Franziska Kinsky von Wchinitz und Tettau

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Franziska de Paula Liechtenstein, geb. Gräfin Kinsky, Lithographie von Josef Kriehuber, 1831

Franziska Kinsky von Wchinitz und Tettau (vollständiger Name Franziska de Paula Barbara Romana Bernharda; * 8. August 1813 in Wien; † 5. Februar 1881 in Wien) war Fürstin von Liechtenstein.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde in Wien als Tochter des Grafen Franz de Paula Joseph Kinsky von Wchinitz und Tettau und dessen Frau Therese von Wrbna und Freudenthal geboren. Ihr Vater war der jüngere Bruder von Beethovens Gönner Fürst Ferdinand von Kinsky (1781–1812). Am 8. August 1831 heiratete sie in Wien den späteren liechtensteinischen Fürsten Alois II.

Ihr Sohn Johann war bei der Thronbesteigung zwar knapp volljährig, wünschte jedoch, seine Ausbildung fortzusetzen. Fürst Johann II. setzte deshalb seine Mutter Fürstin Franziska am 10. Februar 1859 als seine Regentin ein. Sie übte die Regentschaft bis im November 1860 aus.[1]

Fürstin Franziska gründete den ersten Hilfsfonds für Waisenkinder im Fürstentum Liechtenstein. Überdies stiftete sie in Balzers ein Haus für eine Erziehungsanstalt (heute Haus Gutenberg), das für eine Höhere Töchterschule genützt wurde.[2] 1870 erwarb sie die Burg Wartenstein und restaurierte sie im Sinne der Romantik.

Aus ihrer Ehe gingen elf Kinder hervor, wobei beide Söhne Fürsten wurden und kinderlos blieben.

Ihr Grab befindet sich in der Gruft des Hauses Liechtenstein in Vranov (Mähren).

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Geiger: Geschichte des Fürstentums Liechtenstein 1848 bis 1866. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein. Band 70. Vaduz 1970, S. 242 ff.
  2. Eduard Mäder: Gutenberg (Lyzeum, Bildungshaus). In: Historisches Lexikon für das Fürstentum Liechtenstein. 31. Dezember 2011, abgerufen am 18. April 2019.
VorgängerinAmtNachfolgerin
Josefa zu Fürstenberg-WeitraFürstin von Liechtenstein
1836–1858
Elsa von Gutmann