Franz Leppmann

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Franz Leppmann (* 4. November 1877 in Berlin; † 1948 in London) war ein deutscher Journalist und Publizist.

Der Sohn des Kaufmanns Jakob Leppmann legte 1896 auf dem Luisenstädtischen Gymnasium Berlin sein Abitur ab. Er studierte zunächst Rechtswissenschaften an der Friedrichs-Wilhelm Universität in Berlin und in Paris. 1898 wechselte er in München die Studienfächer und begann ein Studium der Philosophie und Philologie. Ab 1899 setzte er sein Studium in Berlin fort, wo er 1902 bei Erich Schmidt mit einem Vergleich verschiedener Fassungen von Gottfried Kellers Der grüne Heinrich promovierte.

Nach kurzer Lehrtätigkeit wurde Leppmann Feuilletonist beim Ullstein-Verlag und Theaterkritiker der Vossischen Zeitung. Er veröffentlichte 1916 die erste Biographie Thomas Manns. Während der Weimarer Republik arbeitete er ferner als Übersetzer und Redakteur für den Ullstein-Verlag sowie als verantwortlicher Herausgeber für den Propyläen-Verlag. Außerdem war er Dozent an der Lessing-Hochschule zu Berlin und Sprecher im Rundfunk. 1933 musste der evangelisch getaufte Leppmann auf Grund seiner jüdischen Herkunft seine Stellung aufgeben. Er folgte mit seiner Frau Ida Orloff dem gemeinsamen Sohn Wolfgang Leppmann nach Florenz und unterrichtete dort bis 1938 am Landschulheim Florenz. Nach der Trennung von seiner Frau flohen Vater und Sohn Leppmann 1938 vor weiterer Verfolgung nach London. Hier arbeitete Franz Leppman beim Rundfunk, als Essayist, Übersetzer und Literaturhistoriker.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mensch und Dichter. Sassenbach, Berlin; Paris 1899.
  • Gottfried Kellers "Grüner Heinrich" von 1854/5 und 1879/80. E. Ebering, Berlin 1902.
  • Kater Murr und seine Sippe. Von der Romantik bis zu V. Scheffel und G. Keller. Beck, München 1908.
  • Thomas Mann. A. Juncker, Berlin/Charlottenburg 1916?
  • Mirabeau. Der Führer der französischen Revolution. Ullstein, Berlin 1919.
  • 1000 Worte Deutsch. Ein Sprachführer für Nachdenkliche. Ullstein, Berlin 1930.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie, Band 6, Kraatz - Menges, 2. Ausgabe. K. G. Saur, München 2011, S. 373.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]