Franz Trinks

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grabstätte auf dem Hauptfriedhof Braunschweig

Franz Trinks (* 19. Juni 1852 in Helmstedt; † 2. Oktober 1931 in Braunschweig) war der Erfinder der „Trinks-Arithmotyp“, der ersten schreibenden Rechenmaschine der Welt.

Werdegang[Bearbeiten]

Am 1. August 1883 trat der Ingenieur Franz Trinks in die Braunschweiger Firma Grimme, Natalis & Co (GNC) als Betriebsdirektor ein, die zu dieser Zeit noch eine Nähmaschinenfabrik war. Acht Monate später, am 1. April 1884 wurde er neben Albert Natalis persönlich haftender Gesellschafter. Trinks entschied sich im Jahr 1892 für die Aufnahme der Rechenmaschinen-Produktion nach dem Vorbild einer von Willgodt Theophil Odhner neu entwickelten Rechenmaschine aus St. Petersburg (Lizenznahme). Seine überragende Leistung besteht in der unermüdlichen Weiterentwicklung dieser Sprossenradmaschine, damit sie absolut sicher rechnete, jahrelange ihren Dienst versehen konnte und für jedermann zu bedienen war. Als Direktor von „Grimme, Natalis & Co“ bahnte er der „Brunsviga-“Rechenmaschine durch kluge Werbe-Strategien den Weg und baute ein weltweites Vertriebsnetz auf. Trinks Erfindungsreichtum wird in mehr als 100 Patenten dokumentiert. Spektakulär war z.B. die „Trinks-Arithmotyp“, die als erste druckende Rechenmaschine der Welt gilt. Ein wirtschaftlicher Erfolg war dieses Modell allerdings nicht, denn es gab um 1910 herum noch zu wenig Nachfrage für eine rechnende und druckende Maschine, die 1215 Mark kostete . Brunsviga wurde bald zur größten europäischen Rechenmaschinenfabrik.

1922 wurde Franz Trinks von der TH Braunschweig zum Doktor ehrenhalber (Dr.-Ing. E.h.) ernannt.[1] 1926 ging Trinks in den Ruhestand.

Nach ihm wurde die Franz-Trinks-Straße in Braunschweig benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zentralblatt der Bauverwaltung, 1922, S. 335, abgerufen am 6. Dezember 2012.