Franz Nádasdy von Fogarasföld

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Franz Nádasdy
Franz Nádasdy von Fogarasföld

Franz Nádasdy von Fogarasföld (ungarisch: Nádasdy II. Ferenc, slowakisch: František II. Nádašdy) (* 1555; † 4. Januar 1604) war ein ungarischer Adliger, der wegen seines besonders grausamen Vorgehens gegen seine Feinde den Beinamen „Der schwarze Ritter“ (ung. a Fekete bég) trug.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nádasdy wurde 1555 als Sohn des als großer Palatin bekannten Thomas III. Nádasdy und dessen Ehefrau Ursula Kanizsay geboren. Er entstammte dem bis ins 13. Jahrhundert zurückreichenden Adelsgeschlecht Nádasdy-Fogáras. Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm seine Mutter die alleinige Erziehung des Sohnes. Nádasdy kämpfte früh als Soldat und konnte sich in mehreren Schlachten während der Türkenkriege auszeichnen. Er wurde 1587 zum kaiserlichen Kriegsobristen ernannt und gehörte ab 1594 unter Kaiser Matthias mehrfach dem Kriegsrat an. 1598 wurde er zum Ritter geschlagen.

Nádasdy zeichnete sich im Kampf gegen die Türken aus und eroberte von ihnen die strategisch wichtigen Burgen Esztergom, Vác (Waitzen), Visegrád, Székesfehérvár und Győr zurück. Den Türken gelang es nie, eine von Nádasdy verteidigte Festung einzunehmen.

Er war verheiratet mit Elisabeth Báthory, um die sich Legenden als „Blutgräfin“ rankten. Sie hatten fünf Kinder, Anna, Ursula und Andreas, die beide als Kinder starben, sowie Katharina und Paul. Das Vermögen der Familie Báthory von Ecsed fiel nach Elisabeths Tod an das Haus Nádasdy, dessen Nachkommen noch heute leben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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