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Franz IV. (Modena)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Franz IV., Herzog von Modena
Erzherzog Franz (IV.) von Österreich, der spätere Herzog von Modena

Franz IV. Joseph Karl Ambrosius Stanislaus (* 6. Oktober 1779 in Mailand; † 21. Januar 1846 in Modena), Erzherzog von Österreich aus der Linie Österreich-Este, war von 1814 bis 1846 regierender Herzog von Modena und Reggio.

Franz war der Sohn von Erzherzog Ferdinand von Österreich und Maria Beatrix von Este, der Erbtochter des letzten Herzogs von Modena Ercole III. Da sein Vater 1806 gestorben war, gelangte Franz durch die Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 zur Erbfolge im Herzogtum Modena und folgte seiner Mutter 1829 in den Herzogtümern Massa und Carrara.

Franz IV. war von Feindschaft gegen die Revolution erfüllt und regierte im Geist des Absolutismus. Er befürchtete allenthalben Verschwörungen und verfolgte ab 1821 die Carbonari. Als 1830 die Julirevolution die Herrschaft der französischen Bourbonen beendete, weigerte sich Franz, die Herrschaft des Bürgerkönigs Ludwig Philipp anzuerkennen. Außerdem unterstützte er Don Carlos als legitimen König von Spanien und gewährte Dom Miguel eine Freistätte an seinem Hof.

Einen vorbereiteten Aufstand dämpfte er 1831 durch Verhaftung der Verschwörer; gegen weitere an verschiedenen Orten drohende Aufstände suchte er in Wien Hilfe und ließ alle Verhafteten zum Tod oder zu den Galeeren verurteilen. Vor allem das Junge Italien war von Repressalien betroffen. Franz war auch General der Kavallerie in der österreichischen Armee.

Aufgrund kritischer Berichterstattung britischer Zeitungen über seine Regierung kam es zum Konflikt zwischen Franz IV. und Großbritannien und schließlich zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch London.

Ahnentafel Franz IV. von Modena
Ururgroßeltern Herzog
Karl V. von Lothringen
(1643–1690)
⚭ 1678
Eleonore von Österreich
(1653–1697)
Herzog
Philippe I. von der Orleans
(1640–1701)
⚭ 1671
Liselotte von der Pfalz
(1652–1722)
Kaiser
Leopold I.
(1640–1705)
⚭ 1676
Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg
(1655–1720)
Herzog
Ludwig Rudof von Braunschweig-Wolfenbüttel
(1671–1735)
⚭ 1690
Christine Luise von Oettingen-Oettingen
(1671–1747)
Herzog
Rinaldo d’Este von Modena und Reggio
(1655–1737)
⚭ 1696
Charlotte Felicitas von Braunschweig-Lüneburg
(1671–1710)
Herzog
Philippe II. von Orleans
(1674–1723)
⚭ 1692
Françoise Marie de Bourbon
(1677–1749)
Herzog
Carlo II Cybo-Malaspina
(1631–1710)
⚭ 1673
Donna Teresa Pamphili
(1654–1704)
Graf
Camillo III Gonzaga
(1649–1727)
⚭ 1695
Matilde d'Este
(1674–1732)
Urgroßeltern Herzog
Leopold I. von Lothringen
(1679–1729)
⚭ 1698
Élisabeth Charlotte d’Orléans
(1676–1744)
Karl VI.
(1685–1740)
⚭ 1708
Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel
(1691–1750)
Francesco III. d’Este Herzog von Modena und Reggio
(1698–1780)
⚭ 1720
Charlotte Aglaé d’Orléans
(1700–1761)
Herzog
Alderano Cybo, Herzog von Massa und Carrara
(1690–1731)
⚭ vor 1725
Ricciarda Gonzaga
(1698–1768)
Großeltern Kaiser Franz I. Stephan
(1708–1765)
⚭ 1736
Maria Theresia Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn
(1717–1780)
Ercole III. d’Este Herzog von Modena und Reggio
(1727–1803)
⚭ 1741
Maria Teresa Cybo-Malaspina
(1725–1790)
Eltern Erzherzog Ferdinand Karl von Österreich-Este
(1754–1806)
⚭ 1771
Maria Beatrice d’Este
(1750–1829)
Franz IV. von Modena (1779–1846)

Franz IV. war seit 1812 mit Beatrix, der Tochter des Königs Viktor Emanuel von Sardinien, vermählt. Von seinen Töchtern war die ältere, Therese, die Gemahlin des Grafen von Chambord, die jüngere, Marie, war die des spanischen Prätendenten Juan. Ihm folgte sein Sohn Franz V.

Commons: Franz IV. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Wurzbach: Este, Ferdinand Karl Victor, Erzherzog von Oesterreich. In: Biographisches Lexikon. 4. Theil. Wien 1858, S. 87 (Digitalisat).
VorgängerAmtNachfolger
Ercole III.Herzog von Modena und Reggio
1814–1846
Franz V.