Franz Carl Weber

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Franz Carl Weber (Kurzform: FCW) ist ein Unternehmen im Schweizer Spielwaren-Fachhandel. Das Stammhaus steht an der Bahnhofstrasse in Zürich. In seiner Blütezeit gab es über 50 Filialen; heute gibt es 20 Filialen in der ganzen Schweiz. Der Umsatz betrug im Jahr 2004 bei 200 Beschäftigten 43,3 Millionen Franken. Seit dem 1. September 2006 ist das ehemalige Familienunternehmen im Besitz der Ludendo SA.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FCW-Haus im Advent 2012
Franz Carl Weber um 1910

Das Unternehmen wurde von Franz Philipp Karl Friedrich Weber (* 24. Mai 1855 in Schwarzenbach in Bayern) gegründet. Dieser absolvierte eine kaufmännische Lehre in der Spielwaren-Exportfirma Ullmann & Engelmann. Im Alter von 24 Jahren wanderte er von seiner Heimatstadt Fürth nach Zürich aus, wo er zunächst mehrere Jahre für die Drogerie Fisler arbeitete.

1881 gründete Weber sein eigenes Verkaufsgeschäft für Spielwaren und nannte es Franz Carl Weber. Das erste Ladenlokal lag an der Bahnhofstrasse 48, die damals noch keine zentrale Geschäftslage war. Trotz zweier etablierter Konkurrenten florierte das Unternehmen, so dass nach neun Jahren die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 62 erworben werden konnte.

Weber verstarb 1948. Sein Unternehmen wurde zunächst von seinem Sohn, anschliessend von seinem Enkel weitergeführt. 1984 wurde es an die Detailhandelskette Denner verkauft; unter der neuen Besitzerin erlebte es einen Schrumpfungsprozess, die Zahl der Filialen wurde von über 50 auf 9 reduziert.

2006 ging Franz Carl Weber an den französischen Spielwarenkonzern Ludendo über, dem Marktführer im europäischen Spielwaren-Fachhandel. Der Marktauftritt erfolgt aber weiterhin unter dem Namen Franz Carl Weber (Stand: 2011).

Mit dem Namen Franz Carl Weber ist auch das Zürcher Spielzeugmuseum verbunden, das 1956 aus Anlass des 75-jährigen Firmenjubiläums von Margrit Weber-Beck gegründet wurde.

2016 verlässt Franz Carl Weber nach 126 Jahren die Traditionsliegenschaft des Haupthauses an der Bahnhofstrasse 62 und zieht direkt an den Hauptbahnhof.

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Um sich von anderen gleichnamigen Unternehmen zu unterscheiden, änderte Weber für die Unternehmensbezeichnung seinen Vornamen Karl in Carl ab.

Das Schaukelpferd war eines der ersten Produkte, das Weber in seinem Geschäft verkaufte. Es wurde zum festen Bestandteil des Logos.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laura M. Knüsli, Ruth Holzer-Weber: 100 Jahre Schweizer Spielzeugfabrikation: Zum 125-Jahr-Jubiläum der Firma Franz Carl Weber. Zürcher Spielzeugmuseum - Sammlung Franz Carl Weber. Chronos, Zürich 2006. ISBN 978-3-0340-0843-3.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Franz Carl Weber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien