Franziska Wiethold

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Franziska Wiethold (* 23. Juni 1946 in Würzburg) ist eine deutsche Gewerkschafterin und war im ver.di-Bundesvorstand.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wuchs in Frankfurt am Main auf, wo sie 1965 am humanistischen Heinrich-von-Gagern-Gymnasium das Abitur ablegte. Anschließend studierte sie bis 1971 an der Universität Marburg Politikwissenschaft und Soziologie und promovierte dort zum Dr. phil.

Bis 1981 war Wiethold Jugendbildungsreferentin des DGB und war 1973 verantwortlich für die Erstellung des Leitfadens der gewerkschaftlichen Jugendbildung, der zu einer lebhaften Diskussion in den Gewerkschaften führte. Sie wechselte dann als Fachsekretärin in die Zentrale der nordrhein-westfälischen Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV). Ihre weiteren Stationen waren Düsseldorf, Leipzig und Berlin, und sie wurde dann Vorstandsmitglied und schließlich zur Vizechefin der HBV gewählt.

Mit der Gründung von Verdi im März 2001 wurde sie Vorstandsmitglied. Im Jahre 2004 war sie maßgeblich an den Verhandlungen bei dem in die Krise geratenen KarstadtQuelle-Konzern beteiligt

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiethold gilt als links orientiert und ihr wird nachgesagt, dass sie manchmal die Schlachten vergangener Zeiten führe. Sie spielt leidenschaftlich gerne Klavier. Bundesweit bekannt wurde Wiethold bereits als 19-jähriges SDS-Mitglied und Studentin der Politikwissenschaft und Soziologie, als sie im Wintersemester 1965/1966 wegen „Herrenbesuchs“ aus ihrem Wohnheimzimmer im seinerzeit strikt nach Geschlechtern getrennten Studentendorf des Marburger Studentenwerks gekündigt werden sollte, sich hiergegen jedoch öffentlich zur Wehr setzte.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]