Franz Paul Findenigg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Schlacht bei Maxen.

Franz Paul Findenigg (* 1726 in Villach; † 18. Juli 1771 in Wien) war ein österreichischer Genre- und Schlachtenmaler.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Jugend- bzw. Ausbildungszeit des Franz Paul Findenigg ist nichts bekannt, nachgewiesen ist er erstmals in Wien des Jahres 1751, wo er am 7. Dezember in die Wiener Akademie der bildenden Künste aufgenommen wurde. Er arbeitete in einem Atelier in der Leopoldstadt und heiratete 1757.[1] Für Kaiserin Maria Theresia fertigte Findenigg mehrere Schlachtengemälde aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges an, welche sich heute im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien befinden.[2] Ein Charakteristikum der Schlachtenmalerei des Franz Paul Findenigg sind die verhältnismäßig großen Steintafeln, die er in den Vordergrund seiner Kompositionen stellt und auf denen in großen Lettern die Legende des jeweiligen Ereignisses bzw. der jeweiligen Schlacht, meist in französischer Sprache, festgehalten sind.

Werke (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sieg der Österreicher über die Preußen bei Teplitz am 2. August 1762. Öl auf Leinwand, um 1760, 60×105 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien.
  • Inbrandsetzung der befestigten Stadt Landau durch die Franzosen, 18. Mai 1743. Öl auf Leinwand, 70×112 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien.
  • Aufhebung der preußischen Belagerung von Olmütz am 2. Juli 1758. Öl auf Leinwand, 69×122 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien.
  • Die Schlacht bei Dingolfing, Erstürmung durch die Österreicher, 17. Mai 1743. Öl auf Leinwand, 69×113 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien.
  • Schlacht zwischen Österreichern und Preußen bei Maxen, 20. November 1759. Öl auf Leinwand, 95×130 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Thieme (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Leipzig, 1912.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrich Thieme (Hg.), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Leipzig, 1915, XI, 579.
  2. Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Saal II - Das 18. Jahrhundert bis 1790. Kiesel Verlag, Salzburg 1983, ISBN 3-7023-4012-2, S. 30 f.