenbrunnen (Luitpoldbrunnen) in Augsburg (1901–03). Bernauer schuf ferner den kleineren Hubertusbrunnen in Schwalbach und den Germanenbrunnen am Alten Botanischen Garten in München (1897).[7] 1907 stellte er auf der Kunstausstellung im Münchner Glaspalast das Modell eines Rübezahlbrunnens vor[8], dessen Figur im Thieme-Becker mit Werken von Adolf von Hildebrand verglichen wurde, wohingegen das Brunnenbecken und das Gitter an romanische Traditionen erinnere.

Für das Augsburger Rathaus schuf er Büsten des Prinzregenten Luitpold und von König Ludwig III. von Bayern, die viel kopiert wurden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tote, in: Deutsche Bauzeitung 50, 1916, S. 332; Todesmeldung in Die Christliche Kunst 1917, S. 3.
  2. Anders als in den Nachrufen in der Deutschen Bauzeitung und in Die Christliche Kunst wird im Thieme-Becker und im Allgemeinen Künstlerlexikon das Geburtsdatum mit 26. März angegeben.
  3. Eintrag Matrikeldatenbank.
  4. Biographie Ottmar Zeillers
  5. Achim Feldmann: Karl May. Bildhauer, Medailleur und Schmuckkünstler in München und Erlangen. Teil 1. In: Münchner Schmucknachrichten 19, November 2011, S. 2.
  6. Konkurrenzen, in: Kunstchronik 23, 1888, Sp. 627 f.
  7. Ansicht bei Foto Marburg.
  8. Offizieller Katalog der Münchener Jahresausstellung 1907 im kgl. Glaspalast München. München 1907, S. 144 Nr. 1729 Taf. 142; Die Christliche Kunst 4, 1907/08, S. 24.