Franz Grüter (Politiker, 1963)

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Franz Grüter (2018)

Franz Grüter (* 29. Juli 1963 in Luzern) ist ein Schweizer Unternehmer und Politiker (SVP).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen ist Grüter in Ruswil. Er besuchte die Kantonsschule in Willisau und absolvierte danach die Berufslehre als LKW-Mechaniker in Ruswil. Später studierte er Elektrotechnik an einer Höheren Fachschule und liess sich zum Marketingplaner ausbilden. 1990 begann seine berufliche Karriere als Geschäftsleitungsmitglied in einem Unternehmen der Elektronikbranche. Danach wurde er selber unternehmerisch tätig und gründete Internetfirmen. 2003 war er für ein Schweizer Handelsunternehmen in der Volksrepublik China tätig.[1] Zurückgekehrt in die Schweiz, übernahm er 2005 die Unternehmen TIC The Internet Company AG und KPNQwest.[2] 2008 fusionierte er TIC The Internet Company AG mit green.ch. 2008 bis Ende 2015 war er gleichzeitig als CEO und Verwaltungsratspräsident der green.ch-Gruppe tätig.[3] 2016 gab er die Geschäftsführung weiter, um Zeit für sein neues Nationalratsmandat zu haben.[4] Im März 2017 übernahm er das Vizepräsidium des Branchendachverbandes ICTswitzerland[5] und wurde nach dessen Fusion mit Digitalswitzerland Ende 2020[6] Mitglied von deren Vorstand[7] und deren Cybersecurity Committee.[8] Im Juni 2017 wurde er in den Vorstandsausschuss des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes[9] gewählt. Seit April 2018 ist Grüter Mitglied im Verwaltungsrat der Luzerner Kantonalbank.[10]

Grüter ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt in Eich LU.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grüter war von Mai 2012 bis Juni 2017 Präsident der SVP Luzern und sass für diese von März 2015 bis November 2015 im Kantonsrat von Luzern. Bei den Schweizer Parlamentswahlen im Oktober 2015 wurde er in den Nationalrat gewählt. Nach den Nationalratswahlen 2019 wurde er zum Vizepräsidenten der Bundeshausfraktion der SVP gewählt und übernahm 2020 das für ihn geschaffene Amt eines Stabschefs des Parteipräsidenten.[11]

Grüter war einer der wenigen Schweizer Politiker, die Position für den amerikanischen Präsidenten Donald Trump ergriffen. Er habe Respekt für Trumps Werdegang und unterstütze viele seiner Ideen.[12] Aufgrund einer Erkrankung in seinem Familienkreis setzt sich Grüter für eine gesetzliche Neuregelung von Organspenden ein.[13][14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Franz Grüter – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unternehmer. Märkte, Menschen und Mut. Website von Franz Grüter, abgerufen am 5. Januar 2015.
  2. Der bodenständige Netzwerker. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. Oktober 2015.
  3. a b Porträt. Website von Franz Grüter, abgerufen am 19. Oktober 2015.
  4. Katharina Jochum: Nationalrat Grüter gibt CEO-Posten ab. In: inside-it.ch. 21. Dezember 2015.
  5. Nationalrat Marcel Dobler ist neuer Präsident von ICTswitzerland (Memento vom 18. April 2018 im Internet Archive). ICTswitzerland, 17. März 2017, abgerufen am 3. April 2022 (Medienmitteilung).
  6. Kevin Fischer: Nun steht es fest: Digitalswitzerland und ICTswitzerland fusionieren. In: Netzwoche. 2. Oktober 2020.
  7. Vorstand. Website von Digitalswitzerland.
  8. Cybersecurity Committee. Website von Digitalswitzerland.
  9. Vorstandsausschuss. Schweizerischer Arbeitgeberverband, abgerufen am 17. April 2018.
  10. Rainer Rickenbach: Grüter und Hongler sind gewählt (Memento vom 18. April 2018 im Internet Archive). In: Luzerner Zeitung. 16. April 2018, abgerufen am 3. April 2022.
  11. Michael Surber: =Nationalrat Franz Grüter übernimmt den Knochenjob des SVP-Präsidiums – ohne selber Präsident werden zu wollen. Warum nur? In: Neue Zürcher Zeitung. 16. Mai 2020 (Online [abgerufen am 26. Mai 2020]).
  12. Antonio Fumagalli: «Gerade im Bundeshaus hatte niemand den Mut, für Trump einzustehen». In: Aargauer Zeitung. 24. Januar 2017, abgerufen am 19. Juni 2021.
  13. Samuel Tanner: Franz Grüters Herzensanliegen. In: NZZ am Sonntag. 8. Mai 2021.
  14. Sandra Casalini: «Die ersten Jahre waren unsäglich hart». In: Schweizer Illustrierte. 21. Mai 2021, S. 46 f. (archiviert auf der Website von Swisstransplant; PDF; 214 kB).