Franz Münzer

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Franz Münzer (* 10. August 1823 in Groß Strehlitz; † 1. Juli 1893 vermutlich in Alt-Cosel) war ein deutscher katholischer Geistlicher und Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münzer besuchte das Gymnasium in Oppeln und studierte dann ab 1845 an der Universität Breslau katholische Theologie. In dieser Zeit wurde er 1845 Mitglied im Corps Silesia Breslau. Nach dem Studium wurde er 1848 zum Priester geweiht und zunächst Kaplan in Slawentzitz[1]. Ab spätestens 1858 war er Pfarrer in Alt-Cosel[2]. Später erhielt er dort die Ehrenstellung eines Erzpriesters.

Neben seiner Stellung als Pfarrer war Münzer ungewöhnlich politisch aktiv. Von 1859 bis 1862 war Münzer erstmals Abgeordneter des Wahlbezirks Leobschütz-Kosel im Preußischen Abgeordnetenhaus.[3] Wiedergewählt war er von 1862 bis 1866 und dann nochmals von 1873 bis zu seinem Tod 1893 Mitglied des Abgeordnetenhauses.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 5). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5, S. 182.
  • Fritz Maywald: Gesamt-Mitgliederverzeichnis des Corps Silesia 1821-1961, Teil I, Köln 1961, lfd. Nr. 217.
  • Kösener Corpslisten 1960, 83, 217.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitteilung im Schlesischen Kirchenblatt
  2. August Kastner: Archiv für die Geschichte des Bisthums Breslau, Bd. 1, 1858, S. VI
  3. Weltzel, Geschichte der Stadt, Herrschaft und Festung Cosel, Ratibor 1866, S. 515.
  4. Bernhard Mann (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 279.