Franz Lehrndorfer

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Franz Lehrndorfer (* 10. August 1928 in Salzburg; † 10. Januar 2013 in München[1]) war ein deutscher Organist und Hochschullehrer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehrndorfer wuchs in Kempten (Allgäu) auf und erhielt ersten Musikunterricht von seinem Vater, der Chorleiter und Musikwissenschaftler war. Sein Abitur erwarb er am Humanistischen Gymnasium Kempten.[2] Von 1948 bis 1951 studierte er katholische Kirchenmusik in München. Es folgte 1952 das Meisterklassendiplom für Orgel.

Im Sommer 2008, anlässlich seines 80. Geburtstages, veranstalteten ehemalige Schüler eine große Konzertreihe in der Frauenkirche München.

Berufliche Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium wirkte er als Musikpädagoge bei den Regensburger Domspatzen unter Domkapellmeister Theobald Schrems. 1962 begann seine Laufbahn als Dozent an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1993 Leiter der Abteilung für katholische Kirchenmusik war. Zu seinen Schülern zählte unter anderem Roland Büchner, ein Nachfolger von Schrems. Von 1969 bis 2002 versah Lehrndorfer außerdem das Amt des Domorganisten an der Münchener Frauenkirche. Ein besonderer Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit lag in der Orgelimprovisation.

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orgelplanung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Ehren von Theobald Schrems komponierte Lehrndorfer die Missa in memoriam Theobald Schrems für vierstimmigen Männerchor. Die Uraufführung fand am 9. November 2008 durch den Chor der ehemaligen Domspatzen im Regensburger Dom statt.[3]

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1957: 1. Preis im Fach Orgel beim internationalen Musikwettbewerb der ARD
  • 1981: Deutscher Schallplattenpreis für seine Einspielung „Orgelmusik aus dem Münchner Dom“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Keller: Franz Lehrndorfer: Langjähriger Organist des Münchner Doms gestorben. Bayerischer Rundfunk, 11. Januar 2013, archiviert vom Original am 29. Januar 2013, abgerufen am 26. Januar 2016.
  2. Ralf Lienert: Eine der ältesten Schulen Bayerns: Das Carl-von-Linde-Gymnasium feiert am 2. Oktober sein 200-jähriges Bestehen. In: all-in.de, 30. August 2004 (abgerufen am 10. Januar 2016)
  3. Ehemalige Regensburger Domspatzen singen Missa zum Gedächtnis an Domkapellmeister Theobald Schrems. Bistum Regensburg, archiviert vom Original am 10. Februar 2013, abgerufen am 26. Januar 2016.
  4. AAS 91 (1999), n. 5, p. 481.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans D. Hoffert, Klemens Schnorr (Hrsg.): Dux et comes – Festschrift für Franz Lehrndorfer zum 70. Geburtstag. Buch und CD. Universitäts-Verlag, Regensburg 1998, ISBN 3-930480-68-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich Wismeyer Organist der Münchner Frauenkirche
1969–2003
Hans Leitner