Franz Josef Pschierer

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Staatssekretär Pschierer an seinem Schreibtisch im Palais Leuchtenberg (2012)

Franz Pschierer (* 1. Juli 1956 in Haunstetten) ist ein deutscher Politiker der CSU. Er gehört dem bayerischen Landtag seit 1994 als direkt gewählter Abgeordneter für den Stimmkreis Kaufbeuren an. Pschierer ist Landesvorsitzender der Mittelstands-Union und Vorstandsvorsitzender beim MedienCampus Bayern.

Er war von März bis November 2018 bayerischer Wirtschaftsminister. Der Bayerischen Staatsregierung gehörte er seit 2008 an, zunächst als Staatssekretär im Kabinett Seehofer I im Finanzministerium und ab 2013 im Kabinett Seehofer II im Wirtschaftsministerium,

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pschierer machte 1976 sein Abitur. Danach erfolgte eine Ausbildung zum Reserveoffizier. Anschließend bekam er ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung und studierte an der Universität Augsburg Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Im Jahr 1983 legte er sein Magisterexamen ab. Von 1984 bis 1986 übernahm er das Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Handwerkskammer für Schwaben in Augsburg. 1986 wurde er Redakteur der Deutschen Handwerkszeitung, ab 1989 stellvertretender Chefredakteur.

Pschierer ist katholisch, verheiratet und hat zwei Kinder.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Josef Pschierer ist seit 1994 Mitglied des Bayerischen Landtags. Außerdem ist er seit 1996 Kreisrat im Landkreis Unterallgäu und Stadtrat in Mindelheim. 2003 übernahm Pschierer den Vorsitz des Landtagsausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Am 30. Oktober 2008 wurde er Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen (Kabinett Seehofer I). Am 3. August 2009 wurde Pschierer Beauftragter für Informations- und Kommunikationstechnik Chief Information Officer (CIO) der bayerischen Staatsregierung.[2]

Ende April 2013 wurde im Zuge der Verwandtenaffäre in den Medien bekannt, dass Pschierer seine Ehefrau von 2000 bis 2013 als Mitarbeiterin angestellt hatte, was im betreffenden Zeitraum zulässig war. Pschierer erstattete trotzdem das Nettogehalt an den Freistaat Bayern zurück.[3]

Nach der Landtagswahl in Bayern 2013 wechselte Pschierer als Staatssekretär in das von Ilse Aigner geführte Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Für das Land Bayern ist er Vertreter im Hörfunkrat des Deutschlandradios.

Am 21. März 2018 wurde er von Markus Söder zum bayerischen Wirtschaftsminister ernannt und führte bis zur Landtagswahl am 14. Oktober 2018 das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie. In der folgenden Koalitionsregierung beanspruchte der Koalitionspartner Freie Wähler das Wirtschaftsministerium, Pschierer schied aus dem Kabinett aus.

Im Dezember 2018 wurde Franz Pschierer zum Landesvorsitzenden der Mittelstands-Union gewählt.

Ehrenämter und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pschierer ist Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes. Außerdem ist er Mitglied des Kolpingwerks, der Malteser und der Katholischen Erziehergemeinschaft.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Franz Josef Pschierer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pschierer, Franz Josef. Bayerischer Landtag. Abgerufen am 5. August 2016.
  2. Franz Josef Pschierer (PDF) Bearing Point. Archiviert vom Original am 2. Juli 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ministerialkongress.de Abgerufen am 5. August 2016.
  3. Welche Steuergelder Staatssekretär Pschierer zurückzahlte und welche nicht. Augsburger Allgemeine. 3. Juli 2014. Abgerufen am 2. Dezember 2018.