Franz Moldenhauer

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Franz Emil Adolf Moldenhauer (* 24. März 1849 in Stettin; † 1. Juli 1917 in Köln) war ein deutscher Pädagoge, Historiker und Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Moldenhauer studierte an der philosophischen Fakultät der Universität Greifswald, der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1867 wurde er Mitglied des Corps Borussia Greifswald.[1] 1870 wurde er MC des Corps Rhenania Bonn, dessen Mitglied er 1887 wurde.[2] Nach dem Studium schlug er die Lehrerlaufbahn ein. 1887 wurde er Gymnasiallehrer und 1894 Gymnasialprofessor in Köln. 1898 erhielt er den Rang der Räte IV. Klasse. Moldenhauer verfasste zahlreiche geschichtliche Schriften. Beim Bonner SC-Kommers vom 6. Mai 1891 im Dreikaisersaal des Kölner Hofs hielt er die Rede an Kaiser Wilhelm II.[3]

Als Liberaler war Moldenhauer Ehrenvorsitzender des Nationalliberalen Vereins in Köln und seit 1910 Erster Vorsitzender der Nationalliberalen Partei der Rheinprovinz.[4] Einer seiner beiden Söhne war der spätere Reichswirtschafts- und Reichsfinanzminister Paul Moldenhauer.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein reicher Staat - ein mächtiger Staat. 1884
  • Hilfsbuch für den Geschichtsunterricht in der Untersekunda. 1894
  • Geschichte des Höheren Schulwesens der Rheinprovinz unter preußischer Regierung. 1895
  • Das deutsche Corpsstudententum und seine Bedeutung. 1897
  • Corpsgeschichte der Rhenania zu Bonn. 1909 (2. Auflage)
  • Das Bismarck-National-Denkmal auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück-Bingen. In: Deutsche Corpszeitung. 1913, S. 284
  • Georg Webers Lehr- und Handbuch der Weltgeschichte. Band 4, 1914, 22. Auflage (vollständig neu bearbeitet von Franz Moldenhauer)
  • Die Bedeutung unserer Heimatgeschichte für Unterricht und Erziehung.
  • Auswahl wichtiger Aktenstucke zur Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts.
  • Katalog der Lehrer-Bibliothek des Königlichen Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums zu Köln.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 712. † Moldenhauer 1, Franz. In: Matrikel der Bonner Rhenanen 1820 1970. 1970, S. 135–136, Band 4 der Blaubücher der Bonner Rhenania
  • Robert Steimel: Kölner Köpfe. Steimel, Köln 1958

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1930, 54, 250
  2. a b Kösener Corpslisten 1960, 12, 583
  3. Hans Gerhardt: Hundert Jahre Bonner Corps. Die korporationsgeschichtliche Entwicklung des Bonner SC von 1819 bis 1918. 1926, S. 295 ff.
  4. Moldenhauer, Franz (1849–1917) auf www.nachlassdatenbank.de