Emil von Burchard

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Franz Emil Emanuel von Burchard (* 8. August 1836 in Königsberg (Preußen); † 25. April 1901 in Berlin-Charlottenburg) war ein deutscher Politiker und Staatssekretär im Reichsschatzamt des Deutschen Kaiserreichs.

Studium und berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1855 bis 1858 absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Berlin sowie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ab 1856 war er Mitglied des Corps Guestphalia Heidelberg.[1]

1862 trat er als Assessor in die preußische Steuerverwaltung. 1868 wurde er zum Regierungsrat in Danzig ernannt.

1876 trat er als Hilfsarbeiter in die Reichskanzlei ein und wurde zwei Jahre darauf zum Vortragenden Rat in der damaligen Schatzabteilung des Reichskanzleramtes ernannt. Als solcher gehörte er der Tabaksenquetekommission und der Zolltarifkommission an. 1879 vertrat er den Regierungsentwurf der Zolltarifvorlage im Reichstag.

Staatssekretär im Reichsschatzamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin: Familiengrab Emil von Burchard

Nach der Ausgliederung der Schatzabteilung und der Gründung des Reichsschatzamtes am 24. Juli 1879 wurde er Direktor des Amtes. In dieser Funktion beteiligte er sich maßgeblich an der Einführung neuer Zollgesetze.

Nachdem der bisherige Staatssekretär Adolf von Scholz im Juli 1882 zum preußischen Finanzminister ernannt wurde, wurde Burchard dessen Nachfolger als Staatssekretär. In dieser Funktion leitete er maßgeblich die Einführung neuer Abgabengesetze, aber auch den Abschluss von Handelsverträgen mit ausländischen Staaten. 1883 wurde er in den Adelsstand erhoben. Im November 1886 nahm er wegen einer Erkrankung seine Entlassung als Staatssekretär an. Nachfolger als Staatssekretär wurde Karl Rudolf Jacobi.


1887 wurde er jedoch zum Präsidenten der preußischen Seehandlung ernannt.

Sein Grab befindet sich auf dem Alten Friedhof der Sankt Mätthaus-Gemeinde Berlin.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 112, 686
  2. Alter Friedhof der Sankt Mätthaus-Gemeinde