Franz Karl Grieshaber

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Franz Karl Grieshaber

Franz Karl Grieshaber (* 12. Dezember 1798 in Endingen am Kaiserstuhl; † 20. Dezember 1866 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Altgermanist und Sammler von Handschriften.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grieshaber studierte katholische Theologie sowie klassische und deutsche Philologie in Freiburg, u. a. bei Johann Leonhard Hug. Hier wurde er Mitglied der Alten Freiburger Burschenschaft.[1] 1821 wurde er zum Priester geweiht; 1826 bis 1857 war er Lehrer am Lyzeum in Rastatt.

Neben seiner Lehrtätigkeit am Rastatter Lyzeum beschäftigte er sich ausgiebig mit mittelhochdeutscher Literatur und ihrer handschriftlichen Überlieferung, wobei er besonderes Augenmerk auf die Literatur der Oberrheinregion legte. Er arbeitete unter anderem mit Joseph von Laßberg und Franz Pfeiffer zusammen. Nach und nach erwarb Grieshaber eine große Sammlung von deutschen Handschriften des Mittelalters. Sein Augenmerk richtete sich beim Erwerb hauptsächlich auf literaturhistorische Aspekte, weniger auf die buchkünstlerische Ausstattung.

Mit Datum 4. Oktober 1850 verlieh ihm die Stadt Rastatt die Ehrenbürgerwürde.

1854 gehörte er als Abgeordneter des Stadtwahlbezirks Rastatt der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung an. Nach seiner Pensionierung lebte er in Freiburg, wo er 1866 starb. Die Handschriftensammlung vermachte Grieshaber der Universitätsbibliothek Freiburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Gundermann: Die Mitglieder der Alten Freiburger Burschenschaft 1816–1851. Freiburg im Breisgau 1984/2004, S. 9. pdf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]